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Politico-Chefredakteur John Harris: Europa-Ausgabe startet im 1. Halbjahr 2015

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Europäisches Joint-Venture: Springer-Chef Mathias Döpfner (l.), Politico-Chefredakteur John Harris

Das Politikportal Politico startet voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres in Europa. Das sagte Chefredakteur John F. Harris im Gespräch mit MEEDIA. Details über den Start von Politico Europe, das im Joint Venture mit Axel Springer in Brüssel aufgebaut wird, stehen laut Harris noch nicht fest.

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Politico ist eine der Erfolgsgeschichten der US-Medienbranche. Das Portal, gegründet 2007, berichtet über das Innenleben des politischen Washington. Ein Großteil der Geschichten ist informativer Stoff für Insider – Politico hat damit auch etablierten Titeln wie der New York Times und der Washington Post massiv Konkurrenz gemacht. Politico – laut Angaben von Harris profitabel – veröffentlicht Online-News wie eine kostenpflichtige Pro-Version und eine gedruckte Ausgabe.

Europa habe schon lange auf der Liste der Dinge gestanden, die man angehen wollte, sagte Harris. Ende des vergangenen Jahres habe es erste Kontakte zu Springer gegeben. Nun baut Harris ein Büro in Brüssel auf. Wie viele Mitarbeiter eingestellt werden – noch unklar. In Washington beschäftigt Politico rund 300 Mitarbeiter.

Harris war am Montag auch Gastredner beim Zeitungsverlegerkongress des BDZV. Wenn es um die Herausforderungen der Medienbranche gehe, sei die USA Europa um etwa zehn Jahre voraus, sagte er in seinem Vortrag. Es ergebe keinen Sinn, Online-Reichweite hinterherzulaufen. Politico richte sich an einen Zirkel von Politik-Profis – und denen verkaufe man Profi-Inhalte. Laut Harris hat Politico rund 10.000 individuelle und 1.500 Unternehmens-Abonnenten. Und die kosten, verriet Mathias Döpfner, Harris‘ Gesprächspartner bei dessen BDZV-Auftritt, bis zu 10.000 Dollar im Jahr.

Ein ausführliches Interview mit John F. Harris in Kürze bei MEEDIA.

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Alle Kommentare

  1. Unternehmens-Abonnenten kosten bis zu 10.000 Dollar im Jahr? Wenn der Satz so stimmt, verstehe ich ihn nicht.

  2. Unternehmens-Abonnenten kosten bis zu 10.000 Euro im Jahr? Wenn der Satz so stimmt, verstehe ich ihn nicht.

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