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Content-Riese C3: KircherBurkhardt und Burda Creative gehen zusammen

Die neue C3-Unternehmensführung: Rainer Burkhardt, Lukas Kircher und Gregor Vogelsang
Die neue C3-Unternehmensführung: Rainer Burkhardt, Lukas Kircher und Gregor Vogelsang

Die beiden großen Corporate Publisher KircherBurkhardt und Burda Creative gehen zusammen. Eine entsprechende Information von MEEDIA bestätigten die Unternehmen inzwischen. Geschäftsführer des neuen Corporate-Riesen, der sich C3 nennt, sind Lukas Kircher, Rainer Burkhardt und Gregor Vogelsang, der bisher Chef der Burda Creative Group ist.

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Gemeinsam kommen die Partner auf die erkleckliche Umsatzgröße von knapp 60 Millionen Euro. Im Ranking der Digitalagenturen landet C3 damit in den Top5. Beide Unternehmen setzen schon seit einiger Zeit auf das Pferd Content Marketing, also vor allem digitales Publishing im Auftrag von Unternehmen. In der Pressemitteilung von Burda ist davon die Rede, die Company zum „Content Marketing Champion“ zu entwickeln. C3 stehe dabei für Creative Code + Content. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes soll noch 2014 aktiv werden und das internationale Geschäft vorantreiben.

„Wir gehen auf Angriff“, sagte Lukas Kircher am Mittwochnachmittag in einer Telefonkonferenz. Gregor Vogelsang prognostizierte, dass es zu weiteren Zusammenschlüssen von Digitalagenturen, die aus dem klassischen Corporate Publishing kommen und inzwischen neue Erlösmodelle aufgebaut haben, kommen werde. „Wir sind aber die Schnellsten.“ Das Portfolio der beiden Unternehmen ergänze sich.

Die Partner teilen sich die Anteile, 50 Prozent gehen demnach an Kircher und Burkhardt, 50 Prozent an Burda Media. Laut einer Mitteilung übernimmt Rainer Burkhardt die Verantwortung für Client Services, Business Development und die bisherigen KB-Standorte. Lukas Kircher kümmert sich um Technologie, Kreativität und Innovation. Gregor Vogelsang verantwortet Strategie, Internationalisierung, M&A und die bisherigen Standorte von Burda Creative.

Der Geschäftsführende Gesellschafter von KircherBurkhardt, Andreas Schulte, wechselte erst neulich zur Funke Mediengruppe. Im Nachhinein ein Indiz, dass sich bei KB etwas tat. Insbesondere Lukas Kircher hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er ein Unternehmen aufziehen wolle, das 100 Millionen Euro Umsatz erzielt. Eine ähnliche Umsatzgröße hatte auch mal der ehemalige G+J-Chef Bernd Buchholz für seine Corporate Publishing-Sparte ausgerufen. Der Zusammenschluss dürfte nicht nur bei den Mitbewerbern in Hamburg aufhorchen lassen.

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Dem neuen Unternehmen dürfte es nun vor allem um den schnellen Ausbau ihres Geschäfts gehen, die Internationalisierung ganz oben auf der Liste. Weitere Mitglieder der Geschäftsführung sind Jeno Schadrack (CFO), Burkhard Tewinkel (Berlin), Karsten Krämer (Hamburg) und Christian Fill (München). Die neue Agenturgruppe verfügt über ein Umsatzvolumen von 59 Millionen Euro.

Lukas Kircher kommentiert den Zusammenschluss so: „Für uns ist der geplante Merger mit der BurdaCreative ein smarter move, um unsere lang gehegten Pläne zum internationalen Wachstum und zur Expansion in weitere Kompetenzfelder mit einem starken Partner in die Tat umzusetzen.“ Gleichzeitig, so betont Rainer Burkhardt, garantierten die geschlossenen Vereinbarungen, „dass wir die unternehmerische Unabhängigkeit und unsere kreative und urbane Agenturkultur erhalten.“

Burda-Vorstand Philipp Welte sagt: „Der Beginn unserer Wertschöpfung als Verlag bleiben auch in einer weitergehend digitalisierten Medienwelt journalistische Inhalte, aber wir werden mit diesen Inhalten auch andere Wege gehen müssen als im letzten Jahrhundert. Einer davon ist es, andere Unternehmen in der medialen Arbeit für ihre Marken und Produkte zu unterstützen. Dabei sind Lukas Kircher und Rainer Burkhardt mit ihren Teams die idealen Partner für uns.“ Das neue Unternehmen verfügt zum Start über Standorte und Büros in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Zürich, London, Moskau, Honkong und New York.

 

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