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The Karl Daily: Lagerfelds Ein-Tageszeitung als gedruckter Ego-Trip

Jetzt verlegt Karl Lagerfeld (Foto: dpa) auch noch eine eigene Zeitung
Jetzt verlegt Karl Lagerfeld (Foto: dpa) auch noch eine eigene Zeitung

Selfpublishing mit Betonung auf Self: Am Samstag verteilte Karl Lagerfeld erstmals seine Tageszeitung The Karl Daily. Wie kaum anders zu erwarten dreht sich die Zeitung des Designers vor allem eines: um ihn selbst. Das ist wenig überraschend, erstaunlich ist allerdings, wie optisch uninspiriert das Blatt daherkommt. Vielleicht hätte der Hobby-Blattmacher doch Hilfe von einem CP-Profi holen sollen.

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In Sachen Ego-Berichterstattung enthält The Karl Daily ein Stück über den typischen Arbeitstag des Meisters, einen Rundgang durch sein Studio oder einen Artikel, wie Lagerfeld die Welt durch seine dunkle Sonnenbrille sieht.

KARL Daily

Tatsächlich ist der Ton der Zeitung beschwingt, ironisch und auch die Idee die Katze Choupette als Special-Guest-Editor zu engagieren, ist charmant. Im Internet lässt sich mittlerweile die gesamte Ausgabe lesen bzw. blättern. Um an ein gedrucktes Original zu kommen, hätte man sich am Samstag in direkter Nähe der europäischen Lagerfeld-Stores in Paris, London, Berlin, München, Amsterdam, Zürich und Antwerpen aufhalten müssen. Denn nur dort wurden sie verteilt.

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KARL Daily-1

The Karl Daily zeigt, dass Blattmachen kein so leichter Job ist, wie viele denken. Dabei hatte Lagerfeld ja schon etwas Erfahrung. Immerhin war der 81-Jährige bereits für eine Ausgabe der Chefredakteur der Welt am Sonntag und der Libération. Damals erklärte er: „Ich glaube an das Gedruckte, aber nur in hoher Qualität“. Gemessen an dieser Aussage wird der Perfektionist inhaltlich wohl nur so halb zufrieden sein. Auf der PR-Seite allerdings hat sich das Projekt sicherlich gelohnt.

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