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Jugendkanal-Überraschung: Neuer Sender kommt, aber nur im Internet

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Mit dieser Entscheidung haben nur die Wenigsten gerechnet. Die Ministerpräsidenten der Länder sollen nach Informationen der dpa auf ihrer Sitzung in Potsdam beschlossen haben, dass ARD und ZDF gemeinsam einen neuen Jugendkanal starten sollen. Allerdings nicht im Fernsehen und Radio, sondern im Web. Damit geht das Programm dahin, wo die gesuchten Zuschauer zu finden sind.

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Mit ihrem Beschluss stellen sich die Politiker auch gegen die ursprünglichen Planungen von ARD und ZDF. Das Konzept der öffentlich-rechtlichen Sender sah einen Multimedia-Auftritt vor, der die 14-29-Jährigen im Fernsehen, Radio und Netz ansprechen sollte. Wirklich überzeugt von dem Plan waren allerdings nur die wenigsten Bundesländer.

Die Gesamtkosten sollten dabei bei rund 45 Millionen Euro liegen, von denen die ARD 30 Millionen Euro und das Zweite 15 Millionen Euro übernehmen wollte. Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten hatten SWR-Intendant Peter Boudgoust und ZDF-Intendant Thomas Bellut nachdrücklich für den Kanal geworben.

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Mit ihrer angeblichen Entscheidung hätten die Politiker in Sachen Jugendkanal bereits zum zweiten Mal für eine Überraschung gesorgt. Bereits im März hatten sie die ARD/ZDF-Pläne abgewiesen und um Nachbesserung gebeten.

Eine offizielle Stellungnahme wird für den Nachmittag erwartet. Unklar ist noch die Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Sender überhaupt einen komplett neuen Kanal im Web starten dürfen.

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Alle Kommentare

  1. Die privaten dürfen sich abstrampeln, damit sie überhaupt im Netz überleben können und nun kommen die öffentlich-rechtlichen mit einem Haufen Geld. Wie soll das denn weitergehen?

    1. Und wo gibt es den zu sehen? Webseite? App? Stream-Url?
      Eine Stream-URL könnte ich evtl. In den Linux Satreceiver als Programmnummer setzen…

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