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Apple-Quartalszahlen: Wie groß wird der iPhone 6-Erfolg?

Apple CEO Tim Cook, Nachfolger des iPhone 6: Analysten arwöhnen, dass die Ausbaustufe „6s“ kein so großer Verkaufshit wird wie das Vorgängermodell
Apple CEO Tim Cook, Nachfolger des iPhone 6: Analysten arwöhnen, dass die Ausbaustufe "6s" kein so großer Verkaufshit wird wie das Vorgängermodell

Wieder einmal richten sich alle Augen auf Apple. Heute nach Handelsschluss berichtet der wertvollste Konzern der Welt über sein abgelaufenes September-Quartal, in das erstmals die Verkäufe des neuen Kassenschlagers iPhone 6 einfließen – Macs, iPads und die Software-Sparte stehen weiter im Schatten.

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Wieder einmal stellt sich die Frage: War gut auch „gut“ genug? Heute um 22.30 Uhr deutscher Zeit legt Apple vor Aktionären Rechenschaft über den abgelaufenen Dreimonatszeitraum ab. Die Stimmung vor der neusten Bilanz könnte nervöser kaum sein: In der vergangenen Woche schlugen die Weltbörsen Kapriolen wie lange nicht mehr. Dass der Markt extrem gereizt auf Quartalsergebnisse reagiert, die unter den Analysten-Erwartungen ausfallen, mussten Aktionäre von Google, eBay und vor allem Netflix erfahren.

Nun muss Apple einmal mehr Farbe bekennen. Immerhin: Die Erwartungen sind nicht turmhoch. Beim Umsätzen von 39,85 Milliarden Dollar rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,31 Dollar bzw. einem Nettogewinn von knapp 8 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum würde das einem Zuwachs von 6 Prozent beim Umsatz 11 Prozent beim Gewinn je Aktie entsprechen.

Das iPhone 6 verkauft sich so gut wie kein bislang kein anderes iPhone

Keine Frage: Die Zeiten des Hyperwachstums sind vorbei – nach einem Jahr im Rückwärtsgang ist Apple 2014 überhaupt erst wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, verdient aber immer noch weniger als im Rekordjahr 2012, obwohl der Techpionier deutlich mehr umsetzt.

Zurück in die Zukunft katapultieren soll Apple nun der ewige Bestseller iPhone, der mit den neuen Modellen einen furiosen Start hingelegt hat, wie die Vorbestellungsrekorde bereits deutlich machten. Das iPhone 6 habe einen Startrekord aufgestellt, ließ CEO Tim Cook schon in der vergangenen Woche bei der iPad-Keynote durchblicken, ohne Zahlen zu nennen.

Knackt Apple mit dem iPhone die 40-Millionen-Marke?
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Tatsächlich ist das iPhone-Puzzle im vergangenen Quartal ziemlich komplex. Bekannt sind die 10 Millionen Vorbestellungen binnen der ersten 72 Stunden. Bleibt noch eine weitere Woche, in der iPhone 6-  und iPhone 6 Plus-Verkäufe in das letzte Quartal von Apples Geschäftsjahr 2014 einflossen –  und die zweieinhalb Monate des Wartens zuvor.

33,8 Millionen Apple-Smartphones gingen im Vorjahr zwischen Juli und September über die Ladentische – genau 4 Millionen Einheiten mehr erwarteten Analysten im abgelaufenen Quartal. Keine Frage: Eine Million mehr oder weniger wird darüber entscheiden, ob Apples Quartalszahlen als Erfolg verbucht werden. Kann Tim Cook gar ein Überschreiten der 40 Millionen-Geräte-Marke vermelden, dürfte die Wall Street unisono applaudieren.

Mac-Sparte muss iPad-Schwäche ausbügeln

Die anderen drei Konzerneinheiten taugen längst zu nicht viel mehr als einem Nebenschauplatz. iPads? Nach den konstanten Enttäuschungen der vergangenen Quartale geht es nur noch darum, den Schaden zu begrenzen und den Abwärtstrend halbwegs im Rahmen zu halten. Die Schätzungen der  Wall Street liegen bei 13,1 Millionen verkauften Apple-Tablets, ein Minus von 7 Prozent.

In die Bresche springen könnte dafür erneut die älteste Konzerneinheit. Die nach den Boom des iPads in den ersten Jahren schon abgeschriebene Mac-Sparte feiert eine beachtliche Renaissance und könnte 2014 tatsächlich das beste Jahr des Firmenbestehens verbuchen. Analysten rechnen mit 4,85 Millionen verkauften Macintosh-Computern, ein Plus von 6 Prozent. Zum Joker werden dürfte die iTunes Division, die Software-Verkäufe und App-Absätze bündelt und im vergangenen Quartal erneut zweistellig zulegte.

Viel wichtiger als das Zahlenwerk der vergangenen drei Monate ist jedoch, was Apple für den laufenden Dreimonatszeitraum in Aussicht stellt – denn nichts zählt schließlich in der Jahresbilanz mehr als das Weihnachtsquartal. Nach den iPhone-Verkäufen ist also wieder einmal vor den iPhone-Verkäufen.

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