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Steve Ballmer und Bill Gates: Das Ende einer Männerfreundschaft

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Eiszeit zwischen den beiden ehemaligen Microsoft-Chefs, die die Geschicke des Software-Riesen für fast vier Jahrzehnte bestimmten: Bill Gates und Steve Ballmer reden kein Wort mehr miteinander, berichtet Vanity Fair. Der Grund für den Bruch der beiden Microsoft-Urgesteine: Bill Gates' Rolle bei der Entlassung von Steve Ballmer.

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Sie waren Studienfreunde in Harvard: Bill Gates, der geniale Microsoft-Gründer, und Steve Ballmer, Mitarbeiter Nummer 30 bei der Softwareschmiede. Zur Jahrtausendwende übergab Gates an den bulligen Ballmer. Nach fast 14 Jahren war im vergangenen Jahr Schluss: Ballmer trat ab, angeblich aus eigenen Stücken.

Doch schon bald kursierten andere Versionen der Demission. Im vergangenen Jahr ließ Kara Swisher, damals noch beim Wall Street Journal, durchblicken, dass Gates Ballmer die Rückendeckung entzogen und ihn so seinem schnellen Schicksal überlassen hätte. Monate zuvor hatte Gates bereits erstaunlich offenherzig bei CBS eingestanden: „Ganz klar: Wir haben Fehler gemacht“. Und meinte damit vor allem: CEO Steve Ballmer.

Steve Ballmer: Amtszeit hat unter Bill Gates‘ Einfluss gelitten

Den letzten großen Fehler leistete sich Ballmer dann mit der Übernahme der Handysparte von Nokia, die gegen den Willen des Aufsichtsrats erfolgte, wie die Businessweek bereits im Juli enthüllte. Vanity Fair bestätigt diese Version nun: Bill Gates, der von Ballmers Entschlossenheit wusste, soll nicht versucht haben, den Aufsichtsrat von einer anderen Meinung zu überzeugen. Microsoft übernahm Nokias Handysparte, Ballmer reichte jedoch nur zwei Monate später seinen Rücktritt ein.

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Seitdem sprechen die beiden Studienfreunde kein Wort mehr miteinander, heißt es. Mehr noch: Steve Ballmer gibt in der Vanity Fair in einer opulenten Reportage, für die Starfotografin Annie Leibovitz engagiert wurde, hochinteressante Einblicke in seine Amtszeit, die lange unter Bill Gates‘ Einfluss gelitten habe.

„Ich hatte nicht die ganze Kontrolle, bis Bill ging“

Gates trat bekanntlich 2000 als Microsoft-CEO zurück, blieb dem einst wertvollsten Konzern der Welt aber bis 2008 als führenden „Software-Architekt“ erhalten. „Ich hatte nicht die ganze Kontrolle, bis Bill ging. Er wusste nicht, wie er loslassen und mich meine Arbeit als CEO machen lassen sollte, und ich wusste auch nicht, wie“, tritt Ballmer nach.

Interessanterweise spielt Bill Gates bei Microsoft nach der CEO-Übernahme bei Microsoft wieder eine prominentere Rolle und verbringt wieder ein Drittel seiner Arbeitszeit in Redmond als „Gründer und Technologie-Berater“. Ob sich die Geschichte der Einflussnahme wiederholt? Niemals geht man bekanntlich so ganz.

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