Digital-Kiosk Blendle: Springer und New York Times steigen mit 3 Mio. Euro ein

Der Verlagssitz des Axel Springer Konzerns in Berlin
Der Verlagssitz des Axel Springer Konzerns in Berlin

Axel Springer und die New York Times Company investieren gemeinsam drei Millionen Euro in den niederländischen Digital-Kiosk Blendle. Mit dem Geld soll vor allem der internationale Ausbau des Start-ups finanziert werden. Die Gründer, die weiter mehr als 75 Prozent an Blendle halten, fühlen sich "geehrt, dass zwei der einflussreichsten Medienhäuser der Welt so viel Vertrauen in uns haben".

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Blendle bietet seinen Kiosk bisher nur in den Niederlanden an. Eine große Zahl von niederländischen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage kooperiert mit Blendle. Auf dem Portal können einzelne Artikel gekauft werden. Ein Artikel kostet etwa 20 Cent – den Preis legen die Verlage selbst fest. Etwa 70 Prozent der Einnahmen gehen zurück an die Verlage.

In den Niederlanden haben sich nach Angaben der Gründer Alexander Klöpping und Marten Blankensteijn bisher 120.000 Nutzer registriert. Der Digital-Kiosk ging erst vor fünf Monaten an den Start.

Bei dem Investment von Springer und NYT Co. handelt es sich um eine Series-A-Finanzierungsrunde. Springer steckt das Geld über seine Tochter Axel Springer Digital Ventures in das Start-up.

Wann Blendle auf den deutschen Markt gehen wird, ist und bleibt nach Angaben von Mitgründer Klöpping in der strategischen Verantwortung der Gründer. Die neuen Investoren erhielten „keinerlei Vorzugsbehandlung“.

Blendle gehört zu einer Reihe von Start-ups, die zuletzt von sich reden machten, weil sie Bezahlmodelle für Verlage ausgetüftelt haben. Dazu gehören auch das skandinavische Flatrate-Modell Readly (ist gerade eine Kooperation mit Bauer Media eingegangen) und LaterPay, das von dem Journalisten Richard Gutjahr unterstützt wird.

Ein ausführliches Interview mit Alexander Klöpping erscheint in Kürze bei MEEDIA. Ein Interview auf niederländisch gibt es bereits hier.

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