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Überflieger GoPro: Neue Hero-Generation vorgestellt, Kurs fast vervierfacht


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Es ist die größte Erfolgsstories des bisherigen Börsenjahres: Neuling GoPro, der erst Ende Juni an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq debütierte, hat seinen Wert in nur drei Monaten fast vervierfacht. Der Grund für die jüngste Anleger-Euphorie, die den 12 Jahre alten Sportkamera-Hersteller inzwischen schon deutlich wertvoller macht als die Lufthansa: Die neue Generation der beliebten Actioncam Hero 4.

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Der Geist von 1999 scheint greifbar – und er hat einen Namen: GoPro. Seit genau drei Monaten ist der Darling des Silicon Valleys an der Technologiebörse Nasdaq notiert – und der Erfolg will einfach nicht abreißen. Als die Aktie des Actioncam-Anbieters Ende Juni für 24 Dollar am oberen Ende der Ausgabespanne platziert wurde, schien sie teuer: 3 Milliarden Dollar Börsenwert bei nur 60 Millionen Dollar Gewinn pro Jahr?

Egal, Anleger trauten GoPro offenbar mehr zu. Als erster Kurs leuchtete Ende Juni 28,65 Dollar an der Nasdaq auf. Am Ende blieb die Kurstafel sogar bei 31,35 Dollar stehen – ein sattes Plus von 31 Prozent. Allein gestern zog das Papier nochmals 11 Prozent an – es war der siebte Handelstag nacheinander im Plus. Kein Vertipper: Bei sage und schreibe 90,94 Dollar blieb die GoPro-Aktie gestern stehen.

Neue Hero-Modelle lösen Börsenhype aus
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Der 2002 vom Vorzeige-Surfer Nicholas Woodman gegründete Hersteller von wasserdichten und stoßsicheren Videokameras ist damit plötzlich schon mehr als 10 Milliarden Dollar wert. Im Kontext: Das sind alleine drei Milliarden Dollar mehr als die deutsche Lufthansa heute wert ist!

Woher kommt nun der totale Höhenrausch? Das kalifornische Unternehmen stellte gestern die neue Generation seines Kassenschlagers vor: Die Actionkamera Hero 4, die Videos in 4K-Qualität aufzeichnet und ab kommenden Montag, den 5. Oktober, im Handel erhältlich sein soll. Das allerdings für den enorm stolzen Preis von 480 Euro! Aber auch ein Einsteigermodell wurde präsentiert: Die GoPro Hero für nur 125 Euro.

Während die Börse nicht genug von GoPro kriegen kann, sieht Business Insider-Gründer und Chefredakteur Henry Blodget Parallelen zur Internet-Manie um die Jahrtausendwende und mahnt zur allerstengrößten Vorsicht: „Jeder, der glaubt, dass GoPro zehn große Jahre Wachstum vor sich hat“ – denn das würde die aktuelle Bewertung implizieren – „der halluziniert.“ Es wäre nicht das erste mal in der Geschichte der Technologiebörse.

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