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Abendzeitung-Käufer Balle verkündet schwarze Zahlen nach Neustart

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Notausgabe der Abendzeitung vom 1. Juli, Verleger Balle

Drei Monate nach dem Neustart verkündet der Verleger der Abendzeitung München: wir schreiben schwarze Zahlen mit dem Blatt! Die Abendzeitung ging im März in ein Insolvenzverfahren, zu hoch waren die Verluste, die sich Monat für Monat anhäuften. Regionalzeitungsverleger Balle übernahm - und drückte die Kosten. Am Dienstag freute sich Balle, die Zweifler widerlegt zu haben.

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Balle und sein Mitherausgeber Dietrich von Boetticher beziffern die verbliebene Auflage der Abendzeitung München mit 40.000 verkauften Exemplaren pro Tag. Etwa die Hälfte werde am Kiosk abgesetzt, die andere Hälfte seien Abos. Die Gewinnschwelle erreiche die Abendzeitung bereits bei 30.000 verkauften Exemplaren. Die vor der Insolvenz genannte Auflage von 100.000 Exemplaren sei wesentlich durch Sonderverkäufe erreicht worden. Sprich – laut Balle wurden sie verschenkt.

Der Verleger des Straubinger Tagblatts verschenkt hingegen nichts mehr. Mehr als 30 Mitarbeiter (von etwa 100) habe er übernommen, es seien nun weitere Einstellungen geplant, insbesondere im Lokalen. Die Sachkosten wurden gedrückt, darunter vor allem die Druckkosten. Der Insolvenzverwalter hatte zuvor eine Preiserhöhung vorgenommen.

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Unter dem Strich blieben „operativ deutlich schwarze Zahlen“. Man widerlege nun jene, sagt Balle, „die bezweifelt haben, dass die AZ als Tageszeitung profitabel geführt werden kann“. Die Herausgeber hätten das Blatt „vorsichtig und an den richtigen Stellen reformiert“. Zwischen dem Straubinger Tagblatt und der Abendzeitung gebe es einen redaktionellen Austausch, neu eingeführt wurde eine Wochenendbeilage und eine Kinderzeitung.

Wie nachhaltig die Entwicklung der Auflage ist, wird sich allerdings erst nach etwa einem Jahr zeigen. Das frühe Signal von Martin Balle dürfte vor allem in Richtung Werbekunden gehen.

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