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WeChat, Line & Co: BBC News gibt’s jetzt auch als Instant Message

James Montgomery, Digitalchef der BBC World Group über das neue Social-Messaging-Angebot
James Montgomery, Digitalchef der BBC World Group über das neue Social-Messaging-Angebot

Wichtige Nachrichten per WhatsApp & Co: Die britische Rundfunkanstalt BBC verteilt ihre Inhalte nun auch über den Instant-Messaging-Dienst Line. Der Nachrichtenanbieter will damit seine Social Media-Aktivitäten erweitern und junge Nutzer besser erreichen.

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Nutzer der Instant-Messaging App Line können ab sofort einen neuen Freund hinzufügen: BBC News. Das internationale Angebot der Rundfunkanstalt verbreitet seine Inhalte nun auch als private Nachrichten. Die BBC will damit ihre Social-Media-Präsenz stärken. Denn: Mobile mache inzwischen den Großteil des digitalen Traffics der BBC aus, erklärt James Montgomery, Digitalchef der BBC World Service Group. „Deshalb sehen wir hier ein grandioses Potenzial, um die BBC -Nachrichten über diese Apps zugänglich zu machen, Zuschauer zu erreichen und Nachrichten, Bilder und Videos möglichst nahtlos zu streuen.“

Zielgruppe für das Social-Messaging-Experiment sind laut Montgomery vor allem die jungen Nutzer und solche, die keinen vollständigen Zugang zum Internet haben. „Unsere Hoffnung ist, auf diese Art und Weise sicherzustellen, dass BBC News weiterhin relevant bleibt, trotz der zunehmenden Verschiebung hin zu mobilen Angeboten“, erklärte Montgomory gegenüber MEEDIA.

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Die Plattform, der japanische WhatsApp-Konkurrent Line, ist besonders im asiatischen Raum populär, aber auch in Deutschland, Australien sowie in Spanien und in den USA verfügbar. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt starken Reichweitenzuwachs. Im Mai verkündete es eine Nutzerschaft von 420 Millionen. Zum Vergleich: WhatsApp knackte eigenen Angaben zufolge im April die 500 Millionen-Marke. Auf eine App festlegen will sich BBC News mit dem Angebot nicht. Vielmehr plane man die Zusammenarbeit mit verschiedenen Diensten, je nach dem, welche in den verschiedenen Ländern am stärksten genutzt werden. „Das Potential ist überall, wir müssen nur die richtige App für jedes Land auswählen“, so Montgomery.

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Erste Versuche mit anderen Anbietern gab es bereits. In Südafrika und Indien startete die BBC in diesem Jahr zwei Pilotprojekte. In Südafrika lief der Versuch über die populäre App Mixt und sollte im Zuge der Wahlen vor allem junge Nutzer erreichen. Durch die direkte Kommunikation sei es möglich gewesen, Themeninteressen der jungen Generation zu identifizieren und diesen mehr Platz in der Berichterstattung einzuräumen. In Indien legte sich der Nachrichtensender anlässlich der Parlamentswahlen im Frühjahr zudem einen WeChat-Account zu. Nutzer wurden dazu eingeladen, diesen als Kontakt hinzuzufügen und durch eine Nachricht ihrerseits regelmäßige Updates zu abonnieren: drei Stück am Tag, in Form von Videos, Audios, Infografiken, Cartoons und kurzen Texten, in den beiden Landessprachen Hindi und Englisch.

Die Reaktion der Nutzer sei sehr positiv gewesen, heißt es in einem Beitrag des Social Media Hubs der BBC News – den Nutzern hätte die personalisierte Kommunikation gefallen, ebenso wie die Unmittelbarkeit der Informationen. Kritisiert wurden die fehlende Selektionsmechanismen. Im Line-Angebot soll das ab nächster Woche möglich sein.

 

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