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Bloombergs Mikrofon-Coup: David Cameron und die schnurrende Queen

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Diese Geschichte ist peinlich für den britischen Premier David Cameron, aber sie ist vor allem auch ein journalistisches Ausrufezeichen für den Medienmacher Michael Bloomberg. Während eines Gesprächs von Cameron mit dem ehemaligen New York-Bürgermeister, dachte der Premier, dass die Mikrofone und Kameras ausgeschaltet wären. Also lästerte er über die Queen. Doch Bloomberg TV zeichnete alles auf und sendete das Material sogar.

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In der Plauderei mit Bloomberg erzählte Cameron freimütig, dass die Königin vor Freude über das Ergebnis der Schottland-Abstimmung gar nicht mehr aufgehört hätte „zu schnurren“, als er ihr das Resultat des Referendums mitteilte.

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Diese Video veröffentlichte BloombergTV

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Nachdem der Premier so freimütig erst die Queen bloßgestellt hatte, erzählte er dem Ex-Bürgermeister noch mit typisch britischem Humor, dass er am liebsten die Meinungsforscher wegen seiner Magengeschwüre verklagen würde, die ihn die Angst um den Ausgang des Schottland-Referendums eingebracht hätten. „Es war eine sehr nervenaufreibende Zeit.“

Das wunderbare an dem Ausschnitt ist weniger, dass der britische Premierminister sich despektierlich über seine Königin äußert, sondern der Umstand, dass Bloomberg offenbar noch immer mehr Journalist als Politiker ist und den Ausschnitt veröffentlichte. Als Chef der Agentur wäre es für ihn sicherlich ein leichtes gewesen das Material unter Verschluss zu halten.

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Alle Kommentare

  1. Wo ist hier die journalistische Leistung? Worin besteht die Relevanz des Themas, die den Vertrauensbruch rechtfertigen würden, den Bloomberg begangen hat, indem er seine Rollen vermischte? Dass die Queen zufrieden darüber ist, dass ihr Königreich nicht zerfällt, dürfte ja schwerlich überraschen.

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