Anzeige

Nach Vorbild Pro Quote: Regisseurinnen kämpfen für mehr Aufträge

pro-quote-frauenquote.png

Im Juni dieses Jahres zog Pro Quote Halbzeit-Bilanz und feierte eine bisher positive Bilanz. Die Initiative verlangt bis 2017 30 Prozent der Führungspositionen in der Medienbranche mit Frauen zu besetzen. Eine Sonderinitiative nach diesem Vorbild soll nun Frauen beim Film unterstützen, berichtet der Spiegel. Denn Regisseurinnen bekämen weniger als 15 Prozent der Filmaufträge aus TV-Sendern.

Anzeige
Anzeige

170 Mitglieder hätten sich bereits zur Initiative Pro Quote Regie zusammengeschlossen. Sie wollen die Filmbranche dazu anhalten, die Vergabe von Aufträgen an Frauen zu erhöhen und verlangen eine gerechtere Verteilung von Fördermitteln bei Kino- als auch TV-Produktionen. In der Initiative engagiert sind unter anderem „Männer“-Regisseurin Doris Dörrie, sowie die Schauspielerinnen Senta Berger und Veronica Ferres. Wie bei der Hauptinitiative Pro Quote können auch Männer Unterstützer sein. Den Regisseurinnen stehe Volker Schlöndorff zur Seite.

Wie Pro Quote Regie behauptet, würden weniger als 15 Prozent der Regieaufträge von TV-Sendern an Frauen gehen. Die Initiative schließt sich den Pro-Quote-Forderungen nach 30 Prozent bis 2017 an. In fünf Jahren sollen Regisseurinnen aber bereits 42 Prozent der Filmaufträge einstreichen. 2025 dann sollen Regisseurinnen wie auch Regisseure vollkommen gleichberechtigt werden. Des Weiteren verlangt die Gruppierung eine umfassende Studie zum Werdegang von Regisseurinnen sowie zur Vergabepraxis von Aufträgen aus TV-Sendern. Frauen sollen auch in entsprechenden Fördergremien mehr Einzug erhalten.

Ob die Initiative von anderen Interessensverbänden wie beispielsweise dem Bundesverband Regie oder der deutschen Produzentenallianz begrüßt wird, schreibt der Spiegel nicht. Statements gegenüber MEEDIA stehen noch aus. Pro-Quote-Regie-Aktivistin Esther Gronenborn allerdings ist Vorstandsmitglied im Bundesverband Regie. Auch Produzent und Uniprofessor Nico Hofmann kommt zu Wort und erklärt, dass an der Filmakademie Baden-Würrtemberg lediglich 30 Prozent der Studierenden Frauen seien.

Anzeige

Die Verbände beklagen bereits seit längerem eine generell schlechtere Auftragslage, fordern die Sender immer wieder dazu auf, Produktionen generell aufzustocken und Programmoffensiven zu startenZudem kämpfen die Verbände für bessere Vergütungen bei Mehrverwertungen. So werden die Kreativen derzeit nicht dafür entgeltet, wenn ihre Produktionen von Sendern weiterhin online in Mediatheken angeboten werden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*