Als News-Aggregator etabliert: Wie sich LinkedIn zum wichtigen Traffic-Bringer entwickelte

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Soziale Netzwerke haben sich längst zum wichtigen Vertriebskanal für Nachrichtenseiten entwickelt. Nahezu jedes Medium hat einen Auftritt bei Twitter oder Facebook. Doch auch in Karriere-Netzwerken wie LinkedIn lässt sich nennenswerter Traffic abgreifen. Newsseiten als Profile riegeln die Betreiber allerdings ab. Dafür haben sie Plattformen innerhalb der Netzwerke entwickelt, auf denen Nachrichten-Macher stattfinden wollen.

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Neben der Hauptaufgabe Menschen beruflich miteinander zu vernetzen, hat LinkedIn bereits 2007 begonnen seine Nutzer auch über Branchenrelevantes zu informieren. Mit einer eigenen News-Strategie spielt das Netzwerk aus den USA mittlerweile eine einflussreiche Rolle im Traffic-Geschäft für Newssites. Wie Online Marketing Rockstars Daily erläutert, verschafft LinkedIn Nachrichtenseiten innerhalb weniger Tage bis zu 880.000 Seitenaufrufe pro Artikel.

LinkedIn hat sich mittlerweile zu einer eigenen Nachrichtenseite gewandelt. Nachdem man vergangenes Jahrzehnt damit begann, für Nutzer interessante Links in einer Box zu sammeln, entwickelte sich das Angebot 2011 zu einer eigenen Seite im Netzwerk. Im selben setzte LinkedIn auch personell ein Zeichen, das journalistische Produkt ernsthaft zu entwickeln. Im Juli verpflichtete das Netzwerk US-Journalist Dan Roth, der damals für das US-Wirtschaftsmagazin Fortune tätig war. Bis heute ist Roth Chefredakteur dortiger Chefredakteur. Unter ihm entwickelte sich das Produkt mit eigenen Inhalten weiter. Er ließ Gast-Autoren wie US-Präsident Obama oder Mitt Romney unter dem Namen Influencer’s Network Beiträge veröffentlichen. 2013 übernahm LinkedIn dann den News-Aggregator Pulse. Mit dem Zukauf sollte das Netzwerk aufschließen zu Traffic-Bringern wie Google und Facebook.

Denn Pulse arbeitet mithilfe eines Algorithmus. Er filtert für den Nutzer interessante Inhalte, orientiert sich nach Interessen und Beruf. Das Agenda Setting orientiert sich nach so genannten Social Signals. Je mehr Aufmerksamkeit ein Artikel durch Likes oder Kommentare erfährt und je häufiger er weiterverbreitet wird, als desto wichtiger stuft Pulse ihn ein.

Xing holt sich Inspiration

Wie die US-Site Digiday berichtet, ist LinkedIn damit besonders für Wirtschaftsnachrichten zu einer bedeutenden Größe im Netz geworden. Namhafte Medien wie Bloomberg, Business Insider oder Quartz seien darum bemüht eine möglichst große Relevanz im News-Aggregator zu spielen. Deutlich wird allerdings, dass auch im Karriere-Netzwerk die beliebtesten Themen möglichst seichte statt harte Wirtschafts-News sind. Wie Online Marketing Rockstars Daily festhält, sind zwar Zahlen von bis zu fast 900.000 Aufrufe innerhalb weniger Tage möglich. Jedoch geht es in solchen Fällen beispielsweise um Themen wie Flirten am Arbeitsplatz.

LinkedIn’s Strategie spiegelt sich in der von Xing wider. Auch in Hamburg arbeitet man an der Weiterentwicklung. Laut eigenen Aussagen verfolge man nicht mehr das Ziel, nur Karriere-Netzwerk zu sein. Es gehe darum ein Anbieter zu werden, der „Berufstätigen ein besseres Arbeitsleben“. Dazu gehört auch die Information. Im Sommer dieses Jahres startete Xing seine Branchen-News. In Newslettern aggregiert ein Algorithmus für seine Empfänger relevante Nachrichten. Ansätze eines eigenen News-Bereiches gibt es mit dem Projekt „Neue Arbeitswelt“der Ratgeber-Tipps bereitstellt. Aktuell befinde man sich noch in der Beta-Phase und denkt über Erweiterungen nach, erklärt das Unternehmen. Eine wichtige Rolle dabei spiele das Thema Mobilität.

 

 

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