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„Aspirational“: Kirsten Dunst hält der Generation Selfie den Spiegel vor

Kirsten Dunst
Kirsten Dunst

Ein Selfie, bitte: Das ist alles, was in der Ära von Instagram und Facebook zählt. Welche Ausmaße die Fixierung auf das Smartphone-Selbstporträt inzwischen annimmt, macht Hollywood-Star Kirsten Dunst wunderbar ironisch im zwei Minuten-Clip "Aspirational" vor.

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Starsein ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Wie sehr sich die Popkultur durch die Verbreitung von Smartphones und Social Media verändert hat, hat unlängst Taylor Swift in einem Essay im Wall Street Journal festgehalten: „Seit es das iPhone gibt, schreibe ich keine Autogramme mehr“, berichtete Swift, die sich als Countrypop-Sängerin immer größerer Beliebtheit erfreut. „Heute wollen die Kids nur noch ein Selfie. Es ist Teil der neuen Währung – wie die Followerzahl auf Instagram“, gab Swift zum Besten.

Weil Bilder, zumal bewegte, aber soviel besser als Worte sprechen, hat Hollywoodstar Kirsten Dunst („Spiderman“, „Melancholie“) in einem zwei Minuten-Video, das Regisseur Matthew Frost gedreht hat, wunderbar ironisch nachgelegt. Die 32-Jährige geht aus dem Haus und ruft sich ein Uber-Taxi, das erst mal nicht kommt.

Stattdessen sieht sie irritiert erst eine Frau mit Hund die Straße herunterlaufen, dann einen Oldtimer entlang fahren. Dann passiert es: Zwei Teenager erkennen Dunst aus dem Auto und halten an. „Bist Du Kirsten Dunst?“ lautet die halb entgeisterte Frage. Auf die Bejahung schießen die beiden mit ihren Smartphones heraus und umstellen Dunst – akuter Selfiealarm!

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Schnell fragt man sich, wer hier die Starallüren hat: Der Star oder die Möchtegernstars, die sich mit unzähligen Schnappschüssen aufwerten wollen. „Warum lässt Du Deine Freundin nicht das Foto schießen?“ fragt Dunst irritiert. „Ich trau ihr nicht“, die entwaffnende Antwort.

„Wir können auch reden“

Die Chance auf mehr Dialog lassen die beiden Mädchen, die sofort das große Erlebnis in den sozialen Netzwerken teilen, indes verstreichen: „Wir können auch reden“, wirft Dunst ein. Doch das Einzige, was den wenig sozialen Social Media Queens einfällt, ist die Frage nach der Facebook-Verknüpfung: „Kannst Du mich taggen?“

Dazu fällt Dunst nichts mehr ein. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Social Media Stars mindestens so verwirrt wie ihre Fans – und die „Marie Antoinette“-Darstellerin unbedingt wieder einen Film drehen sollte.

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