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Meck-Pomm-Regierung: Die stolzen Social-Media-Verweigerer von der Waterkant

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Modern, technologiefreundlich und frischen Innovationen stets aufgeschlossen. So präsentiert sich die Landesregierung von Mecklenburg Vorpommern - gerade nicht. Via Pressemitteilung verriet der oberste Datenschützer des Landes gerade, dass die Schweriner "auf Auftritte in sozialen Medien wie Facebook und Twitter verzichten. Sie sehen in diesen Plattformen keinen größeren Nutzen, der den Einsatz des dafür erforderlichen Personals rechtfertigen würde".

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An einer möglichst bürgernahen Kommunikation scheinen die Schweriner und Ministerpräsident Erwin Sellering offenbar nicht direkt interessiert zu sein. Ihr Datenschutzbeauftragter, Reinhard Dankert, begrüßt diesen Verzicht jedoch ausdrücklich. „Nicht nur die Landesregierung sondern alle öffentlichen Stellen sollten sich ihrer Vorbildwirkung bewusst sein und nicht dazu verleiten, datenschutzrechtlich fragwürdige Angebote zu nutzen“.

Immerhin ist der Ministerpräsident konsequent und unterhält auch als Politiker keine Facebook-Seite. Das gilt jedoch nicht für Twitter. Seit Dezember 2009 ist der SPD-Mann beim Kurznachrichtendienst angemeldet. Allerdings setzte er erst einen einzigen Tweet ab. Text: „test test test“.

Sein Koalitionspartner ist in Sachen Social-Media-Verzicht allerdings nicht ganz so geradlinig wie der Landesvater. Sein Stellvertreter, Lorenz Caffier, von der CDU verfügt über eine Facebook-Seite, die allerdings auch nur 554 Nutzern gefällt.

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Alle Kommentare

  1. Lieber Alexander Becker,

    Ihr Beitrag verfolgt eine interessante Intention, ist aber unsauber recherchiert und inhaltlich zu oberflächlich, um die Landesregierung als „Social-Media-Verweigerer“ zu bezeichnen.

    Das fängt schon in der Überschrift an: „Waterkant“ kommt zwar aus dem Plattdeutschen, bezeichnet aber in der Regel nur norddeutsche Küsten. Mecklenburg-Vorpommern liegt an der Ostsee.

    Der „test test test“-Tweet sieht vermeintlich lustig aus – das Profil @Erwin_Sellering ist aber nicht authorisiert. Das bestätigte der Regierungssprecher schon 2012. Ihr Satz „Seit Dezember 2009 ist der SPD-Mann beim Kurznachrichtendienst angemeldet.“ stimmt nicht.

    Einer gesamten Regierung Verweigerung vorzuhalten, ist zu kurz gedacht. Einzelne Minister sind aktiv, zum Beispiel der erwähnte Lorenz Caffier oder auch Mathias Brodkorb. Die Landeszentrale für politische Bildung twittert. Die Kampagnen „MV tut gut“ (Staatskanzlei) und „Durchstarten in MV“ (Wirtschaftsministerium) sind sehr aktiv bei Facebook.
    Dass der Datenschutzbeuaftragte hierzu eine kritische Position hat, ist nicht verwunderlich und auch in anderen Bundesländern so. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Novum.
    Um den journalistischen Anspruch von meedia.de zu rechtfertigen, hätte ich mir eine tiefere Recherche gewünscht. Zum Beispiel, bei einzelnen Ministerien nachzufragen, warum man denn nicht das Personal dafür einsetzen möchte. Oder warum nur in Form der oben genannten Kampagnen Social-Media-Arbeit geleistet wird. Oder den Vergleich zur Legislative zu ziehen und einzelne Landtagsabgeordnete zu befragen.

    Schade.

    (Letztlich ist es da auch keine Überraschung, dass sie das Landeslogo mit falschen Farben ins Beitragsbild eingebunden haben.)

  2. Bei der Internetanbindung im MeckPom und Brandenburg frage ich mich: Wie soll ich Bürgerin da socialmedialen?

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