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Alles neu? Was Marken und Unternehmen von der Apple Watch lernen können

Viele Möglichkeiten zur Individualisierung: die Apple Watch
Viele Möglichkeiten zur Individualisierung: die Apple Watch

Neue Technologien lassen nicht nur die Menschen, die sie bedienen, umdenken. Auch diejenigen, deren Dienste auf den neuen Geräten genutzt werden wollen, müssen sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Die große Frage: Wie macht man sich nun den kleinen Screen der Apple Watch zunutze? Tom Goodwin von der Tomorrow Group liefert einige interessante Ansätze.

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Apple bringt nicht als erster Konzern eine Smartwatch auf den Markt. Doch schon das iPhone und das iPad haben eindrucksvoll bewiesen: Wenn das Unternehmen in ein neues Segment einsteigt, dann meist mit großem Erfolg. Im Falle der Apple Watch ist die Uhr auch gleich mit etlichen iPhones (iPhone 5, 5s, 5c, 6, 6 Plus) kompatibel, was die Zahl der potenziellen Kunden auf mehreren Millionen ansteigen lässt.

Der wohl größte Unterschied von Apples Mobil-Geräten im Gegensatz zur Android-Konkurrenz: iOS-Nutzer nutzen die Geräte mehr, sie kaufen mehr und setzen dadurch mehr um für Entwickler und App-Publisher. Der Haken: Das, was bislang auf Smartphone- und Tablet-Displays funktioniert, muss neu gedacht werden.

Tom Goodwin, CEO und Gründer der Tomorrow Group, hat auf AdWeek zusammengefasst, worauf Unternehmen seiner Meinung nach achten müssen, um auf den neuen Mobilgeräten Erfolg zu haben.

1. Fokus

Die Miniaturisierung schreitet voran. Auch wenn Smartphones dieser Tagen immer größer werden, so erlauben die Bauteile immer kleinere Konstrukte – vor allem mit Blick auf die Bildschirme, auf die wir täglich schauen. Ob Computer, Fernseher, Smartphone, Tablet oder nun auch Smartwatch: Unsere Sichtweise auf neue Techologien und die Inhalte darin wird immer fokussierter. Laut Goodwin befinden wir uns nach „Lean forward“ und „Lean back“ nun in der Ära des „Look down“. Gemeint ist nicht das Handy in der Hand, sondern die smarte Uhr am Handgelenk. Wer etwa auf der Apple Watch mit Werbung erfolgreich sein will, der muss sich der Frage stellen: Wie kann ich in Zeiten, in denen Werbung immer stärker als störend und ungewollt aufgefasst wird, Aufmerksamkeit erregen.

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2. Vorhersagendes Marketing

Geräte wie die Apple Watch, aber auch anderen Smartwatches und Wearables, bieten viele Voraussetzungen, um detaillierte Informationen über ihre Träger zu sammeln: von abgerufenen Daten aus dem Web, Nachrichten, zurückgelegten Strecken über Vitalwerte bis hin zum Herzschlag eines Nutzers während einer bestimmten Aktion. Angenommen, Apple gibt über eine Programmierschnittstelle (API) Zugriff auf einen Teil dieser Daten, würde das Marketern enorm bei der Verbesserung ihrer ausgespielten Werbung weiterhelfen. In Verbindung mit geobasierten Diensten, wie etwa Foursquare, könnten Unternehmen zeit- und ortsgenau die passende Werbung aufs Handgelenk ausspielen.

3. Spannungsfeld zwischen echter und digitaler Welt

Für Goodwin ist die Apple Watch keine Uhr, sondern ein Bindeglied zwischen echter und virtueller Welt. Es geht für ihn nicht darum, mit der Smartwatch die Uhrzeit abzurufen oder Telefonate abzuwickeln. Vielmehr müssen sich Unternehmen fragen, wie sie mit Hilfe dieser neuen Technologie auch Nutzwert mit ihren Diensten schaffen können. Wird es in Zukunft möglich sein, ein Auto mit nur einem „Tap“ zu entsperren? Oder über die Uhr – etwa mit Apple Pay – zu bezahlen?

Noch lässt die Apple Watch bis Anfang 2015 auf sich warten. Während der Keynote waren auf einem Slide zumindest schon einige App-Icons von Programmen zu sehen, die mit der Smartwatch kompatibel sein werden, darunter Pinterest, der Messenger Telegram und Nike+. Apple nannte zudem noch Facebook, Twitter, City Mapper, BMW, American Airlines, Starwood Hotels und Yahoo als zukünftige Partner.

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