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Kinox.to-Razzia: Betreiber offenbar bewaffnet, Behörden ohne Zugang

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Der Verbleib der mutmaßlichen Betreiber des illegalen Film- und Serienportals kinox.to ist weiterhin unklar. Laut der Ermittler sollen die beiden Zwanzigjährigen womöglich bewaffnet sein und auch schon früher nicht vor Gewalt zurückgeschreckt haben. Derweil hat die Polizei Probleme, sich Zugriff zu den Servern zu schaffen.

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Denn das Passwort kennen offenbar weiterhin nur die beiden Betreiber, die sich allerdings auf der Flucht befinden. „Das macht es kompliziert“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Ermittler hatten zuvor in einer bundesweiten Razzia mehrere Wohnräume durchsucht und im Raum Düsseldorf zwei Verdächtige festgenommen. Zwei Personen sind weiterhin auf der Flucht. Die Brüder sollen noch bei ihren Eltern in Lübeck gewohnt haben, sich allerdings schon im Sommer ins Ausland abgesetzt haben.

Auto von Konkurrent angeblich angezündet
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Laut Staatsanwaltschaft sollen die Betreiber zuvor schon Konkurrenten massiv bedroht haben. „Man hat da alle Mittel genutzt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dabei sei „auch schon mal ein Auto in Flammen aufgegangen“. Deswegen wird den Betreibern neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung auch Steuerhinterziehung, räuberische Erpressung und Brandstiftung vorgeworfen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gesuchten gewaltbereit und bewaffnet sind.

Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, haben die Betreiber nach eigenen Angaben 30 Ersatz-Domains mit verschiedenen IPs eingerichtet und empfehlen den Einsatz von Tools, die den Datenverkehr anonymisieren. Die GVU spricht von einem illegalen und rein kommerziellen System. Neben kinox.to sollen die Gesuchten noch für die Portale Movie4k.to, Boerse.sx und Mygully.com verantwortlich sein. Die Staatsanwaltschaft Lübeck hatte im Juli 2014 die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Dresden weitergegeben, als Verbindungen zum Fall kino.to auffielen.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverstößen (GVU) hat die Verdächtigen nach eigenen Angaben schon seit 2011 auf dem Schirm und rechnet ihnen rund 30 einschlägige Webseiten zu. Auf der kinox.to-Webseite argumentieren die Betreiber, lediglich die Links zu Streams bereitzustellen – und nicht das eigentliche urheberrechtlich geschützte Material zu hosten. Falls sich eine Zugehörigkeit zu den Filehostern aufdecken ließe, wäre der Verstoß gegen das Urheberrecht nachweisbar.

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Alle Kommentare

  1. Sind „Angeblich“ Bewaffnet , „Sollen“ schon früher nicht vor Gewalt zurückgeschreckt haben. „ANGEBLICH“ das Auto eines Konkurenten angezündet. Hier soll der Anschein erweckt werden dies seien die schlimmsten Verbrecher überhaupt :: Raubmordkopierstreamer !! Dieses Land kotzt mich immer mehr an. Die Journalie ist ebenso gekauft wie die Politik. Kümmert euch doch mal bitte um Mörder und Kinderschänder … oh ja stimmt ja da steht keine gut zahlende Lobby dahinter.

    1. Du hast sowas von vollkommen Recht!

      Was glaubst Du, was in Deutschland los wäre, wenn mehr Menschen wüssten was hier los ist?

  2. Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte im Juli 2014 die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Dresden weitergegeben, …

  3. „Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte im Juli 2014 die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Dresden weitergegeben[…]“ – Sieht irgendwie nicht richtig aus. 😉

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