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Backstage beim Guardian: Leser können jetzt Mitglieder werden

Beim Guardian können Leser jetzt zu Mitgliedern aufsteigen. Die Zeitung will dadurch mehr Nähe schaffen und: Geld verdienen.
Beim Guardian können Leser jetzt zu Mitgliedern aufsteigen. Die Zeitung will dadurch mehr Nähe schaffen und: Geld verdienen.

Leser der britischen Zeitung The Guardian können ab sofort zu Mitgliedern aufsteigen. Ab 15 Pfund im Monat bekommen sie dafür exklusive Einladungen zu Veranstaltungen des Medienhauses sowie Rabatte beim Ticketkauf. Die Zeitung probiert einen neuen Weg der Finanzierung von Journalismus.

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Während das öffentliche Leben immer digitaler wird, wächst das Bedürfnis nach realen Kontakten – auch im Journalismus. Deshalb und weil der Leserdialog immer wichtiger wird, lud The Guardian 2012 zu einem offenen Wochenende ein, bei dem Leser direkt mit den Machern der Zeitung in Kontakt treten, mit ihnen diskutieren und sich vernetzen konnten. Die Aktion kam so gut an, dass die britische Zeitung ihr Veranstaltungsportfolio nach und nach ausbaute.

Veranstaltungen wie diese sind aber nicht nur journalistischer Natur, sie gehören vor allem zur Markenbildung. Denn auch ein Medium muss als Marke in den Köpfen seiner Leser verankert werden.

Einen weiteren Schritt in diese Richtung hat die Zeitung jetzt getan: Ab sofort können Leser zudem Mitglied des Medienhauses werden. Das kostet sie zwischen Null (Freund), 15 (Partner) und 60 Pfund im Monat (Patron). Sogenannte ‚Freunde‘ bekommen dafür regelmäßige Updates zu Guardian Live-Veranstaltungen, ‚Partner‘ bekommen diese Informationen noch früher sowie Rabatte beim Ticketkauf und ‚Patrone‘ erhalten einen „backstage pass“. Laut Unternehmen bedeute das auch die Möglichkeit, direkt mitzumischen: „Ob die Ausrichtung eigener Veranstaltungen oder das Vernetzen anderer Mitglieder untereinander, du wirst die Zukunft der Community mitgestalten.“

Durch die neue Community will The Guardian mehr Nähe zu seinen Lesern schaffen. Die Zeitung führt dadurch aber auch eine neue Finanzierungsmöglichkeit für unabhängigen Journalismus ein, der außerhalb spendenbasierter Abonnements liegt. Der Deal: Die Leser fühlen sich als Teil des Journalismus, werden eingebunden und treffen auf die Verantwortlichen. Diese wiederum profitieren von einer guten finanziellen Grundlage für professionelles Arbeiten und dem Ideenreichtum der Mitglieder.

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Für diese richtet das Medienhaus sogar einen eigenen Raum, gegenüber der Guardian-Büros im Londoner Viertel Kings Cross ein. Hier wolle man, so heißt es auf der Mitgliederseite der Zeitung, einen Platz zum diskutieren, arbeiten und entspannen schaffen. Eröffnet werden soll der Raum in einem ehemaligen Industriegebäude in gut zwei Jahren.

 

 

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