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Ove Saffe: SpOn 2015 teilweise kostenpflichtig, erster Samstags-Spiegel am 10. Januar

Will die Strukturen an der Ericusspitze verändern: Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe.
Will die Strukturen an der Ericusspitze verändern: Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe.

Während an der Hamburger Ericusspitze weiterhin Machtkämpfe ausgetragen werden und über die Ausrichtung von Spiegel und Spiegel Online gestritten wird, versuchen Chefredakteur Wolfgang Büchner und Geschäftsführer Ove Saffe weiter, ihre Pläne umzusetzen. Laut Saffe werden Teile von Spiegel Online ab kommendem Jahr kostenpflichtig. Der erste Samstags-Spiegel soll zudem am 10. Januar erscheinen.

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Zwar bleibe der generelle Zugang zur Website weiterhin kostenfrei, allerdings sollen einzelne Inhalte kostenpflichtig angeboten werden. Wofür der Nutzer letztlich in den Geldbeutel greifen muss, werde nach „Werthaltigkeit“ entschieden. Auch die bereits angebotenen Magazin-Inhalte sollen in Zukunft anders präsentiert werden. Sie sollen nicht mehr als ganzes Heft, sondern nach Inhalten und Ressortzugehörigkeit aufgeteilt und somit an „völlig unterschiedlichen Stellen“ angeboten werden, zitiert die dpa Saffe. Der Auftritt von Spiegel Online werde sich „komplett verändern“.  Die Bezahlung werde voraussichtlich in einem Abo-Modell für den dauerhaften Bezug der „Extras“ geregelt sein. Es gilt den Verkauf digitaler Inhalte von Spiegel Online zu forcieren. Erst vor knapp drei Monaten verkündeten die Spiegel-Online-Chefs Barbara Hans und Florian Harms aber auch, dass man weiterhin am Modell der Werbefinanzierung festhalte. 

Eigenen Angaben zufolge verdient Spiegel Online zwar Geld und weist ordentliche Renditen vor. Allerdings verliert das Heft weiter an Auflage – wie andere Zeitschriften auch.

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Um langfristig am Markt existieren zu können, muss sich auch der Spiegel reformieren. Daran arbeiten Büchner und Saffe unter dem ProjektnamenSpiegel 3.0„. Das Verhältnis zwischen Büchner und seinen Print-Ressortleitern ist zerrüttet, das Verhältnis zwischen Print- und Online-Mitarbeitern gilt nach wie vor als gespannt.

Einige Veränderungen am Blatt konnte Büchner bereits umsetzen. So verpasste der dem Spiegel Mitte dieses Jahres einen inhaltlichen Relaunch, holte sogar Spiegel-Online-Kolumnisten ins Heft. Anfang nächsten Jahres soll das Nachrichtenmagazin zudem früher in der Woche erscheinen. Statt montags soll der Spiegel bereits samstags am Kiosk liegen. Im Hamburger Club für Wirtschaftsjournalisten datierte Saffe die Umstellung auf den 10. Januar. 

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