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„Zu laut gekaut“: RTL wehrt sich gegen den Werberüffel für das Dschungelcamp

RTL-Medienpolitik-Chef Tobias Schmid kritisiert die ZAK.  Fotos: RTL.
RTL-Medienpolitik-Chef Tobias Schmid kritisiert die ZAK. Fotos: RTL.

In dieser Woche rügte die Kommission zur Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten RTL für die Produktplatzierung eines Schoko-Keks' im jüngsten Dschungelcamp "Ich bin ein Star - holt ich hier raus!". Die Kritik stößt bei RTL auf absolutes Unverständnis. Medienpolitik-Chef Tobias Schmid reagiert mit deutlichen Worten.

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„Ich frage mich, was die Landesmedienanstalten genau meinen, wenn sie sich bei öffentlichen Diskussionen für eine Überprüfung unsinniger Werberegularien aussprechen“, beginnt Schmid sein Statement. Damit deutet er auf die Rüge an, die heute Vormittag RTL erreichte. Ein Schokoriegel der Firma Leibniz ist bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ als Werbepartner aufgetreten. Um die Sendung herum platzierte das Unternehmen auf das Dschungelcamp zugeschnittene Werbung. Auch platzierte Leibniz sein Produkt gezielt in der Sendung.

„Jetzt wird eine legale Werbeform, die gekennzeichnet war, beanstandet, weil ein Kandidat beim Beißen in einen Schokoladenkeks zu laut gekaut hat“, beschwert sich Schmid. TV-Sender sind bei Produktplatzierungen verpflichtet, zu Beginn einer Sendung oder nach Werbeunterbrechungen entsprechende Hinweise einzublenden. Bei RTL ist dies der Fall gewesen.

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Schmid echauffiert sich weiter über die Sprunghaftigkeit der Medienanstalten, legt ihnen Willkür nahe. Die Werbekooperation mit Leibniz sei im vergangenen Jahr noch mit dem Product Placement Award Max ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Landesmedienanstalt (LfK) Baden-Württemberg unterstützt. Schmid macht der jetzige Stimmungswandel offenbar ratlos. Erst ein Preis, dann ein Tadel. Das „reduziert die Anzahl meiner Fragen zu dieser Entscheidung auch nicht.“

Gegen die Werbe-Kooperation scheint die ZAK jedoch generell nichts zu haben. Beanstandet wurde eine angeblich übertriebene Platzierung. In der Sendung “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” vom 24. Januar 2014 habe RTL mit der Form der Darstellung – die Teilnehmer seien sehr “enthusiastisch” gewesen – “die Grenze zur übermäßigen Hervorhebung des Produktes überschritten“, so die Medienwächter. 

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