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Spiegel: Wolfgang Büchner will sich von Wirtschafts-Chef Armin Mahler trennen

Wolfgang Büchner
Wolfgang Büchner

Der Spiegel kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach MEEDIA-Infos will sich der umstrittene Chefredakteur Wolfgang Büchner vom langjährigen Wirtschafts-Ressortleiter Armin Mahler trennen. Mahler war lange Jahre auch Geschäftsführer der mächtigen Mitarbeiter KG, im Februar 2013 verlor er den Posten nach einer dramatischen Wahl durch Los-Entscheid. Mahler galt Spiegel-intern als einer der schärfsten Kritiker Büchners.

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Hintergrund für die Personalie ist der anhaltende Streit zwischen Spiegel-Chefredakteur Büchner und der Print-Redaktion des Nachrichtenmagazins. Die Print-Ressortleiter sind nicht damit einverstanden, wie Büchner den Spiegel organisatorisch neu aufstellen will. Vor allem stören sie sich daran, dass Büchner gemeinsame Ressortleiter für Print und Online durchsetzen will. Büchner will hierzu alle Ressortleiterstellen neu ausschreiben lassen.

Bei den Ressortleitern wurde befürchtet, dass Büchner Kritiker bestrafen und sie bei der Neuauswahl nicht berücksichtigen will. Sogar eine Liste von fünf der elf Printressortleiter, die der Umstrukturierung zum Opfer fallen könnten, kursierte schon einmal im Haus. Dazu zählen sollen angeblich Lothar Gorris (Kultur), Britta Sandberg (Ausland), Rafaela von Bredow (Wissenschaft), Matthias Geyer (Gesellschaft) und eben auch Mahler. Auch CvD Thomas Schäfer und den früheren Hauptstadtbüroleiter Dirk Kurbjuweit habe Büchner im Visier, hieß es. Büchner bestritt stets, dass es ihm darum gehe, unliebsame Ressortleiter loszuwerden.

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Die Spiegel-Gesellschafter hatten Büchner für sein Konzept des Redaktionsumbaus ihr Vertrauen ausgesprochen. Allerdings haben sie ihm auch ins Stammbuch geschrieben, dass er die Neuorganisation gemeinsam mit der Redaktion durchführen soll. Seither kam es jedoch zu keiner Annäherung zwischen Büchner und seinen Kritikern – im Gegenteil. In einem Brandbrief sprachen sich alle Print-Ressortleiter des Spiegels gegen Büchners Kurs aus. In dem Schreiben hieß es, der von Büchner eingeschlagene Kurs würde die Qualität eingeführter Produkte des Verlags gefährden.

Der Spiegel-Verlag wollte sich auf Nachfrage nicht zu Personalfragen äußern.

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