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Microsoft versucht mit Windows 10 die Neuerfindung


Der Turnaround läuft: Microsoft CEO Satya Nadella
Der Turnaround läuft: Microsoft CEO Satya Nadella

Zurück in die Zukunft? Der Softwareriese versucht bei der Vorschau auf sein neues Betriebssystem Windows 10 den Spagat zwischen Anleihen an de Vergangenheit und einem Neustart. Die Börse reagiert achselzuckend.


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Wer hätte das noch vor einem Jahr gedacht: Plötzlich ist Microsoft wieder drauf und dran, Google an der Börse zu überrunden. Um fast ein Drittel legte die haussierende Microsoft-Aktie binnen der vergangenen 52 Wochen zu – und befindet sich mit einem Börsenwert von 382 Milliarden Dollar wieder in unmittelbarer Schlagdistanz zum Internetriesen, der es aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 394 Milliarden Dollar bringt.

Kurstreiber Nummer eins: Die mit dem neuen CEO Satya Nadella verbundene Hoffnung auf eine Erneuerung des 39 Jahre alten Techpioniers. Wie die im Kerngeschäft aussehen wird, zeigte Microsoft gestern bei einer Vorschau auf die nächste Generation seines Betriebssystems, das erst Mitte nächsten Jahres in den Handel kommen soll.

Anleihen an Windows 7: Startmenü kehrt zurück 
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Überraschenderweise folgt auf Windows 8 nun Windows 10. Weil es Zeit für eine neue Ära in der Historie des Betriebssystem sei,  „wäre es nicht richtig, es Windows 9 zu nennen“, erklärte Terry Myerson, der der OS-Unit beim Software-Riese aus Redmond vorsteht. Dabei ist Windows 10 in einger Hinsicht indes ein Rückschritt: Das aus der Vor-Vorgänger-Version Windows altbekannte Startmenü kehrt etwa zurück.

Verstärkt wurde indes der Anspruch, ein Look-und-Feel zu kreieren, das auf allen Endgeräten – ganz gleich, ob PC, Tablet, Smartphone oder der Xbox – im Kachel-Stil vertraut aussieht und in der Größe und Anordnung veränderbar ist. „Wir bieten eine Anwendungs-Plattform, einen App-Store, einen Weg, um auf allen Geräten Apps zu kaufen, zu entdecken und upzudaten“, erklärte Myerson Microsofts neues Kredo der Einfachheit.

Wie es in der Praxis ausfällt und zu welchem Preis Windows 10 angeboten wird, dürfte erst zum Launch Mitte nächsten Jahres feststehen. Entsprechend achselzuckend reagierte die Börse: Die Microsoft-Aktie gab marginal um 0,17 Prozent nach.

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