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iPad Air 2 und iPad mini 3 im Hands-on-Check: So fühlen sich die neuen Apple-Tablets an

Wer will ein iPad?
Wer will ein iPad?

Es ist leichter, dünner und schneller: Apple hat am Donnerstagabend das neue iPad Air 2 vorgestellt - zusammen mit seinem neuen, kleinen Bruder: dem iPad mini 3. Hat sich beim Mini-Tablet recht wenig getan, ist das das neue iPad Air ein grundsolides Update. MEEDIA hat beide Apple-Tablets in die Hand genommen.

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Der Druck war enorm: Während sich die neuen iPhones so schnell verkaufen wie kein anderes Smartphone in der Geschichte, kränkelt Apples Tablet-Sparte schon seit geraumer Zeit. Die großen Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC rufen derweil schon die Post-Tablet-Ära aus und rechnen mit rückläufigen Umsätzen bei iPad und Co.. Und dann stellte Apple auch noch ein 5,5 Zoll großes Phablet namens iPhone 6 Plus vor, das viele Apple-Fans vor die Frage stellte: Brauche ich jetzt überhaupt noch ein iPad?

Wenig Neues beim iPad mini 3

Rund einen Monat nach der iPhone-Keynote im Flint Center war es dann soweit: Auch wenn die Apple-Gemeinde sich über einen Retina-iMac und OS X Yosemite freuen darf, waren doch die neuen iPads die Stars des Abends. So gespannt ich auf ein neues iPad mini gewartet hatte, so ernüchtert war ich im Nachhinein. Bis das iPhone 6 Plus auf den Markt kam, war das Mini-Tablet der perfekte Kompromiss zwischen angemessen großem 7,9-Zoll-Display und guter Tragbarkeit.

iPad mini 3

Nach einem Jahr erwarte ich, dass das neue Modell – wenn es schon nicht dünner und leichter gebaut ist – zumindest über neue Hardware verfügt. Doch die beschränkt sich beim iPad mini leider auf Touch ID, den  Fingerabdruckscanner im Home-Button, und eine weitere, winzige Bohrung im Gehäuse für ein zweites Mikro, das bessere Tonaufnahmen ermöglichen soll. Im direkten Hands-on nach dem Event im Berliner Apple Store am KuDamm: Nimmt man den Vorgänger in die eine und das iPad mini 3 in die andere Hand, dann gibt es schlichtweg keinen Unterschied – einmal abgesehen von der neuen Gehäusefarbe Gold. Kamera, Display, Chipsatz: Dieselbe Technik ist auch im iPad mini Retina verbaut. Und das kostet in der kleinen Variante mit WLAN und 16 Gigabyte Speicher 100 Euro weniger. Immerhin funkt der Apple-Knirps jetzt schneller im WLAN und unterstützt mehr LTE-Bänder mit bis zu 150 Mbps. 

iPad Air 2: Ein rundum gelungenes Update

Enorm sind hingegen die Verbesserungen beim iPad Air 2. Das wiegt weniger als 469 Gramm und ist mit nur 6,1mm das dünnste Tablet der Welt. Zum Vergleich: Der Vorgänger, das iPad Air, war noch 1,4 Millimeter “dicker” und in der WLAN-Version 32 Gramm “schwerer”. Was nach sehr wenig klingt, macht in der Mobilbranche den Unterschied. Und so ist das neue iPad seinem Namen “Air” noch einen Schritt näher gekommen. Das merkt man, sobald man das iDevice zum ersten Mal in die Hand nimmt. Während die neue “Dicke” nur im direkten Vergleich mit dem Vorgänger den großen Unterschied macht, machen sich vor allem die wenigen Gramm weniger bemerkbar. Während mir das iPad Air zu schnell zu schwer in einer Hand wurde, dürfte sich das neue Tablet aus Cupertino von vielen besser mit einer Hand bedienen lassen.

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iPad Air 2

Eingespart hat Apple den Platz vor allem beim Display: Die Ingenieure haben das “Air Gap” zwischen der Elektronik und der Glasoberfläche eliminiert und beide Komponenten direkt miteinander verbunden. Das spart nicht nur wertvollen Platz ein, sondern soll laut Apple auch Reflexionen um bis zu 56 Prozent minimieren. Nun hat man bei einer Keynote nicht mit gleißendem Sonnenlicht zu kämpfen, aber läuft doch dem ein oder anderen Fotografen über den Weg. Die waren sich nach dem Event einig: Im direkten Vergleich mit den neuen iPads reflektiert das Display das iPad Air 2 weitaus weniger, wenn man es mit eingeschaltetem Blitz ablichtet. Den Härtetest im Freien bei Sonnenlicht muss das neue Apple-Tablet aber erst noch bestehen. 

Viel Wert auf die Kamera gelegt

Neu im iPad Air 2 ist auch der A8X-Chipsatz, eine Weiterentwicklung des A8, der derzeit im iPhone 6 und im iPhone 6 Plus zum Einsatz kommt. Ebenfalls neu: die iSight-Kamera mit acht Megapixeln und die Frontkamera mit 1,2 Megapixeln, schnelleres WLAN und LTE und Touch ID. Der Fingerabdruckscanner funktioniert nach der Einrichtung genauso einfach wie bei den aktuellen iPhones. Während gerade letztere Komponente vorab schon als gesetzt galt, überrascht mich doch, wieviel Wert Apple auf die Kamera im neuen iPad legt. In Verbindung mit iOS 8 liefr das Tablet jetzt auch Panorama in Fotos, Zeitraffervideos, Zeitlupen und 1080p HD-Videos. Die FaceTime HD Kamera erfasst angeblich 80 Prozent mehr Licht als die Kamera des iPad Air und bietet neben Burst Mode auch HDR-Fotos und -Video. Was die neuen Kameras taugen, muss ein ausführlicher Test belegen, der auch Aufschluss über das Arbeitstempo und die Akkulaufzeit geben wird. 

Reicht dieses neue Portfolio nun im Kampf gegen sinkende Verkäufe? Jein. Und es dürfte auch ein gut kalkuliertes Jein seitens Apple sein. Während das iPad Air 2 wieder einmal den Goldstandard im Tablet-Segment setzt, wirkt das lediglich mit Touch ID und einer neuen Gehäusefarbe ausgestattete neue iPad mini 3 wie eine Kapitulation vor dem Siegeszug der Selfies – allen voran des iPhone 6 Plus. Müsste ich mich spontan zwischen den neuen Apple-Tablets entscheiden, so würde meine Wahl klar auf das iPad Air 2 fallen. Hier hat der Konzern letztlich alles optimiert, was es zu optimieren gibt: Umfang, Gewicht, CPU, Display und die Kamera. Das ist Evolution – oder mit anderen Worte: solide Modellpflege.

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