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Für 81,35 Millionen Dollar: Tim Cook verkauft Apple-Aktien nahe Allzeithochs

Apple CEO Tim Cook, Nachfolger des iPhone 6: Analysten arwöhnen, dass die Ausbaustufe „6s“ kein so großer Verkaufshit wird wie das Vorgängermodell
Apple CEO Tim Cook, Nachfolger des iPhone 6: Analysten arwöhnen, dass die Ausbaustufe "6s" kein so großer Verkaufshit wird wie das Vorgängermodell

Apple-CEO Tim Cook und weitere Mitglieder des Management-Teams haben zu Wochenbeginn massiv Aktien nahe der Allzeithochs verkauft. Auch wenn die Verkäufe geplant und im Vorfeld bei SEC angemeldet waren, hätte das Timing nicht besser sein können: Nachdem das Bendgate und das fehlerhafte iOS 8.01-Update immer weitere Kreise ziehen, bricht die Apple-Aktie massiv an der Wall Street ein.

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Auch CEOs müssen mal Kasse machen. Mehr als zweieinhalb Jahre verfolgte Tim Cook die Achterbahnfahrt der Apple-Aktie als Anleger – nun betätigte er sich als Verkäufer.  Wie das Anlegermagazin Barron’s berichtet, platzierte Cook am 21. und 22. September, also vor und nach der Bekanntgabe der Rekordverkäufe des iPhone 6 am Startwochenende, einen Teil seiner Anteile im Rahmen eines Aktienhandelsplans (10b5-1), der im Voraus terminiert wurde.

Für die Liquidierung von 80.500 Aktien, die Cook in drei Tranchen abstieß, erlöste der Apple-CEO die stolze Summe von 81,35 Millionen Dollar. Cooks Durchschnittsverkaufspreis lag dabei zwischen 101 und 102 Dollar. Marketing-Vorstand Phil Schiller folgte dem Beispiel seines Chefs und platzierte ebenfalls zu Wochenbeginn seine Verkaufsorders, die ebenfalls Erlöse in Höhe von 81,78 Millionen Dollar in seine Kasse spülten.

Apples PR bemüht sich um Schadensbegrenzung:  Nur 9 Fälle im Bendgate bekannt

Auch wenn der geplante Verkauf bei der Börsenaufsicht im Vorfeld gemeldet worden war, hätte das Timing glücklicher fast nicht sein können: Nach dem „Bendgate“ und auch dem Ärger um das fehlerhafte Update iOS 8.01, das nur eine Stunde nach dem Launch gestern wieder zurückgezogen werden musste, kam die Apple-Aktie im heutigen Handelsverlauf schwer unter die Räder und verlor in der Spitze um 4 Prozent. Dabei vernichtete der wertvollste Konzern der Welt einen Börsenwert von mehr als 20 Milliarden Dollar.

Unterdessen bemühte sich Apples PR-Abteilung um schnelle Schadensbegrenzung. So teilte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Techportal re/code mit: „In den ersten sechs Verkaufstagen sind neun Kunden an Apple wegen eines verbogenen iPhone Plus herangetreten“. Und gegenüber dem Wall Street Journal: „Bei normaler Nutzung ist ein Knick im iPhone extrem selten“. Ein Update auf iOS 8.02, das die Fehler der Vorgängerversionen beheben soll,  wurde in der Nacht bereitgestellt.

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BILD startet Abgesang: „Warum Apple untergeht“

Apple-Skeptiker reicht das nicht. BILD veröffentlichte gestern einen ziemlich vorsehbaren Abgesang auf den Techpionier: „Warum Apple untergeht“.  „Dass man nach dem jüngsten (zurückgezogenen) Update von iOS8 nicht mehr telefonieren kann, ist nur noch eine Posse in einer Geschichte des schleichenden Niedergangs. Das Schlimme ist, man wundert sich nicht mal mehr“, folgert das Springer-Blatt.

Zumindest Apple-Fans dürften widersprechen. Fest steht: Wenige Tage nach dem iPhone 6-Verkaufsrekord am Startwochenende muss sich Apple-CEO Tim Cook wieder mit harscher Kritik und Untergangsszenarien herumschlagen. So schnell dreht der Wind auch für den wertvollsten Konzern der Welt…

 

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Alle Kommentare

  1. BILD sprach zuerst mit den Toten 🙂

    Aber BILD hat wenigstens einen Vorteil gegenüber allen anderen: Solange es in Deutschland Millionen von verBILDeten gibt die auf „Weltuntergangs-Überschriften“ welche dann inhaltlich einer Schülerzeitung entsprechen, wird BILD wenigstens nicht untergehen.

    BILD dir deine Meinung, habe ich gemacht und zu der Schlussfolgerung gekommen: Billiger Informationsjournalismus Liebes Deutschland.

  2. Natürlich ist die BLÖD-Zeitung weltweit für ihre messerscharfen, kenntnisreichen und treffsicheren Prognosen im IT Bereich. Ich hoffe, Tim Cook und sein Team lesen das Blatt gründlich, damit sie wissen, was auf sie zukommt.

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