Anzeige

LSR-Kapitulation: VG-Media-Verlage knicken im Streit mit Google ein

Google1-630x3531.jpg

Die innerhalb der VG Media organisierten Verlage knicken im Streit mit Google ein, Google wollte ab dem heutigen Donnerstag Suchergebnisse der VG Media-Verlage ohne Snippets ausgeben. Aus Angst vor Umsatzverlusten haben die Verlage nun jedoch eine "Gratiseinwilligung" abgegeben. Bis der Streit ums Leistungsschutzrecht rechtlich geklärt ist, darf Google ihre Inhalte weiterhin kostenlos auflisten.

Anzeige
Anzeige

Googles Marktmacht sei schlicht „überwältigend“, weshalb sich die VG-Media-Verleger „gezwungen sehen“, sich zu beugen. So die VG Media.

Der Streit zwischen den Verlagen und Google ist in den vergangenen Wochen eskaliert. Nachdem das Leistungsschutzrecht von der Politik verabschiedet worden ist, musste Google reagieren. Anstatt auf die Forderungen der VG Media einzugehen und für Vorschaubilder sowie kleine Teaser-Texte – so genannte Snippets – zu bezahlen, entschied sich Google die Inhalte der VG-Media-Klienten nur noch als Überschrift und Link darzustellen. Dies sollte heute soweit sein.

Google zeigte sich damit konsequent und würde sich im rahmen des Leistungsschutzrechts bewegen, indem es auf das Anzeigen der „wertvollen“ Verlags-Inhalte verzichtet. Die Verlage waren nicht begeistert, die VG media witterte „Erpressung“. Derzeit beschäftigt sich auch das Bundeskartellamt mit Googles Marktposition. Auf den Medientagen in München unterstrich Andreas Mundt, Chef des Bundeskartellamts, dass eine Umsetzung des Leistungsschutzrechtes schwierig sei. „Es gibt niemanden, der es für gut formuliert hält”, so Mundt. Und weiter: “Eine Verpflichtung Googles zum Kontrahierungszwang mit Entgelt ist nur schwer aus dem Leistungsschutzrecht abzuleiten.” Will heißen: Es sieht schlecht aus für die VG Media.

Anzeige

Die Verleger befürchteten, so die VG Media, Umsatzeinbrüche wegen des Verhaltens von Google, „die auch zu weiteren Insolvenzen führen können“. Die VG Media erwartet eine Entscheidung der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt zur Anwendbarkeit des Leistungsschutzrechts im Frühsommer 2015. Die „Gratiseinwilligung“ sei jederzeit widerruflich.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. DASist keine Gier, noch ist es Dummheit,
    Das ist das ganz normale Verhalten, ewig Gestriger, die durch Arroganz, starren Denkmustern und ABSOLUTER Inkompetenz, den Anschluss an die Gegenwart verpasst haben!
    Für diese Leute, sind immer die Anderen schuld!

  2. Liebe VG-Media: wer den Knall nicht gehört hat… Was für eine absurde Vorderung eine Suchmaschine, die ja die „Suchenden“ dazu bringt, durch Klicks Werbeeinnahmen zu generieren oder sogar zu Bezahl-Inhalten führt, DAFÜR bezahlen lassen zu wollen. Das ist entweder unglaubliche Gier oder unglaubliche Dummheit.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*