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„Dein Spiegel“: Zum fünften Geburtstag gibt’s eine App

„Dein Spiegel“ gibt’s jetzt auch als App
"Dein Spiegel" gibt's jetzt auch als App

Das Kindermagazin "Dein Spiegel" feiert seinen fünften Geburtstag. Zu diesem Anlass macht es sich selbst und seinen Lesern ein Geschenk und erscheint ab sofort monatlich auch als App. Der digitale Vorstoß soll neue Zielgruppen erschließen und Spaß machen.

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Harmonische Stimmung an der Ericusspitze am Dienstagabend: Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner hat zur Abwechslung mal etwas Erfreuliches zu verkünden. Das Kindermagazin des Verlagshauses, „Dein Spiegel“, wird fünf. „Ihr nehmt Kinder ernst“, lobt Büchner die Redakteure und betont: „Für Kinder zu schreiben heißt klarer zu schreiben.“ Das sei auch für manch einen Spiegel-Autoren oft nicht einfach.

Ein Geschenk hat der Chef aber nicht mitgebracht – das übernimmt das Blatt selbst. Zum Geburtstag gibt’s eine App.

Sie erscheint jeden Monat einen Tag vor dem Printtitel. Geblättert wird, im Gegensatz zu den meisten Magazin-Apps, vertikal, nicht horizontal. Ein Inhaltsverzeichnis gibt Orientierung und ermöglicht es, einzelne Kapitel zu überspringen. Inhaltlich bildet die App das Heft ab, wartet aber mit einer Reihe spielerischer und bunter Extras auf: „Wir wollten keine App, die einfach nur ein E-Paper des gedruckten Heftes ist“, sagt Manuel Wessinghage, Objektleiter des Magazins. Multimediale Elemente wie Spiele, interaktive Comics, bewegliche Bilder oder Videos sollen Spaß machen. „Wir verstehen uns zwar als Nachrichtenmagazin, wie auch unser Mutterblatt“, so Wessinghage. Trotzdem: Gerade bei Kindern sei die gute Mischung ausschlaggebend, die Inhalte müssten anregen.

Die journalistischen Inhalte kommen dabei aus der Redaktion, digital aufbereitet wird das Angebot von einer speziellen Multimedia-Unit, die für den ganzen Spiegel-Verlag arbeitet. Natürlich können die jungen Leser die Autoren über die App auch direkt kontaktieren. „Das Angebot ist für uns auch eine Chance, noch mehr direktes Feedback zu bekommen“, sagt Wessinghage. Die App sei letztlich auch ein Versuch neue Zielgruppen zu erreichen – das heißt Kinder, die durch das spielerische und multimediale Angebot erst Lust bekommen zu lesen.

Als Ersatz zum Heft soll die Appliaktion aber nicht fungieren, sagt der Objektleiter. „Wir denken schon, dass das Heft weiterhin eine große Rolle spielen wird. Die Nachfrage nach digitalen Angeboten ist von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich.“

Die richtige Richtung scheint das Verlagshaus mit der App zumindest einzuschlagen. Wie die jüngste KidsVA zeigte, nutzen drei von vier Kindern zu Hause einen Computer. 67 Prozent oder 4,2 Millionen waren schonmal online und 28 Prozent der 6- bis 13-Jährigen sind täglich im Netz unterwegs.

Der Printtitel schlägt sich derweil ganz gut: Nach einigen Einbrüchen in den letzten Jahren, verzeichnet er steigende Auflagenzahlen. In der letzten IVW-Auflistung zählte das Blatt einen Zuwachs zum Vorjahr von rund 8.000 verkauften Exemplaren, insgesamt waren es mehr als 81.000 im zweiten Quartal 2014. „Dein Spiegel“ liegt damit an achter Stelle der Kindermagazine, ist aber das am meisten verkaufte Blatt mit nachrichtlichen Inhalten. Am ehesten vergleichbar wäre noch der Gruner + Jahr-Titel Geolino, der an zweiter Stelle steht und im selben Quartal fast 180.000 Exemplare verkaufte – dafür aber ein Minus von 14.000 im Vergleich zum Vorjahr einstecken musste.

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