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Zurück im Bewegtbild-Business: Georg Kofler will offenbar bei Netflix-Konkurrent Watchever einsteigen

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Der ehemalige Premiere-Chef Georg Kofler plant offenbar sein Comeback im Pay-TV-Business. Wie der Spiegel berichtet, stünde der 56-Jährige als Investor für das Deutschland-Geschäft des kriselnden Streaming-Anbieters Watchever bereit. Damit der erfahrene Medienmanager tatsächlich beim Netflix-Kokurrenten einsteigt, müsste der französische Mutterkonzern Vivendi bereit sein die Anlaufverluste von rund 100 Millionen Euro zu übernehmen.

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Seit Monaten bereits sucht Vivendi einen Käufer für das Deutschland-Geschäft seiner Web-Tochter. ProSiebenSat.1, Sky und sogar Netflix sollen nach ersten Gesprächen abgesagt haben. Dabei soll es dem Streaming-Anbieter sogar gelungen sein, rund 350.000 Kunden von dem eigenen Angebot zu überzeugen.

Die Situation bei Watchever gilt aktuell als unübersichtlich. So haben in der vergangenen Woche die beiden Deutschland-Manager Sabine Anger und Stefan Schulz hingeworfen. Offizielle Begründung: „Unterschiedliche Auffassungen zur zukünftigen Ausrichtung des Online Video Streaming Anbieters haben zu einer einvernehmlichen Lösung geführt“. Als neuen Boss schickt Vivendi nun erst einmal Karim Ayari von Paris nach Berlin.

Laut Spiegel waren Anger und Schulz allerdings seit Ende Juli schon nicht mehr als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Weiter berichtet das Nachrichtenmagazin, dass jedoch beide weiter an einem Konzept für die Übernahme der Firma arbeiten und hierfür mit Geldgebern im Gespräch wären.

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Watchever gelang es hierzulande offenbar bislang nicht, trotz einer großen Kooperation mit Bild.de, genügend Marktanteile zu gewinnen, um eine mittelfristige Überlebenschance gegen Netflix, Maxdome oder auch Sky zu haben. Der Wettbewerb unter den Online-Videotheken bzw. Streamingdiensten, die längst nicht mehr nur untereinander, sondern auch mit klassischen Pay-TV-Anbietern oder auch mit Entertain von der Telekom konkurrieren, wird immer härter und kostspieliger.

Denn die besten Überlebenschancen hat der Dienst, der seinen Kunden die besten Inhalte, sprich Serien und Filme bieten kann. Deshalb soll Kofler neben der Übernahme der Anlaufverluste von Vivendi auch noch ein anständiges Mitgift in Form von möglichst vielen exklusiven Filminhalten fordern.

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