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Martin Sonneborn ärgert ungarischen EU-Kommissionskandidaten mit Hitler-Frage

EU-Parlamentarier Martin Sonneborn
EU-Parlamentarier Martin Sonneborn

Buzzer Nachdem Martin Sonneborn, der für die Satire-Partei Die Partei im EU-Parlament sitzt, bereits den designierten Digital-Kommissar Günther Oettingermit einer Frage nach seinen früheren Verfehlungen piesackte, nahm sich Sonneborn nun den designierten EU Kommissar für Bildubg, Jugend, Kultur und Bürgergesellschaft, den Ungarn Tibor Navracsics vor.

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Navracsics‘ Berufung zum EU-Kommissar ist umstritten. Er soll an den viel kritisierten neuen ungarischen Mediengesetzen mitgewirkt haben, die viele als eine Beschneidung der Pressefreiheit ansehen. Er ist Mitglied in der rechts-konsrvativen Regierungspartei Fidesz.

Sonneborn fragte ihn wörtlich:

In Ihrem Land stehen antisemitische Schriftsteller wie Albert Wass, Jószef Nyirö, Cécile Tormay auf den Lehrplänen der Schulen. 21 Prozent der Ungarn sympathisieren mit den Rechtsextremen. Dürfen wir, wenn Sie Kommissar für Kultur, Bildung, Jugend und Bürgerrechte werden, darauf hoffen, dass ‚Mein Kampf‘ von Adolf Hitler oder ‚Das Kleine ABC des Nationalsozialisten‘ von Joseph Goebbels, zur Pflichtlektüre der europäischen Jugend gehören werden?

Navracsics erwiderte, dass er kein Antisemit sei und ein gutes Verhältnis zur Jüdischen Gemeinschaft in Ungarn pflege. Dass die genannten, erwiesenermaßen antisemtischen Schriftsteller unter der Fidesz-Regierung Teil der ungarischen Lehrpläne wurden, wie Sonneborn ausführte, ist allerdings korrekt.

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Alle Kommentare

  1. Ich will ja nicht wirklich zicken, aber im Vergleich zum Video und dessen O-Ton hat die Meedia-Übersetzung nicht wirklich viel mit der geschriebenen Antwort zu tun – außer des guten Verhältnisses zur jüdischen Gemeinschaft. Was ist jetzt richtig?

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