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„Ooops. Das tut uns leid“: Bono entschuldigt sich für automatischen U2-Download bei iTunes

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Es war so gut gemeint: Das neue U2 Album "Songs of Innocence" – gratis für iTunes. Doch geschenkt war vielen Nutzer noch zu teuer: Der automatische Platzierung des Albums in der Einkaufsliste von iTunes provozierte viele wütende Proteste. Fünf Wochen später entschuldigte sich U2-Sänger Bono jetzt via Facebook und im neuen Zeit Magazin.

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Es war einer der skurrilsten Augenblicke der Apple-Keynote: Tim Cook holte U2 auf die Bühne und kündigte den kostenlosen Download des neuen Albums „Songs of Innocence“ an. Doch der vermeintliche Coup wird zum Bumerang: Das Social Web ist voll von Klagen über die 72 MB Speicherplatz, die das Überraschungs-U2-Album unaufgefordert verbraucht.

Nach der Shitstorm einfach nicht abschwellen wollte, zog auch Apple nun die Notbremse und stellte für Nutzer eine Anleitung bereit, wie sie ihr kostenloses U2-Album schnell wieder entsorgen konnten –  mit einem Klick hatte der Rock-Albtraum ein Ende. Immerhin: 26 Millionen der über 500 Millionen iTunes-Kunden luden das Album aktiv herunter, 81 Millionen hörten sich das Werk an.

„Ooops. Das tut uns leid. Wir sind vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen“

Doch die Kritik bleibt. „Könnt Ihr bitte nie wieder ein Album veröffentlichen, das automatisch in die Wiedergabeliste der Nutzer geladen wird? Das war wirklich sehr unhöflich“, merkte ein Fan in der Frage-und-Antwort-Session an, die U2 turnusmäßig auf Facebook für seine Fans veranstaltet.

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Post by U2.

Bono nahm sich der Kritik persönlich an: „Ooops. Das tut uns leid. Wir hatten diese tolle Idee und sind damit vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen. Künstler sind anfällig für so was. Ein Tropfen Größenwahn, ein Anflug von Großzügigkeit, eine Spur PR in eigener Sache und die große Sorge, dass diese Songs, in die wir Jahre unseres Lebens gesteckt haben, vielleicht nicht gehört werden. Es hat eine Menge Lärm gemacht, aber wir waren selbst etwas laut“ Selbstkritik klang nie weiser als aus dem Mund aus Bono.

Auch im neuen Zeit Magazin verteidigt sich der US-Sänger noch einmal. So sei der Ablauf unglücklich gewesen: „Wir hätten am Tag der Apple-Präsentation mit vielen Medienvertretern sprechen müssen, um unser Vorgehen zu erläutern.“ Denn, nicht in der Aktion, sondern im Nichtverstehen sieht Bono das Problem: „Die haben eben alle nicht kapiert, was wir getan haben.“

Zumindest finanziell scheint sich die PR-Aktion gelohnt zu haben. „Wir haben nämlich gar nichts verschenkt! Wir als Band wurden erstklassig bezahlt. Und Apple hat dann unsere Musik den Kunden geschenkt.“

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