“Die Anstalt” – das gute, linke, einseitige Gewissen des ZDF

„Die Anstalt“ im ZDF: Max Uthoff (l.) und CLaus von Wagner
"Die Anstalt" im ZDF: Max Uthoff (l.) und CLaus von Wagner

Fernsehen Die beiden Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner haben sich mit der ZDF-Sendung “Die Anstalt” eine treue Fan-Gemeinde erarbeitet. Juristische Scharmützel, wie jüngst mit dem Zeit-Herausgeber Josef Joffe, sind ihrem Ruf als unbeugsame Wahrheitsverkünder eher zu- denn abträglich. In ihrer ersten Sendung nach der Sommerpause legten sie eine echte Werkschau klassischen Kabaretts hin. Intellektuell, scharfzüngig, mutig. Aber auch ein bisschen einseitig.

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Die treusten Fans der “Anstalt” kann man sich vielleicht als etwas in die Jahre gekommene Wähler der Grünen oder jüngere Sympathisanten der Linken vorstellen. Leute, die prinzipiell das Herz auf dem linken Fleck haben, die gegen den Konsumwahn wettern und die Gesellschaft gerne nach ihrer Fa­çon verbessert sehen würden, sich selbst für große Weltenversteher halten, aber sehr unangenehm werden können, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht oder einer wagen sollte, eine Stromtrasse in der Nähe des behaglichen Eigenheims aufzustellen. Und die zu allererst das neue iPhone bestellen und sich aufregen, wenn die Telekom nicht schnell genug liefert.

Ganz abgesehen von solchen – möglicherweise haltlosen – Spekulationen über das Publikum, muss man Uthoff und von Wagner ganz einfach attestieren, dass die sie wahren Erben von Dieter Hildebrand im TV-Kabarett sind. Diese beiden haben es geschafft, dem ollen politischen Kabarett jenseits des grassierenden Comedy-Unfugs neues Leben einzuhauchen.

“Die Anstalt” geht tatsächlich dahin, wo es wehtut. Die gestrige Sendung war der beste Beweis. Der Bogen wurde gespannt vom Ersten Weltkrieg über den Nahen Osten bis hin zum Konflikt in der Ukraine. Schwere Kost, das Publikum wurde keineswegs geschont. Da war zum Beispiel die wirklich brillante Geschichtsstunde, in der Uthoff als Uncle Sam vor einer Landkarte die historisch vergurkten Auslands-Eingriffe der USA pointiert kommentierte. Das war ganz hohe Schule, textlich spitze und mit Erkenntnisgewinn.

Am Ende des Stücks wagte von Wagner sogar einen kleinen Hinweis darauf, dass Deutschland seine eigene, unrühmliche Geschichte in der Unterstützung von Dschihadisten hat. Im Dritten Reich wurden radikale Araber im Kampf gegen Juden unterstützt. Nachzulesen etwa in “Halbmond und Hakenkreuz” oder “Der ewige Sündenbock”. Leider blieb es hier bei einer kurzen Andeutung. Das Publikum wurde nicht lange mit den dunklen Seiten der eigenen Geschichte gequält. Kritik an der Rolle der USA fällt dem politischen Kabarett traditionell leichter und wird vom Publikum gewiss dankbarer goutiert. Dass sich die “Anstalt”-Macher dessen offenbar bewusst sind, muss man ihnen anrechnen. Allzu sehr darauf herumreiten, wollten sie dann freilich auch wieder nicht.

Den meisten Applaus gab es erwartbar, als sich die “Anstalt” gegen Ende die Rolle der angeblichen Mainstream-Medien im Ukraine-Konflikt zur Brust nahmen. Da wurde die herrschende Welt-Sicht in weitesten Teilen der Kabarett-interessierten Bevölkerung vortrefflich bedient.

Wobei der bewährte Vorwurf, “die Medien” würden einseitig anti-russische Propaganda betreiben, selbst auch schon wieder reichlich einseitig ist. Dass Uthoff und von Wagner in diesem Zug den Prozess-Hanseln von der Zeit noch schön subtil einen mitgaben (“Für Unterlassungserklärungen haben wir Die Zeit.”), kann man ihnen freilich nicht verdenken. Wobei die beiden “Anstalt”-Macher der Zeit und deren Herausgeber Josef Joffe eigentlich dankbar sein müssten. Niemand hat so viel für ihr Image als unbeugsame Kritiker getan, wie der selbstgefällige Joffe mit seiner Prozess-Meierei.

Bei Twitter und Facebook ist das sonst so böse Publikum voll des Lobes für “Die Anstalt”. Viele Aufforderungen werden geteilt, man möge sich dieses Stück “Wahrheit” im deutschen TV doch noch schnell zu Gemüte führen, bevor die “nächste Unterlassung” kommt oder diese Folge der “Anstalt” “verboten” würde, weil sie es wagt, so kritisch mit den Mainstream-Medien abzurechnen.

Keine Angst, dazu wird es nicht kommen. Beim ZDF sind sie zurecht stolz, mit der “Anstalt” ein anspruchsvolles, viel beachtetes und gesellschaftlich relevantes Format im Programm zu haben. Dass es solche Sendungen wie “Die Anstalt” gibt, in der die Macher ja ganz offensichtlich frei von inhaltlichen Zwängen ihr Ding machen können, sollte den Kritikern des angeblich gleich geschalteten Medien-Mainstreams eigentlich zu denken geben. Wäre eine Sendung wie “Die Anstalt” in dieser Form in Russland möglich? Oder in Saudi Arabien? Max Uthoff und Claus von Wagner wissen die Freiheit, die sie hier genießen bestimmt zu schätzen. Sie sind sich vermutlich bewusst, dass es – bei aller berechtigten und immer notwendigen Kritik an unserer westlich geprägten Gesellschaft – dieses gewaltige Geschenk namens Meinungsfreiheit nicht überall gibt. Bei dem dauerapplaudierenden Publikum kann man sich da nicht immer ganz so sicher sein.

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Alle Kommentare

  1. Tja, sorry, hatte schon zehn Zeilen formuliert und geschickt, da sagt mir die Maschine: „Du schreibst zu schnell, mach mal langsam“ oder so ähnlich. Hab‘ keine Lust, alles nochmal zu schreiben, daher nur nochmal der erste Gedanke: Ihr Hinweis ans deutsche Kabarett, bei uns gebe es – anders als in Russland – Meinungsfreiheit, ist ein Totschlargument erster Güte: Vor 30 Jahren – gab es Sie da schon? – hätten die Alten zu von Wagner/Uthoff gesagt: „Geht doch nach drüben (= DDR), wenn es Euch hier nicht passt.“ Nix für ungut

    1. Ja, im Gegensatz zu der einseitigen „Wohlstandsbürger- Satire“ eines Herrn Nuhr , der immer zu Gunsten bzw. Verherrlichung, der Wirtschaft und der Regierungspolitik argumentiert , „nur“ ein gerechtes Gegengewicht ! Endlich mal keine Main Stream
      Stimmungsmache bzw. ständig Sprüche auf Kosten von Hartz IV Leuten , „nörgelnde Ossis“ und zuletzt gegen AfD Wähler !

    2. „Tja, sorry, hatte schon zehn Zeilen formuliert und geschickt, da sagt mir die Maschine: “Du schreibst zu schnell, mach mal langsam” oder so ähnlich. Hab’ keine Lust, alles nochmal zu schreiben, […]“

      Für solche Fälle gibts super Add-ons, zumindest für Firefox. Zum Beispiel Lazarus Recovery o.ä.
      Quasi die virtuelle Tippse 😉

  2. Ja logisch wissen die Macher der Anstalt, dass sie hier so etwas bringen können und in Saudi Arabien nicht.

    Das ändert nichts daran, dass viele Medien diese Freiheit ignorieren und stattdessen Hofberichterstattung bringen.

    Freiheit wird nicht nur durch Gesetze eingeschränkt, sondern auch durch sonstige Machtstrukturen. Und die sind hier inzwischen sehr stark.

    1. Nebenbei:
      Nur weil man sowas sagen kann, ist man noch lange nicht frei.

      Moderne Despotie funktioniert nicht so. Menschen einzusperren ist teuer, sorgt für Unmut in der Bevölkerung, führt zu Gegengewalt.

      Wesentlich effektiver ist: ignorieren.

      Denn: Man kann hier in Deutschland sehr vieles sagen. Nur was ändert es? Gar nichts. Für den Despoten ist es ziemlich egal, wie er an sein Ziel kommt. Das mit der Unterdrückung funktioniert nicht ewig, das mit der Ignoranz auch nicht. Aber solange das Ignorieren funktioniert, fährt man damit viel besser.

      Gewalt beginnt lange vor einen Polizeischlagstock und Kerker.

  3. Da gibt es ein kleines Fünkchen Hoffnung für besseres Fernsehen in Deutschland. Und wie reagiert meedia? Behauptet, die Anstalt sei „links und einseitig“. Wie wäre es eher mit mutig und unkonventionell? Mal abgesehen davon, dass es nicht unbedingt links ist, wenn man die Politik und die Medien auflaufen lässt. Das ist eher ein wichtiger Teil einer demokratischen Gesellschaft als illuisionäre, sozialromantische Utopien. Wofür überhaupt dieses „linke“ Stigma? Möchten Sie die Anstalt eher im rechten Spektrum sehen? Wollen Sie mehr Witze über autoklauende Polen? Und von Einseitigkeit zu sprechen, ist nun auch eine sehr fragwürdige Praxis. Wenn die meisten Medien zunächst einseitig berichten und die Anstalt daraufhin die andere Seite beleuchtet, ist das eine angebrachte und wichtige Reaktion. Dies wiederum mit Einseitigkeit abzutun, ist schlichtweg dumm und genauso tendenziös wie die Medien, die eben von der Anstalt vorgeführt werden. Gehören Sie also auch zu diesem erlesenen Kreis? Und dann noch dieser unsägliche Hinweis auf die Meinungsfreiheit. Was soll das? Wollen Sie damit sagen, dass die mal lieber froh sein sollen, ihre Meinung sagen zu dürfen und nicht so viel rummäkeln sollen. Woanders dürften die gar nicht erst ins Fernsehen, oder wie? Wenn es um unsere Meinungsfreihet so gut stünde wie Sie behaupten, warum brauchen wir dann Leute wie die von der Anstalt???

    1. Der Witz ist ja, dass die Leute tatsächlich meinen, „links“ wäre eine Beleidigung. Die Einteilung stammt aus der Entstehungszeit moderner Demokratie und ersten Menschenrechten. Links, das waren die Leute, die endlich eine gerechterer Welt haben wollten, eine demokratischere Welt (auch wenn dabei vieles schief ging, wie halt immer). Rechts, das waren die Konservativen, die Monarchisten und Bürgerlichen, auch diese Begriffe stammen aus dieser Zeit und stehen heute noch immer für das Gleiche, nämlich für eine rechte, d.h. eine hierarchische Gesellschaft, mit Eliten, einem schmalen Bürgerturm, einem breitem Proletariat (= jeder, der nicht von eigenem Geld oder Gütern leben kann) und halt noch die unterhalb diesen. Eine vordemokratische Ordnung, die von den Rechten, den Konservativen, den Bürgerlichen eben immer noch gewollt wird, weil es natürlich blöd für die Privilegierten ist, wenn sie genau das nicht mehr sind/wären.

      Links ist keine Beleidigung. Links, das ist Demokratie, allgemeine Menschenrechte, unser Grundgesetz, letztlich alles, was von der Gleichwertigkeit menschlichen Lebens ausgeht. Dafür steht „politsch links“ nun Mal und daran ändern noch so viele Lügner und Heuchler nichts.

      1. Ha ha! Was ist denn das für eine völlig abgehobene Charakterisierung von „links“? Dort wo „links“ Staatsräson war, wurden viele Millionen Menschen gequält und umgebracht. Auf diese linken „Menschenrechte“ kann man gut verzichten.

      2. Klar und wo Götter herrschen, gab es Sklaverei.

        Ich mach es mal ganz einfach:

        Wenn jemand sagt, er ist ein ehrlicher Mensch und der hintergeht Sie dann, würden Sie sagen, dass „Ehrlichkeit“ daran schuld ist oder der Mensch, der das von sich behauptet und dabei offensichtlich gelogen hat?

        Die Definition von „politisch links und rechts“ ist weit älter als diese Leute und ist hat klare Kernprinzipien.

        Sie reden wie jemand, der von einem Autoverkäufer abgezockt worden ist und jetzt Autos die Schuld daran gibt.

      3. Stimme ich voll zu . Typisch ! linke Werte ,
        wie Demokratie , Wahlrecht , Freiheit wollen
        alle , aber wenn man dann links wählt ist man
        automatisch Kommunist oder mindestens gegen Marktwirtschaft !

      4. Oder andere Worte für Utopie und Verdrängung der Wirklichkeit, kurz gesagt, kindliche Schwärmerei, heißt ja nicht umsonst, wer mit 20 nicht links ist hat kein Herz, wer mit 40 immer noch links ist, keinen Verstand!

    2. Es ist nicht links und einseitig, es ist einfach die Wahrheit! Apropos, ob solche Sendung im Russland möglich wäre: da gibt es mindestens 2 Kanäle (Dozhd‘ in TV und Echo Moskvy im Radio, welche 24 Stunden am Tag hauptsächlich nur Kritik an die russische Regierung übertragen). Die Tatsache, dass die westliche Medien immer mehr als Propaganda wirken, wird auch von einigen westlichen Journalisten erkannt, z.B. von Paul Craig Roberts:
      http://www.paulcraigroberts.org/2014/09/05/west-paves-road-war-lies-paul-craig-roberts/

    3. So ist es. Ich sehe genau so. Es ist nicht links und einseitig, es ist einfach die Wahrheit! Apropos, ob solche Sendung im Russland möglich wäre: da gibt es mindestens 2 Kanäle (Dozhd‘ in TV und Echo Moskvy im Radio, welche 24 Stunden am Tag hauptsächlich nur Kritik an die russische Regierung übertragen). Andererseits, die Tatsache, dass die westliche Medien immer mehr als Propaganda wirken, wird auch von anderen westlichen Journalisten erkannt, z.B. von Paul Craig Roberts:
      http://www.paulcraigroberts.org/2014/09/05/west-paves-road-war-lies-paul-craig-roberts/

    4. Werter @Free Agent,
      nicht “mehr Witze über autoklauende Polen“ , sondern lediglich EINER (!) hätte schon genügt, um den berechtigten Vorwurf der „Einseitigkeit“ zu entkräften. Schon die erste Sendung hatte eine verstörende LINKSlastigkeit, das sich schnell der Eindruck aufzwang, das ZDF hatte sich in eine Wahlkampfveranstaltung des entsprechenden politischen Spektrums aufgeschaltet. Diese aktuelle Sendung brachte diesbezüglich auch keine Besserung der ideologischen Sicht der Dinge. Eine bedauerliche linkslastige Schieflage, die dieser Sendung
      -mittelfristig- eher Schaden wird, weil sie dem ausgewogenen,
      (welt) offenen und freien Geist kritischer Zuschauer einengt und langweilt, um nicht zu sagen erstickt. Die (unsere) Welt ist schlicht und einfach nicht schwarz/weiß, denn das “Böse“ ist schön gleichmäßig verteilt, um nicht zu sagen es ist ‚immer und überall‘ . Diese Binsenweisheit wird sträflich ignoriert, trotzdem wird auch dieses Format seine Freunde finden (siehe zB hier viele Kommentare), aber ein programmlicher Höhepunkt wird es nicht,.. eher Nische. Vielleicht waren aber die Erwartungen einfach zu hoch nach der fulminanten Vorgänger-Sendung. Das war Kabarett der hohen Schule !
      Andererseits, hat zum Glück die ARD eine bravouröse Kabarett-Sendung im Programm, da sorgt D. Nuhr mit seinen Gästen für eine exzellente geistige rundum Erfrischung. Auch niveauvolle adäquate 3sat Sendungen nicht zu vergessen.
      .– Herr Winterbauer, ein treffliches Resümee.
      (trotz ‚gute‘ in der Überschrift)

      1. Herr Müller,

        bitte kennzeichnen Sie Ihre Beiträge doch bitte als Ironie;
        habe mich verschluckt als ich las „bravouröse Kabarett-Sendung im Programm, da sorgt D. Nuhr mit seinen Gästen für eine exzellente geistige rundum Erfrischung“
        Das war ja wirklich ein Schenkelklopfer.
        Und btw, es geht doch nicht um Positionen wie „links“ und „rechts“, es geht darum was wir für GEFILTERTE und teilweise VERFÄLSCHTE Informationen vorgesetzt bekommen, und andere nicht. Ich möchte eine Berichterstattung über ALLE Seiten und Einflüsse…
        aber dann sind jene Leute die dies fordern ja gleich wieder „Putinversteher“…wie Lächerlich!

  4. Der Verweis auf Saudi-Arabien oder Rußland ist doch sehr billig. Erst einmal sollte man sich an die eigenen Nase fassen und angesichts der unmöglichen Artikel in SPIEGEL, WELT, BILD und ZEIT zur Ukraine-Krise ist ein Gegengewicht hierzu mehr als angebracht.

  5. Einseitig!? Ja!
    Aber ich finde, das ist erlaubt, um anderen einseitigen Berichten einen gewissen Ausgleich entgegenzusetzen.
    Oder war auch nur eins der angeführten Beispiele falsch?

  6. Lieber Free Agent, mit Verlaub, Ihren Kommentar finde ich in seiner Kritik nicht sachlich. Vorweg: die Sndung hat mir sehr gefallen. Der Artikel ist auch eigentlich voll des Lobes über die Sendung. Dass die Sendung linkes Kabarett mach, wird doch gar nicht kritisiert. Gewisse Einseitigkeiten und historische Ungenauigkeiten haben sich die Macher schon hier und da geleistet. Aber darüber kann man doch diskutieren. Es ist doch legitim, darauf hinzuweisen, dass Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist, das es nicht überall gibt. Auch Max Uthoff und Claus von Wagner wissen das und sprechen auch deutlich darüber. sehen Sie sich bitte mal die Interviews auf Youtube mit den beiden an. Man muss nicht Dinge in den Artikel hinein interpretieren, die so sicher gar nicht gemeint waren.
    Die Sendung war scharfzüngig und intellektuell anspruchsvoll, hier und da etwas klamaukhaft und es gehört auch zu einer guten linken Haltung, Kritik zu ertragen, auch wenn man sie selbst nicht teilt.

  7. ist eine als solche Kabarettsendung schon desegen gut, weil sie links gestrickt ist? Nein, nein, das heutige Kabarett und, noch schlimmer, die sogenannten Comedians reissen schlüpfrige Zotten, und wenn Ihnen gar nichts mehr einfällt, lachen sie selbst über ihre linkischen Wortspiele, oder, wie bei der haute-show, schreien sie ihr Publikum an, dass es einen graust – der zwangsfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk – pardon – „verarscht“ sein Publikum. Danke auch

    1. In der Taaat! Es verarscht sein Puplikum tatsächlich.

      Damit dass es gute Sendungen zu später Stunde bringt, dadurch dass es mehrheitlich Sendungen bringt, die die Regierung nur hofieren und selten kritisieren, dadurch dass man die Qualifkationsspiele der Fussball-EM 2016 nun bei RTL schauen muss, dadurch, dass trotz Zwangsabgabe Werbung bei bestimmten Sendungen kommt etc.

      Unabhängig davon, ob man die Anstalt mag, ob man den Humor oder das Format mag (wie sie es beschreiben „linkische Wortspiele“ – es ist Kabarett?!? U mad?) es ist etwas anderes als der übliche Brei und es sollte mehr davon geben.

      In wievielen Leitartikeln/Tagesschauausgaben gab es denn in den letzten drei Monaten eine Übersichtskarte über die Nato-Osterweiterung?

  8. Diese Sendung war doch allererste Sahne im Vergleich zum „Satire-Gipfel“, der jetzt ja umbenannt wurde in „Nuhr im Ersten – der Satiregipfel“.

    Das war das beste, was in den letzten Wochen an politischem Kabarett gesendet wurden. Uthoff und von Wagner waren brilliant, ihre Gäste ebenso! So wünscht man sich politisches Kabarett, und nicht den abgedroschenen Sch… von Nuhr oder Welke in der „Heute-Show“.

    Nächsten Dienstag (30.09.14 um 22.15 Uhr) mischen ja auch wieder Urban Priol zusammen mit Alfons mit „Ein Fall fürs All“ die politische Kabarettszene etwas auf.

    1. Links oder Rechts – so ein Quatsch! Es war einfach brilliant, wie Uthoff und von Wagner samt Gästen die Finger in die Wunden legten. Eine Wohltat, wie mein Empfinden auf den Punkt gebracht wurde. Sogar die div. Foren wurden angesprochen, die sich mehrheitlich in diesem Sinne äußern.

  9. Wieviel demokratische Freiheit genießen eigentlich die Millionen Lohnabhängigen, die per Troika-Diktat zur Durchsetzung der Interessen insbesondere des deutschen Finanzkapitals in Armut und Elend gestürzt wurden? Nur wer blind ist oder andere blind machen woill, kann dem „westlichen“ (oder mit welchen Attributen auch immer versehenen) bürgerlichen Staat noch unterstellen, er diene den demokratischen und sozialen Rechten der breiten Masse der Menschen. Sobald es um die Sicherung von Herrschaft und Profiten der Kapitalisten, insbesondere die Finanzoligarchie, geht, wird auch die so genannte parlamentarische Demokratie bei Bedarf ganz schnell außer Kraft gesetzt.

    1. Das ist eine kurze, verbitterte, berechtigte Beschreibung der Realität. Nur leben die meisten Mitmenschen in einer anderen geistigen Realität. Diese Realität, weil sie ja so schön für sie ist, wollen sie aber nicht verlassen. Den Menschen (ich rede von denen in den meisten Industrienationen) reicht das ihnen in Form von gewissem Wohlstand und Kapital verabreichte Opium schon aus. Es macht sie müde und denkfaul und eben handlungsfaul. Sie vergessen, dass sie aufgehört haben, die Werte und Umstände, die Ihnen ihre heutige „Realität“ ermöglichten, zu erhalten und sehen nicht, dass sie ihnen gegenwärtig wieder abgegraben werden. Erst wenn der Hang, auf dem alle stehen, dadurch ins Rutschen kommt, dann werden sie aufwachen. In einer anderen Realität aber dann. In diesem Sinne: Ruhig weiter faulenzen … und ein schönes Leben noch bis zum Hangrutsch …

  10. Der erste Abschnitt zeigt, woran der hiesige Journalismus krankt. Diffamierung ist angesagt. Wer die Berichterstattung kritisch sieht und Anstaltfan ist, sollte lieber nach den eigenen Leichen im Keller schauen.
    So entzieht man sich jeder Sachdiskussion gekonnt.
    Weiterhin zeigt er das übliche Rezept in einem Textbeitrag auch etwas kritisches einstreuen zu müssen, um der Ausgewogenheit Genüge zu tun. Leider ist Absatz 1 jedoch nicht nur „möglicherweise“ sondern schlicht und einfach völlig „haltlos“.
    Was bitte ist ein „einseitiges Gewissen“, was ein „linkes“, was demzufolge ein „rechtes“ Gewissen? Wobei die Darstellung hier implizit an den linken Gutmenschen denken lassen soll. Alles nur Geschwafel, das vom eigentlichen Kern des Themas ablenken soll.

  11. Zu Stefan Winterbauer: Ich möchte gerne wissen, was an der „Anstalt“ linker sein soll als die linksintellektuelle ZDF-Desinformation. Er hat wohl noch nicht mitgekriegt dass die Anstalt eher „rechtspopulistisch“ ist
    Übrigens: 10,8% und 2,15 Mio gegenüber 16,3% und rund 5 Mio bei Jauch „Wer wird Millionär“… also wenn das nicht super ist für so ne Realsatire-Sendung…

  12. Hallo Herr Winterbauer

    Vermutlich ungewollt bieten Sie ein hübsches Beispiel für die von Uthoff angesprochene „bewährte Doppelstrategie: Die Behauptung kommt in die erste Zeile, der Journalismus in den letzten Satz.“ Allerdings stehen bei Ihnen die haltlosen Behauptungen im ersten Absatz, von Ihnen selbst als „möglicherweise haltlos“ verharmlost. Dieser erste Absatz steht im krassen Gegensatz zum restlichen Text, als hätten Sie eigentlich einen Verriss der Sendung schreiben wollen. Mit den garantiert „haltlosen“ Spekulationen über „die treusten Fans der ‚Anstalt’ haben Sie sich ins Knie geschossen, und hätten Sie in dieser unsäglichen Weise weitergemacht, wäre es nur ein Mitleid erregendes intellektuelles Herumhumpeln geworden.
    Doch erstaunlicher Weise kriegen Sie die Kurve, und es wird noch ein gutes Stück Journalismus aus Ihrer TV-Kritik.

    Beste Grüße!

  13. Lieber Kollege Winterbauer,

    Sie schreiben: „Wobei der bewährte Vorwurf, “die Medien” würden einseitig anti-russische Propaganda betreiben, selbst auch schon wieder reichlich einseitig ist.“

    Dann ist vermutlich auch der ARD-Programmbeirat inzwischen links unterwandert:
    „Die ausgestrahlten Inhalte hätten teilweise den „Eindruck der Voreingenommenheit erweckt“ und seien „tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen“ gerichtet, heißt es im Resümee aus dem Protokoll (PDF) des neunköpfigen Gremiums“. Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

  14. Wirklich gute Sendung mit nur einem Fehler, der so hochgelobte Teil der amerikanischen Geschichtsaufarbeitung, gibt es fast 1:1 seit Jahren in fast gleichem Wortlaut von Volker Pispers. Eher ein Armutszeugnis denn eine herausragende Darstellung (nicht in Bezug auf die inhaltliche Darstellung, sondern rein auf das Plagiat bezogen).

    Und es bleibt abzuwarten, ob der Ausruf, dass Uthoff und von Wagner die wahren Erben Hildebrandts und Co. sind, seine Berechtigung hat. Eine gute Sendung (mit nicht teils eigenen Inhalten) macht noch keinen Sommer, insbesondere wenn man die guten aber nicht sehr guten Sendungen vor der Sommerpause mit in Betracht zieht.

    1. Nun, was sind die historischen Fakten, was soll man sonst sagen? Sich was neues ausdenken? Das tun ja schon die Leute, die man damit überführt.

  15. In diesem Artikel oben erkenn‘ ich eins: Wenn DIESE gekonntet TV-Sendung schon „links“ ist, dass steht Herr Winterbauer offenbar „rechts“. (…was auch seine Mundwinkel auf dem Foto ahnen lassen).
    Erinnert mich an: „Ein gescheites Wort, schon ist man Kommunist“ (W. Jens in den Sixties)

  16. „Wäre eine Sendung wie ‚Die Anstalt‘ in dieser Form in Russland möglich? Oder in Saudi Arabien?“
    Es geht doch nicht darum, uns mit diesen Ländern zu vergleichen! Das Problem ist, daß solche Meinungen, wie sie in der Anstalt vertreten werden, in der „Mainstreampresse“ nicht auftauchen (wahrscheinlich nicht auftauchen dürfen, wegen der in der Sendung dargelegten Verstrickungen der Herausgeber), sondern nur als Satire verpackt das Publikum erreichen.
    Ich erwarte, daß das Thema Ukraine kontrovers in den Medien diskutiert wird und nicht einseitig, so wie es stattfindet. Und so lange kann die Anstalt ebenfalls einseitig Gegenposition beziehen.

  17. Ach…. monatelang hat der Autor geschwiegen, während die Bevölkerung mit Propagandaartikeln im Poroschenko-Wortlaut und Putin-Küchenpsychologie zugeballert wurde, aber an der Satiresendung hat er nun etwas auszusetzen: Sie sei einseitig!

    Ich staune einfach nur noch. Eine Blamage nach der anderen.

  18. Spannend – offenbar ist alles jenseits dumpfer Obrigkeitshörigkeit „links“.
    Das werde ich mir merken.
    Danke für die Erweiterung meines Horizontes.

  19. Danke, dass wenigstens die Autoren die wahre Größe dieser Sendung erkannt UND verstanden haben! Wir stupide, dauerapplaudierende linke Welten versteher hatten diesen Hinweis bitter nötig.

  20. Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke, der Osterhase die Eier, der Krieg den Frieden, der Neoliberalismus bringt Wohlstand für alle. Der Kampf gegen den Terror ist eindeutig ein Kampf Gut gegen Böse… die ISIS Kämpfer könnten einen Grund haben? Putin ebenso? Die Linken sind halt einfach Spinner.

  21. Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke, der Osterhase die Eier, der Krieg den Frieden, der Neoliberalismus bringt Wohlstand für alle und die Kirche die Erlösung. Die NSA sind unsere Freunde und passen nur auf uns auf, wer bei den Guten ist hat nichts zu verbergen. Der Kampf gegen den Terror ist eindeutig ein Kampf Gut gegen Böse.

    Die ISIS Kämpfer könnten einen Grund haben? Putin ist vielleicht kein reiner Kriegstreiber? Alles linke Propaganda.

    Und überhaupt: Ist nicht Ice Bucket Challenge? Und Bundesliga!

  22. Ich kann die Schelte der Einseitigkeit nicht verstehen. Unsere Medien diskutieren die Frage „Wie wollen wir leben“ nicht.

    Wirtschaft, Gesellschaftspolitik, Kriegspolitik …. alles alternativlos.

    Dies ist mir zu dünne. Und so lange die Medien die Fragen, die uns eigentlich berühren noch nicht einmal diskutieren sondern nur totschweigen und so gut es geht mit Masse an unnützen Informationen ablenken, so lange lohnt es für mich nicht, die „Einseitigkeit“ von den Anstaltmachern zu kritisieren.

    Nachfolgend ein paar Fragen, die unsere Medien (und unsere Politik) ignorieren:
    Worum es mir geht

    Wollen wir als „Arbeitnehmer“ und Kleinunternehmer immer unsicherere Einkommensverhältnisse bei gleichzeitig intensiverer Arbeit?

    In fast allen Unternehmen wird Personal abgebaut – nahezu unabhängig davon, ob es dem Unternehmen gut, oder schlecht geht. Die vorhandene Arbeit wird auf weniger Personen verteilt. Dies wird nur teilweise dadurch kompensiert, dass die Arbeitenden vermehrt durchTechnik unterstützt werden.

    Obwohl die Arbeitenden (inkl.vieler Kleinunternehmer) immer mehr und immer intensiver arbeiten müssen, ist ihr Arbeitsplatz immer unsicherer. Personal wird besonders bei großen Unternehmen und Konzernen in Billigfirmen ausgelagert, so dass einerseits weniger gezahlt werden muss, andererseits einfacher Personal „abgebaut“ werden kann.

    Wollen wir als Arbeitende, Werte Schaffende, reale Einkommenseinbußen erleiden, obwohl die Gesellschaft als Ganze immer reicher wird?

    Dass die Arbeitenden zu Gunsten der Kapitalbesitzenden immer geringeren Anteil am Volksvermögen haben, zeigt folgendes Beispiel:

    1960 konnte ein Lokomotivführer – mit vielen Eigenleistungen – ein Haus in der Innenstadt Dortmunds bauen. 1980 bereits war dies unmöglich.

    Da konnte es sich aber ein mittlerer Beamter leisten, in einer Kleinstadt ein freistehendes Einfamilienhaus zu errichten. 20 Jahre später war auch dies unmöglich.

    1960 war also der Arbeitende „reicher“, als 1980 und da wiederum reicher, als im Jahr 2000 usw. Und dies, obwohl im Jahr 1960 ein Einkommen ausreichte, um eine Familie zu ernähren, 1980 wurden schon mehr als ein Einkommen benötigt und heute reichen oft nicht einmal zwei Einkommen für eine Familie.

    Warum akzeptieren wir es, dass die Reichen, Kapitalbesitzenden auf Kosten der Arbeitenden immer reicher werden, es also zu einer schleichenden entschädigungslosen Enteignung unserer Arbeitskraft kommt?

    Wollen wir eine Privatisierung nahezu aller staatlichen Leistungen?

    Privatisierung ist gut – sagt nicht nur die FDP, sondern fast alle in Bundestag vertretene Parteien. Bahn, Post, Müllabfuhr und –behandlung, Energieversorgung, Wasserversorgung etc. wurden und werden privatisiert. Für mich ist es aber unklar, welches die Vorteile einer Privatisierung für die Gesellschaft sind. Gewinne von Privatunternehmen kommen meist nur wenigen zu Gute und werden entweder durch die Nutzer der Leistungen bezahlt oder durch Lohneinbußen verbunden mit intensiverer Arbeit durch die Arbeitnehmer erwirtschaftet.

    Neben den o.g. „klassischen“ Bereichen der Privatisierung wurden und werden weitere staatliche Aufgaben – wenig öffentlich beachtet – „privatisiert“. Hierzu nur ein Beispiel:

    Mittlerweile nimmt eine Mehrheit der Schüler in Deutschland Nachhilfe. Das passiert, weil die Etats für Bildung so stark gekürzt wurden, dass es die Schule offensichtlich nicht mehr leisten kann, die Mehrheit der Kinder angemessen zu bilden. Eltern haben die Wahl: entweder kommen ihre Kinder nicht mehr mit, oder sie müssen Anteile ihres Einkommens für die Schulbildung ihrer Kinder ausgeben (falls sie dies finanziell überhaupt können).

    Wollen wir ein Finanzsystem, das nicht der Finanzierung der Wirtschaft und der Abwicklung von Warengeschäften dient?

    Ein immer wichtigerer Teil unseres Finanzsystems dient nicht mehr der realen Wirtschaft, indem es Zahlungsströme ermöglicht und Kredite für Investitionen bereitstellt. Statt dessen ist dieser Teil des Finanzsystems hochspekulativ, indem es auf steigende oder fallende Wechselkurse und/oder Rohstoffpreise spekuliert. Dieses spekulative Kapital und hat die Macht, Staaten in den Bankrott und Unternehmen in den Ruin zu treiben, wobei sich wenige hemmungslos bereichern, während viele dafür die Zeche zahlen müssen.

    Wollen wir eine „freie“ Weltwirtschaft, die hauptsächlich den Interessen der Multinationalen Konzerne dient?

    1/3 des Welthandels wird durch Handel innerhalb eines multinationalen Konzerns (z.B.VW-Tochter mit VW-Tochter), 1/3 zwischen Multis und nur 1/3 mit nur einem oder keinem Multi abgewickelt. Welthandel dient nicht der kleinen und mittelständischen Wirtschaft (die national immer noch deutlich überwiegt), sondern dem Bestreben der Multis an den billigst möglichen Orten auf der Welt möglichst auflagenfrei zu produzieren. Also insbesondere Arbeitsplätze auszulagern und verschiedene Standorte gegeneinander auszuspielen.

    Wieso ist das öffentliche Rentensystem – im Gegensatz zu der Zeit von vor 30 Jahren – nicht mehr dazu in der Lage, für alle eine würdige Rente zu zahlen?

    Liegt es daran, dass wir immer älter werden? Aber wir werden nicht nur immer älter, wir müssen und können auch länger arbeiten, was diesen Effekt wenigstens teilweise ausgleicht. Dennoch müssen wir – so die offiziellen Lesart – selber für ausreichende Mittel im Alter vorsorgen („Riester-Rente“). Wobeui die, duie wenig haben später gar nichts ausgezahlt bekommen, weil sie eine „Rente“ unterhalb der Grundsicherung erhalten.

    Wieso werden die Leistungen der Krankenkassen reduziert, obwohl wir, anteilig und absolut, immer mehr von unserem Einkommen für die Krankenkassen zahlen müssen?

    Im Jahr 1980 zahlten die Krankenkassen noch vollständig Zahnersatz, Brille, Kuren etc. Heute wird davon nahezu nichts mehr bezahlt, ja man muss sich vom Augenarzt sogar sagen lassen, dass die von den Krankenkassen bezahlten Leistungen keinen Effekt haben und man für eine richtige Untersuchung 40 € dazu bezahlen muss. Wir haben längst die Zweiklassenmedizin. Bin ich reich, habe ich größere Chancen auf eine angemessene Behandlung.

    Wollen wir ein Gesundheitssystem, bei dem Heilungschancen vom Einkommen abhängen?

    Wollen wir ein „Gesundheits“system, das als Geschäft angesehen wird?

    Im Frühjahr 2013 musste ich in unserer Heimatpresse lesen, dass das ortansässige Diakoniekrankenhaus nach eigenem Bekunden deshalb auch in diesem Jahr Verluste macht, weil es zu wenig schwere Unfälle auf der Autobahn 1 gegeben hat [5]. Und dabei ist dieses „christlichen“ Krankenhauses mit Sicherheit kein Einzelfall. Unser „Gesundheits“sytem ist vordringlich ein Geschäft, die allgemeine Gesundheit noch nicht einmal eine gewollte Folge. Im Gegenteil: Das System ist darauf angewiesen, dass es einem Teil der Bevölkerung möglichst schlecht geht – natürlich nur, falls dieser Bevölkerungsteil zahlungskräftig genug ist.

    Warum belohnt unser „Gesundheits“system die Behandlung von Krankheit und nicht die Gesundheit der Bevölkerung?

    Warum akzeptieren wir ein „Gesundheits“system in dem sich Personen und Gruppen auf Kosten von Kranken hemmungslos bereichern?

    Pharmakonzerne sind auch in Deutschland sehr profitable Unternehmen. Sie erwirtschaften zweistellige Umsatzrenditen. Werden diese nicht „erwirtschaftet“, sondern nur noch mäßige Gewinne erzielt, wird die Produktion von dringend benötigten „älteren“ Arzneimitteln so weit eingestellt, oder in Drittländer ausgelagert, dass es Versorgungsengpässe gibt. So geschehen in Deutschland für einige Krebsmittel und Antibiotika mindestens seit Frühjahr 2012.

    In unserem Gesundheitssystem geht es also nicht darum, die „Volksgesundheit“ zu verbessern, sondern auf Kosten der Kranken möglichst viel Geld zu verdienen.

    Wieso sind gewinnorientierte Unternehmen für die Gesundheit zuständig (=> Privatisierung)? Wollen wir eine „gewinnorientierte“ Pharmaindustrie in Forschung und Produktion?

    Warum akzeptieren wir es, dass die Sozialsysteme ausschließlich von den kleinen und mittleren Einkommen getragen werden?

    Die Sozialversicherungssysteme (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) werden fast ausschließlich durch lohnabhängig Beschäftigte getragen. Und dies auch nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze. Wird diese Grenze überschritten, weil man „zu viel“ verdient, muss man sich nicht mehr am Solidarsystem beteiligen. Kapitalerträge haben noch nie zum Solidarsystem beigetragen. Da aber der Anteil der Sozialversicherungspflichtigen am Volkseinkommen seit Jahren zu Gunsten der Kapitalbesitzenden und der gut Verdienenden rückläufig ist, bedeutet dies, dass die Sozialversicherungspflichtigen immer größere Lasten bei immer geringeren Leistungen zu tragen haben. Was wir alle beobachten können.

    Warum beteiligen sich die schnell wachsenden Kapitalvermögen und die hohen Einkommen nicht am Solidarsystem?

    Wollen wir eine industrielle Landwirtschaft, ohne Rücksicht darauf, ob diese in 20 oder 50 Jahren noch so funktionieren kann?

    Was wir häufig vergessen: Wir sind in unserem Überleben wesentlich von der Landwirtschaft in Deutschland abhängig: Weil sie einen wesentlichen Anteil unserer Lebensmittel zur Verfügung stellt. Importe können dies nicht ausgleichen. Daher ist Landwirtschaft wesentlich mehr, als Landschaftspflege und Empfänger von Subventionen.

    Kann aber eine industrielle Landwirtschaft, die weder auf Bodenfruchtbarkeit, noch auf die Interessen der Landwirte Rücksicht nimmt, nachhaltig zur Grundernährung Deutschlands beitragen?

    Muss man angesichts dieser Tatsache nicht Sorge dafür tragen, dass unsere Landwirtschaft auch in 50 Jahren noch wesentliche Anteile unserer Bevölkerung ernährt?

    Warum akzeptieren wir es, dass immer mehr politische Entscheidungen von der EU-Kommission getroffen werden?

    Den größten Einfluss als Einzelperson kann ich auf die Kommunalpolitik haben. Weil hier die Wege meist kurz und die politisch Handelnden oft sogar persönlich bekannt sind. Darum sollte eine echte Demokratie bestrebt sein, möglichst viele Entscheidungen auf den unteren Ebenen (Kommunen, Gebietskörperschaften, Bundesländer) zu treffen. Tatsächlich geschieht das Gegenteil. Die EU-Kommission gibt alle wesentlichen Gesetze – auch solche, die Ländersache sind – vor, Bundestag und Bundesrat nicken diese Vorlagen ohne Gestaltungsmöglichkeiten nur noch ab [7]. Welchen Sinn hat dann noch der Bundestag? Hinzu kommt, dass die EU-Kommission von keinen demokratischen Institutionen kontrolliert wird und nicht demokratisch gewählt ist.

    Warum interessiert es nicht, was der Souverän (das Volk) zu sagen hat? Warum lassen wir es zu, dass wir als Souverän nichts bzw. nur noch minimal zu entscheiden haben?

    Wollen wir Geheimdienste, die das eigene Volk beschnüffeln?

    Geheimdienste haben es an sich, dass sie im Verborgenen arbeiten. Mit „Terrorabwehr“ werden heute alle Schnüffelmaßnahmen begründet. Nachprüfen können wir dies nicht, da ja alles geheim ist. Die Kontrolle der Geheimdienste ist daher „Glaubenssache“.

    Würde uns ein Geheimdienst aber freiwillig mitteilen, dass eine Bedrohung wesentlich kleiner oder nicht vorhanden ist, und so seine eigene Existenz in Frage stellen?

    Hinzu kommt: Viele Entscheidungsträger sind erpressbar. In den 50iger und 60iger Jahren hatte FBI-Chef Hoover in den USA zahlreiche Entscheidungsträger in der Hand, weil er durch seine Schnüffeleien sehr viel über diese wusste. Mittlerweile ist die Überwachungstechnik so weit fortgeschritten, dass einerseits viel mehr Menschen lückenlos beschnüffelt werden können und damit grundsätzlich erpressbar sind. Und andererseits ist die Auswertung der Schüffeleien sehr viel schneller und einfacher. Die Machtfülle, die von NSA und ihren „befreundeten“ Diensten ausgeht ist daher ohnegleichen. Eine Machtfülle, die unkontrollierbar ist.

    Wollen wir Strafverfolgungsbehörden, die anscheinend bei wesentlicher Korruption wegsehen?

    In den letzten Jahren wurden Korruptionsskandale bekannt. Die Privatisierung des DDR-Vermögens (Treuhand) und hier besonders der Raffinerie in Leuna. Der Bau von Müllverbrennungsanlagen Ende der 90ger Jahre (z.B. in Köln). Das Beschäftigen von Familienangehörigendurch CSU-Landräte im Jahr 2012 im Staatsdienst ohne Notwendigkeit und ohne hinreichende Qualifikation. Dies alles und noch viel mehr ist bekannt geworden. In welchem Umfang hat es aber trotz Millionenschäden für die Öffentliche Hand strafrechtliche Konsequenzen in Deutschland gegeben? In Leuna: keine. In Köln: Verurteilung eines (!) Stadtangestellten. In Bayern: keine (sieht man einmal davon ab, dass die Landräte zurückgetreten sind). Es wurde kein einziger Bestechender verurteilt.

    Und dies, obwohl bei den „normalen“ Amtsträgern unerbittlich gegen Vorteilsnahme und Korruption vorgegangen wird. Einem Amtsträger ist es sogar verboten, Eintrittskarten für einen dienstlich begründeten Messebesuch anzunehmen, dies ist Vorteilsnahme zu Gunsten des eigenen öffentlichen Arbeitgebers …

    Wollen wir eine Justiz, die bei Kapitalverbrechen wegschaut?

    Hier als Stichworte: Oberst Klein, Drohnenmord, Angriffskriege gegen Jugoslawien, Irak usw., Entführungen von Deutschen durch US-Behörden. Jedes dieser (mutmaßlichen) Verbrechen wurde durch die deutsche Justiz nicht oder nur sehr unzureichend beachtet. Und in der Aufzählung sind Verbrechen, wie die mutmaßlichen Amokläufe in Winnenden und Erfurt sowie die Ungereimtheiten zu den NSU-Morden gar nicht dabei.

    Letzte Frage: Wollen wir Medien, die sich noch nicht einmal ansatzweise mit den obigen Fragen auseinandersetzen?

    Medien, die willfähige Helfer der schieren Macht sind und von wesentlichen politischen Fragen so gut es geht mit einer riesigen Masse an unwichtigen Meldungen ablenken? Medien, die seitenlang über „Tagespolitik“ diskutieren, ohne die obigen – für mich wesentlichen – Fragen auch nur zu berühren. Das Erschreckende ist, dass sich auch vorgeblich linke Zeitungen und Zeitschriften nicht oder nur unzureichend mit den Fragen auseinandersetzen. Statt dessen verbreiten die Medien die Stimmung, dass es zu der heutigen Politik keine grundsätzliche Alternative gibt.

    Zum Schluss noch ein Zitat von Susan George aus ihrem Buch „Der Lugano-Report“ aus dem Jahr 2001:

    Da man mich immer wieder fragt: „Was ist zu tun?“, fange ich mit einigen Negativvorschlägen an. Als erstes darf man dem „Sollte“, „Müsste“, und „Sich an die Stirnschlagen“ nicht in die Falle gehen. Anzunehmen, man bräuchte eine Veränderung nur zu erklären, damit sie angenommen werde, weil sie schließlich zu Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden beitrüge, ist die traurigste und ärgerlichste Form der Naivität. Viele gute und ansonsten intelligente Menschen scheinen zu glauben, wenn mächtige Leute und Institutionen den Ernst einer Krise und die Notwendigkeit der Abhilfe erst einmal richtig verstanden hätten, würden sie sich an die Stirn schlagen und zugeben, sich die ganze Zeit geirrt zu haben, und wie durch eine plötzliche Offenbarung sofort eine Kehrtwende in ihrem Verhalten einleiten.

    Einiges ist zwar Ignoranz und Dummheit zuzuschreiben, aber das meiste geschieht, weil die Mächtigen es genau so wollen.

    1. Dafür haben wir jetzt doch die Segnungen EU und EURO, der ist zwar Alternativlos aber doch auch so gut für uns. So ist eben das ganze System, alternativlos, aber lange bleibt das Ganze sowieso nicht mehr bestehen. Es knarst zu sehr überall im Gebälk.

  23. Es ist halt, wie es ist:

    Pressefreiheit ist die Freiheit von ca. zweihundert reichen Zeitungsbesitzern, ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer.

  24. „Das Linke“, meine Herren aus der Anstalt, sollte doch etwas anderes sein, als nur undifferenziert – Hauptsache „ideologisch Links“ – gegen den Westen zu poltern. Ich kann nicht vor Lachen auf die Schenkel klopfen, wenn man sich platt zB. um Schuldfragen eines Flugzeugabschusses von 300 Zivilisten auslässt. Es ist beschämend und pietätlos, dass bei einem solch ernsten Thema Ost gegen West ausgespielt wird! Ja, es taugt nicht jedes Thema für ein politisches Kabarett, auch wenn, hurra, der Westen endlich wieder auf den Russen klopft! Das ist billiger ideologischer Schubladen -Kladderadatsch. Ich kenn andere „linke Werte“, für die es sich lohnt zu Kämpfen, sich auseinanderzusetzen, zu pointieren, zu lachen, nachzudenken.

    1. Offensichtlich sind Sie der einzige, der inzwischen absolut sicher weiß, wer das Flugzeug abgeschossen hat – und voller Mitleid übergehen Sie, dass es offensichtlich in der Ostukraine viel, viel zahlreichere zivile Opfer gibt. … Aber die sind offensichtlich selbst schuld?

      Oder gehören Sie zu den linken Spinnern, denen aufgefallen ist, dass die OSZE am ersten Tag nach dem Absturz – solange die „Seperatisten“ vor Ort waren – die Absturzstelle besuchen konnten und erst danach behindert wurden, weil merkwürdigerweise der Waffenstillstand „gebrochen wurde“.

      Hinweis: der Passiv steht in den Deutschen Zeitungen immer für die Ukrainische Armee/Privatarmee eines Urkrainischen Oligarchen. Also „wenn Donetzk bombadiert wurde“ – wissen Sie jetzt auch, wer es war.

  25. Max Uthoff und Claus von Wagner wissen die Freiheit, die sie hier genießen bestimmt zu schätzen. Sie sind sich vermutlich bewusst, dass es dieses gewaltige Geschenk namens Meinungsfreiheit nicht überall gibt. Das stimmt, ich muss mir nur die Nachrichten auf ZDF/ARD anschauen oder den Spiegel lesen, schon weiß ich das die Freiheit vorbei ist und eine freie Berichtserstattung nicht mehr stattfindet, sondern nur noch einseitige Schuldzuweisungen und aggressive Kriegshetze. Und das es dieMeinungsfreiheit nicht überall gibt, beweissen ja immer wieder solche Vorzeigemoderatoren wie Lanz und Kerner, die unliebsame Gäste bloßtellen oder sogar der Sendung verweisen!

  26. Herr Strobl, seines Zeichens Vorsitzender der CDU Baden-Württemberg, Spitzenkandidat der CDU BaWü bei der nächsten Landtagswahl und aalglatter Schwiegersohn von Finanzminister Schräuble, regt sich in der Presse darüber auf, dass die Wahlbeteiligungen immer weiter zurückgehen.

    Dabei ist dieses Phänomen durchaus erklärbar:
    Früher gabs die „Blöcke“ CDU/CSU und FDP auf der einen, SPD und Grüne auf der anderen Seite. Man hatte also eine echte Alternative, wem man seine Stimme gab.

    Diese Alternative hat man seit Schröder nicht mehr. Ob CDU, CSU, mittlerweile zum Konservativen mutierte, weichgespülte und unternehmerfreundliche SPD, sich permanent hin zu schwarz verbiegende Grüne – es ist alles ein und dieselbe Soße. Die FDP ist ja nun weg und wird wohl auch weg bleiben.

    Die Linken werden vom Medienkonglomerat kleingehalten und die AfD gebasht.

    Ich kann mich noch erinnern, dass die SPD bei einer Bundestagswahl auf 45% kam. Nun kann sie froh sein, wenn sie 20 % erreicht – mit dem derzeitigen Personal kein Wunder.

    Da fällt mir spontan das Lied von Marc-Uwe Kling ein:
    https://www.youtube.com/watch?v=8vFL0QWxugI

  27. „Leute, […] die gegen den Konsumwahn wettern […] aber […] zu allererst das neue iPhone bestellen und sich aufregen, wenn die Telekom nicht schnell genug liefert.“

    In der Tat etwas haltlos. Ich persönlich tue ersteres, schaue aber, entgegen der Meinung des Verfassers, das neueste iPhone nicht mal mit dem Arsch an. Selbst das Älteste nicht. Ich habe ein Telefon, das ist jetzt über 8 Jahre alt, fällt zwar allmählich auseinander, aber ist klein und liebenswert, und es verrichtet seine Dienste 🙂

    Zum Thema: Die neue Truppe der Anstalt macht wirklich einen ausgezeichneten Job, das ist Fernsehpreisverdächtig! Besonders der obige Ausschnitt aus genannter Sendung ist ein richtiges Bonbon, danke für die Verlinkung. Die Sequenz „Teddy“ (ab 3:10 min) ist sogar richtig rührend.
    Entgegen des Autors Vermutung, man bräuchte keine Angst haben, da es dazu nicht kommen werde, werde ich den Film aber gleich mal auf Festplatte sichern, man weiß ja nie…

  28. Diese Sendung ist einfach GROSSARTIG, endlich einmal kein Klamauk sondern
    echte (auch tragische) Auseinandersetzung mit der Realität in unserem Lande.
    Danke an die Macher der Anstalt – bitte, bitte macht so weiter. Ihr seid das Highlight in dieser Eintönigen Medienwelt.
    DANKE

  29. Nun, Herr Winterbauer, von gleichgeschalteten Mainstream-Medien kann auch pauschal die Rede sein, wenn in den Redaktionen ein Übergewicht von manipulativen Inhalten erzeugt wird und man Formate wie Die Anstalt aus der besten Sendezeit in die Nacht verbannt. Als weitere Beleg dafür den „politischen Bildungsauftrag“ taugt sowohl die Berichterstattung vom Ukraine-Konflikt als auch z.B. politisch-ideologisch geprägte Kommentare während der Olympischen Spiele in Peking, welche in der Sportberichterstattung nichts zu suchen hatten. Sollte Ihnen überdies tatsächlich entgangen sein, daß die Zusammensetzungen in Talkshows und das Zugestehen von Redezeit oftmals alles andere als objektiv und unparteiisch ist? Es ist mehr als einmal vorgekommen, daß Gäste öffentlich lächerlich gemacht werden sollten, indem man sie als Verschwörungstheoretiker hinstellte (z.B. Marcus Lanz vs. Dirk Müller). Kurze Zeit später zeigte sich die ganze Verschwörungspraxis, die noch viel schlimmere Ausmaße hatte (z.B. NSA-Skandal!). Über Kritik an die US-Administration muß sich hierzulande niemand wundern. Wie der Rattenfänger zieht diese mit ihrer Dollar-Flöte u.a. vor den Regierenden Deutschlands und der EU her. Diese ziehen es vor, unsere Souveränität zu verscherbeln und sich anzubiedern, statt ihre Mandate zu erfüllen und europäische Interessen zu priorisieren. Man muß beileibe kein AfDler, Alt-Grüner oder Jung-Linker sein, um dieses Duckmäusertum abzulehnen. Vielleicht sollten Sie mal Ihr Schubladendenken revidieren und danach mündige Bürger neu beurteilen, die Vorgänge in der Weltpolitik nicht mit zweierlei Maß bewerten und sich gegen die allgegenwärtige mediale Manipulation zu wehren versuchen. Das ist schwierig genug.

  30. Tatsächlich ist die Anstalt das „Anti-Idiotikum“, dass man gegen die sonstigen medialen Berichterstattungen braucht.

    Was dieser Artikel insbesondere seine Einleitung soll, wird hoffentlich selbst dem naivesten Welt- und FAZ-Leser klar … obwohl…
    Ich helf euch: Wenn man nichts findet, mit Vermutungen diffamieren und unsachliche Vergleiche anstellen!

    Gehöre übrigens zu den jung-linken-akademischen-Weltverbesser-Idioten, die der Meinung sind, dass man die Welt besser versteht, wenn man aus möglichst vielen Quellen Informationen heranzieht – kann aber trotzdem in meinem Eigenheim (35 qm Wohnung) neben einer rauchenden Kohlkraftwerk kein I-Phone finden???

    Schickt der Autor dieses Artikels mir eins oder muss ich warten, bis er einen besser bezahlten Job in einer PR-Agentur gefunden hat?

  31. Die beiden machen es einfach toll! Ich erfahre in ihren Sendungen mehr, als in allen Nachrichten zusammen! Es ist unglaublich, wie sie es einem schmackhaft machen, sich mit kompilzierten Themen auseinanderzusetzen! Die Anstalt ist meine absolute Lieblingssendung.

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