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Google verschiebt Snippet-Rausschmiss auf Bitten der VG-Media-Verlage

Philipp Justus, Managing Director Google Germany
Philipp Justus, Managing Director Google Germany

Die Deadline ist verstrichen. Eigentlich wollte Google seit dem gestrigen Donnerstag keine Snippets der Verlage mehr anzeigen, die mit Hilfe der VG Media ein Leistungsschutzrecht ihrer Inhalte gegenüber der Suchmaschine durchsetzen wollen. Auf Wunsch der betroffenen Medienhäuser hat das US-Unternehmen den Schritt verschoben.

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„Uns haben die in der VG Media organisierten Verlage gebeten, die angekündigte Umstellung etwas zu verschieben“, erklärte ein Google-Spreche gegenüber MEEDIA. „Wir haben diesem Wunsch entsprochen und werden deshalb erst ab 23. Oktober 2014 Snippets und Thumbnails der betreffenden Verlage nicht mehr anzeigen.“

Keine Angaben macht Google zu der Frage, warum die Verlage um eine Fristverlängerung gebeten haben. Tatsächlich dürften die Chancen der VG Media, juristisch gegen den angekündigten Schritt des US-Unternehmens vorzugehen, nicht gut stehen. Am Wochenende hatte bereits das Bundeskartellamt erklärt, keine Einwände gegen die Snippets-Auslistung zu haben.

Aus dem Kartellrecht lasse sich keine Verpflichtung ableiten, das Betreiber von Suchmaschinen Textausschnitte entgeltlich erwerben müssten, sagte Andreas Mundt, der Chef der Behörde, der Nachrichtenagentur Reuters.

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“Auf der anderen Seite haben wir Google gegenüber deutlich gemacht, dass eine Totalauslistung einzelner Verleger eine kartellrechtlich relevante Diskriminierung sein könnte”, sagte Mundt. Eine bloße Beschränkung auf die Überschriften der Verlagsbeiträge, wie sie Google nun angekündigt habe, sei aber von einer Totalauslistung aber deutlich entfernt.

Mitte der vergangenen Woche hatte Philipp Justus, der Managing Director Google Deutschland, in einem Blogposting erklärt, dass für Internetseiten, die von der VG Media vertreten werden, ab den 9. Oktober nur noch Links und Überschriften angezeigt würden.

Die Verlage, die in der VG Media organisiert sind, allen voran Axel Springer und Burda, haben bei der Regierung das so genannte Leistungsschutzrecht durchgeboxt. Sie sind der Meinung, dass Google für die Verwendung der kleinen Textausschnitte (Snippets), die auf den Suche-Ergebnisseiten angezeigt werden, zahlen muss. Google zieht nun die Konsequenz will Snippets und Thumbnails, also Vorschaubilder, der VG Media Verlage aus seinen Angeboten rausschmeißen, um gegen Klagen gefeit zu sein.

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