Anzeige

15 Jahre National Geographic bei G+J: Auf der Spur der unbekannten Wunder

Neuer National Geographic-Chefredakteur Florian Gless, Jubiläumsausgabe: „Power der journalistischen Weltmarke nutzen“
Neuer National Geographic-Chefredakteur Florian Gless, Jubiläumsausgabe: "Power der journalistischen Weltmarke nutzen"

National Geographic gilt als Magazin für Abenteurer, aber für den seit Juni amtierenden Chefredakteur Florian Gless ist der Job des Blattmachers selbst ein (willkommenes) Abenteuer. Der 46-Jährige ist nach neun Jahren als Ressortleiter beim stern in die Welt von "NG" eingetaucht und wirkt fast überrascht, mit welch faszinierender Materie er es hier zu tun bekommen hat. Heute feiert die deutsche Ausgabe ihr 15-jähriges Bestehen, zu dem Gless und sein Team eine Jubiläumsausgabe produziert haben.

Anzeige
Anzeige
Die deutsche Lizenz-Version von National Geographic ist eine der Erfolgsgeschichten von Gruner + Jahr in den letzten zwei Jahrzehnten. Schon zum 10. Geburtstag würdigte MEEDIA das Magazin, bei dem die Uhren anders ticken als bei vielen herkömmlichen Zeitschriftenmarken. Hinter dem amerikanischen Original steht eine Stiftung, die Journalismus in einem heute sonst kaum noch möglichen Maß ermöglicht. Nicht selten sind die Reporter, Fotografen und Grafiker, die sich mit einer geradezu wissenschaftlichen Akribie in ein Thema „schrauben“, ein ganzes Jahr lang damit beschäftigt, eine Story rund zu machen. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Magazin mit Optiken, Info-Elementen und Texten, die sich sonst nirgends finden.
NG1Spektakuläre Funde ausgestorbener Tiere und deren aufwändige Rekonstruktion, gehören zu den Paradedisziplinen des Entdecker-Magazins

Chefredakteur Florian Gless definiert das Alleinstellungsmerkmal so: „Unsere Geschichten erzählen von den unbekannten Wundern der Erde, und davon gibt es immer noch erstaunlich viele. Seien es die Knochen eines Dinosauriers, der größer als der T.Rex war, oder Gen-Labore, in denen an der zweiten landwirtschaftlichen Revolution geforscht wird. Vor allem aber besticht NG durch seine Qualität. Der Aufwand, der hier für eine Geschichte betrieben wird, sucht weltweit seinesgleichen. Das Motto ‚Inspire the People to care about the Planet‘ wird sehr, sehr ernst genommen.“

NG2
Rückschau: In der Jubiläumsausgabe zeigt das Magazin fotografische Highlights der vergangenen 15 Jahre

Bei der deutschen Ausgabe produziert das Hamburger Team etwa ein Drittel der Inhalte selbst, die Mehrzahl wird von der US-Ausgabe übernommen, die auch alle Seiten der inzwischen 40 internationalen Lizenz-Töchter kontrolliert und zum Druck freigibt. Dennoch ist es Gless wichtig, selbst Akzente zu setzen: „Wir haben eigene Rubriken  – jetzt auch mit Harald Welzer einen eigenen Kolumnisten – und produzieren Geschichten aus Deutschland. Das kann eine Reportage vom Forschungsschiff ‚Meteor‘ sein oder eine faszinierende Foto-Reportage  über Wildnis in Deutschland. Mir ist es wichtig, dass unsere deutschen Leser merken, dass dieses Magazin für sie hier vor Ort gemacht wird.“

Anzeige
Die Leserschaft der deutschen Ausgabe, überwiegend männlich, ab Mitte 40 und wie Gless sagt, „vom Typ Abenteurer oder Lerner“ sowie „neugierig und bildungshungrig“ seien darauf aus, „sich vom Sofa aus in die Welt entführen zu lassen“. Und dann gebe es noch die „jüngeren Outdoor-Fans, die am Wochenende im alpinen Hochgebirge unterwegs sind“. Sie alle, so ist der Chefredakteur überzeugt, „verbindet die Lust an der Faszination Erde“. Für die damit verbundenen Themen hat National Geographic stets neue und aufregende Geschichten parat, und die Redaktionsteams setzen diese in teilweise atemberaubender Manier auch multimedial um.
NG3
Nachhaltigkeit und die Sorge um den Erhalt der Artenvielfalt und Lebensbedingungen auf unseren Planeten gehören zur DNA der Zeitschrift

Für Gless ist die Vernetzung von journalistischen Print- und Digitalangeboten besonders reizvoll: „Wir haben eine Website, die wir täglich mit Hintergrundgeschichten zu aktuellen Themen wie Ebola oder dem sensationellen Fund eines Wracks in der Ostsee füllen. Wir sind auf Facebook, ich selbst habe vor kurzem begonnen zu twittern (@FlorianGless). Jetzt gerade haben wir unser eMag in den Apple-Newsstand gebracht, von dem ich glaube, dass es das Zeug zur Benchmark hat. Was die amerikanischen Kollegen uns da zur Verfügung stellen, ist unglaublich: Videos, animierte Infografiken, ergänzende Bildstrecken, Trickfilme – das ist vom Allerfeinsten. Unser eMag zeigt wirklich, was eMag kann.“

Tatsächlich scheint National Geographic, wie MEEDIA bereits in der Medienkrise 2009 schrieb, wie eine Insel, an der die Stürme vorbei gegangen sind, die sonst überall Verwüstungen angerichtet haben. Nach insgesamt 14 Jahren beim stern und einer Episode als Blattmacher des Jugendmagazins Yuno ist Florian Gless von seinem neuen Tätigkeitsfeld überzeugt: „Die Power von National Geographic als journalistischer Weltmarke begeistert mich jeden Tag neu.“ Und: „Hier in voller Verantwortung Blatt machen zu dürfen, macht einfach tierisch Spaß.“ Es gibt in der aktuellen Medienrepublik wohl nicht allzu viele Chefredakteure, die das von sich behaupten können.
Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*