Anzeige

Burda Journalistenschule kürzt Volo-Gehälter, investiert aber stärker in Ausbildung

Geringere Volo-Gehälter für mehr Investitionen: Nikolaus von der Decken kürzt seinen Volos das Gehalt.
Geringere Volo-Gehälter für mehr Investitionen: Nikolaus von der Decken kürzt seinen Volos das Gehalt.

Wie viel ist der Nachwuchs wert? Nach den Einschnitten an der Henri-Nannen-Schule kürzt auch die Burda Journalistenschule die Volontärsgehälter. Laut dem Medienmagazin Journalist zahlt der Verlag Neu-Volos 220 Euro weniger pro Monat. Burda hat dies gegenüber MEEDIA bestätigt. Von Kürzungen allein könne aber nicht gesprochen werden, so Schulleiter Nikolaus von der Decken.

Anzeige
Anzeige

Dass bei den Volontären gespart werde, sei „so richtig wie falsch“. Zwar zahlt die Burda Journalistenschule seit Oktober neuen Volontären 1.480 Euro statt wie bisher 1.700 Euro brutto pro Monat. Allerdings werde gleichzeitig in jeden Volontär mehr investiert als vorher, so von der Decken.

Anders als im Fall der Henri-Nannen-Schule gäbe es nämlich keine Budgetkürzungen. Insgesamt haben wir 2014 die Investments in die Ausbildung der Journalistenschüler um 17,6 Prozent erhöht.“  So seien die Mietzuschüsse für Volontäre an unterschiedlichen Standorten „drastisch erhöht“ worden. Außerdem ermögliche die Schule seit diesem Jahr auch Auslandsaufenthalte in Burda-Redaktionen. „Unsere Volontäre rotieren also mehr und bekommen entsprechend finanzielle Unterstützung“, so der Schulleiter. Das freigewordene Kapital durch die Gehaltskürzungen fließe ebenfalls in die Ausbildung zurück. Nicht gekürzt wurde bei der Anzahl der Gehälter. Volontäre bekämen weiterhin ein 13. Monatsgehalt. Von der Decken sagte zudem, dass auch knapp 1.500 Euro im direkten Vergleich mit anderen Journalistenschulen immer noch hoch sei. 

Anzeige

In den vergangenen Wochen verkündeten Medienhäuser nach und nach strikte Sparprogramme. Die Einschnitte im Verlagshaus Gruner + Jahr bedeuten für neue Nannen-Schüler eine Ausbildungsbeihilfe von nur noch 400 Euro statt 761 Euro pro Monat. Des weiteren werden künftig weniger Volontäre angenommen als bisher. Im gesamten Verlagshaus, das gerade komplett von Bertelsmann übernommen worden ist, verkündete man zudem einen Personalabbau in großem Stil. Kahlschläge gibt es auch bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (200 Stellen) sowie bei den südhessischen Echo Medien, die auf mehr als 50 Prozent ihrer Belegschaft verzichten wollen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*