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iPhone 6-Kritik: Eric Schmidt ledert wieder gegen Apple

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Alte Rivalität rostet nicht. Der langjährige Google-CEO Eric Schmidt, der sich heute beim wertvollsten Internetkonzern der Welt als Verwaltungsratchef mehr um repräsentative denn operative Aufgaben kümmert, hat mal wieder eine Spitze in Richtung Apple abgefeuert. Das iPhone 6 wäre demnach alles anderes als innovativ, erklärte Schmidt im Interview mit Bloomberg anlässlich seines neuen Buchs "How Google works".

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Das Timing stimmt. Zwei Jahre ist es fast auf den Tag her, als Eric Schmidt zum großen Punch ausholte. „Nimm das, Apple„, feuerte Googles Verwaltungsratchef eine Breitseite gegen Apple nach dem Debakel um den neuen Kartendienst aus Cupertino ab, der Google Maps vom Startbildschirm des iPhones verdrängte.

Zwei Jahre später hat Apple mit dem Update– und Bendgate wieder sein veritables PR-Fiasko, doch Schmidt ließ es sich nicht nehmen, im Interview mit dem Finanzinformationsdienst Bloomberg anlässlich der Vorstellung seines neuen Buches „How Google works“ das Flaggschiff Cupertinos frontal zu attackieren – das neue iPhone 6.

„Samsung hatte diese Produkte schon vor einem Jahr“
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„Ich werde Ihnen sagen, was ich davon halte“, legte sich Schmidt den Erzrivalen zurecht, mit dem sich Google „in einem brutalen Wettbewerb“ befände,  um dann den denkbar vernichtendsten Vergleich zu wählen: „Samsung hatte diese Produkte schon vor einem Jahr“, erklärt der 59-Jährige in Hinblick auf die großen, neuen iPhones 6 und 6 Plus lachend – und rollt mit den Augen.

Der Affront scheint kalkuliert: Smartphones von Samsung arbeiten überwiegend mit Google mobilem Betriebssystem Android. Und in nackten Zahlen betrachtet hat Schmidt durchaus recht: Apple gab intern selbst zu, mit seinem 4 Zoll großen iPhone 5, 5s und 5c lange Zeit nicht das zu haben, was Kunden wollten – nämlich Phablets.

Das iPhone 6 und 6 Plus wurden in den vergangenen Tagen indes nicht nur wegen ihrer Größe von der Branchenpresse mit Lob überschüttet und verkauften sich zum Startwochenende so gut wie noch kein anderes iPhone. Eric Schmidt weiß das natürlich, kann sich die Spitze gegenüber dem Erzrivalen dennoch nicht verkneifen. Im Fußball würde man sagen: Taktisches Foul.

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Alle Kommentare

  1. Na ja, es ist schon wirklich lustig und befremdend gleichzeitig, dass Apple das iphone6 als eine Art Innovation darstellt – wie die Vorgänger auch schon.
    Lustig: Erst nervt Apple viele user (wie mich, der sehr schnell auf Android umgestiegen ist und da auch bleibt) mit vielen absichtlichen Behinderungen (fehlender USB, kein Akku Wechsel, keine Speichererweiterung) und einem Minidisplay, welches nunmehr jahrelang als ultimativ dargestellt wurde.
    Und jetzt? Ab sofort ist natürlich ein größeres Display ganz toll (wie es alle Konkurrenten schon seit Jahren anbieten) und das gestern noch Ultimative gibt es gar nicht mehr.
    Befremdend: Dieser sektenartige Kult um eine Firma und deren Smartphone, welches noch nie (außer vielleicht für ein knappes Jahr am Anfang) State of the art war.
    Da kann schief gehen was will und der Nutzer behindert werden wie es beliebt – Millionen von Menschen wollen das haben und lagern dafür sogar vor Läden rum.
    Masochismus scheint sehr verbreitet zu sein.
    Ach ja, was ist eigentlich mit dem Thema wasserdicht? Da wird in Apple Spots sogar am Pool mit Wasser rum gespritzt obwohl das wohl eher keine gute Idee ist. Es sei denn man hat ein Smartphone von Samsung oder Sony oder …
    Irgendwie doch total krank, oder?

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