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Einigung für Kennzeichungspflicht: Private stellen Leitfaden für „Scripted Reality“ vor

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Was ist "Scripted Reality" - und was nicht? In gemeinsamen Gesprächen haben die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Landesmedienanstalten und private Fernsehveranstalter Leitlinien für die Kennzeichnung und deren Wahrnehmbarkeit bei eigenproduzierten Scripted-Reality-Formaten entwickelt. Sie sollen sender- und formatübergreifend eine einheitliche Transparenz und Orientierung für Zuschauer ermöglichen.

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Es handelt sich dabei um freiwillige Verhaltensgrundsätze. Die Sender sollen jeweils für das betreffende Format verantwortungsbewusst die passende Formulierung und Platzierung auswählen.

Die Umsetzung der einheitlicheren Kennzeichnungsgestaltung erfolgt ab sofort bei allen neu produzierten Sendungen. Die Sender werden daher in Kürze mit der Anpassung ihrer Formatdesigns beginnen.

Das muss künftig in „Scripted Reality“-Sendungen enthalten sein:

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  • Basis-Formulierungen sind: „Der/Die Fall/Geschichte/Handlung ist (frei) erfunden/(frei) erzählt.“ „Alle handelnden Personen sind (frei) erfunden.“ „Nach einer/einem realen/tatsächlichen Geschichte/Handlung/Ereignis (frei) erzählt.“ bzw. „Einer/einem realen/tatsächlichen  Geschichte/Handlung/Ereignis nacherzählt.“
  • Die Abfassungen können jeweils im Singular und im Plural erfolgen. Zum Beispiel: „Nach einem tatsächlichen Ereignis frei erzählt.“ oder „Die Geschichten sind frei erfunden.“
  • Die Module sind untereinander kombinierbar. Zum Beispiel: „Die Geschichte und die Personen sind frei erzählt.“ Die Module sind konkretisierbar. Zum Beispiel: „Die Geschichten unserer Anwälte sind frei erfunden.“ oder „Die Kriminalfälle sind nacherzählt.“ Die Module sind um zusätzliche Informationen erweiterbar. Zum Beispiel: „Buch: Autorenteam filmpool. Alle handelnden Personen sind frei erfunden.“
  • Die Platzierung der Kennzeichnung erfolgt im Abspann. Eine Kennzeichnung am Beginn der Sendung ist optional.
  • Die Kennzeichnung soll nach Größe, Form, Farbgebung und Dauer der Einblendung gut lesbar sein. Die Dauer der Einblendung richtet sich nach der Länge des Kennzeichnungshinweises.
  • Die Verwendung beider Module soll ab sofort bei allen neu produzierten Sendungen erfolgen. Fertiggestellte Sendungen und Wiederholungen solcher Sendungen können wie bisher ausgestrahlt werden. Eine Umverpackung ist nicht notwendig. Für Formate, die noch nicht ausgestrahlt wurden und deren Abspann bereits produziert ist, ist eine Umformatierung ebenfalls nicht notwendig.

Die kompletten Richtlinien im Detail lassen sich hier nachlesen.

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