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N24-Integration: Peters baut Welt-Spitze um, Ressortchefs machen TV mit

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WeltN24-Chefredakteur Jan-Eric Peters

Zum 1. Januar 2015 stellt Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters seine Redaktionsspitze neu auf. Grund: die Integration der Zeitungsmarke mit dem TV-Sender N24. Die Führung der gemeinsamen Redaktion übernimmt Peters, seine Stellvertreter sind Ulf Poschardt und Arne Teetz, der als N24-Chefredakteur für TV-Nachrichten und Bewegtbild-Produktion verantwortlich ist.

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Als stellvertretende Chefredakteure sind Oliver Michalsky (zuständig für digitale Angebote) und Beat Balzli (zuständig für Welt am Sonntag) gesetzt.

Vier leitende Redakteure, die bisher Stellvertreter von Peters waren, verlassen die Chefredaktion, bekommen aber zusätzlich Ressortverantwortung über die TV-Sparte. Das sind Thomas Exner (Wirtschaft und Finanzen), Andrea Seibel (Meinung) und Cornelius Tittel (Kultur). Frank Schmiechen wird, wie bereits am Mittwochabend vermeldet, Chefredakteur des Start-up-Portals Gründerszene, das mehrheitlich zu Springer gehört.

Während man sich beim Spiegel noch streitet, ob es sinnvoll sein könnte, Online und Print mit gemeinsamen Ressortchefs zu führen, verantworten bei WeltN24 also künftig Journalisten die Kanäle Print-Zeitung, Digital und TV. Peters sieht sich in der deutschen Medienbranche in der Führung, was die Newsroom-Organisation angeht. Die Welt werde zur „einzigen Redaktion in Deutschland, die digitale Medien und Zeitungen und Fernsehen aus einer Hand macht“. Peters ist für alle Titel und journalistischen Formate von Welt und Welt am Sonntag sowie N24 verantwortlich.

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Zum 1. Januar 2015 nimmt offiziell die Welt N24 GmbH ihre Arbeit auf, damit wäre die Integration des Nachrichtensenders auch formal vollzogen. Springer hatte N24 Ende 2013 übernommen.

Am Donnerstagmorgen schrieb Peters an seine Redaktion, es gehe darum, sich „als Team für multimedialen Qualitätsjournalismus neu aufzustellen“. Die Chefredaktion von WeltN24 brauche eine neue Struktur, „um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können“. Und mit einem Seitenblick auf einen Mitbewerber: „Wenn ich mir so anschaue, wie es leider zur Zeit in anderen Medienhäusern zugeht, zeigt sich doch, dass wir in den vergangenen Jahren offenbar einiges richtig gemacht haben. Während sich manche Redaktion im Streit um die Integration von Print und Online, die wir schon vor acht Jahren begonnen haben, gerade selbst zerlegt und und so manchen schmerzhaften Schritt noch vor sich hat, dürfen wir nach vorne schauen und etwas Neues aufbauen.“

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  1. Zeitung wird Internet. Internet wird Bewegtbild. Springer ist da als einziger in Deutschland auf dem richtigen Weg. Aber man muss es auch in der Praxis organisieren können und die einstigen Traumrenditen, die die großen Verlage so komfortabel finanzierten, werden auch auf dem richtigen Weg nicht zurück kommen. Beim Spiegel sieht es dagegen immer mehr danach aus, das keine der wild streitenden Parteien auf dem richtigen Weg ist.

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