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Erhoffter Bruttoerlös von 750 Mio. Euro: Rocket Internet stellt Börsenpläne vor

Rocket Internet-Chef Oliver Samwer
Rocket Internet-Chef Oliver Samwer

Nach Zalando in der vergangenen Woche präzisiert nun auch Rocket Internet seine Börsenpläne. Der Samwer-Inkubator will noch in diesem Jahr Firmenanteile über die Frankfurter Börse verkaufen. Angestrebt ist ein Bruttoerlös von 750 Millionen Euro. Sich selbst bezeichnen die Berliner als "führende E-Commerce-Plattform in Schwellenländern" mit dem Ziel "die größte Internet-Plattform außerhalb der USA und Chinas zu werden“.

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Die neuen Pläne bestätigen die bisherigen Spekulation, dass Rocket den Rückenwind des geplanten Mega-IPOs von Alibaba nutzen will, um ein Stück vom zu erwartenden E-Commerce-Hype an den weltweiten Börsen abzubekommen.

Nach eigenen Angaben zielt die Web-Company auf einen gewaltigen Markt mit einer Bevölkerung von 5,4 Milliarden Menschen. Die Länder, in denen Rocket aktiv ist, vereinen 75 Prozent der Weltbevölkerung und ca. 75 Prozent aller weltweiten Mobiltelefonnutzer. So verfügen die Berliner bereits über ein globales Netz an Online-Mode-Shops (Dafiti in Lateinamerika, Lamoda in Russland, Zalora in Asien-Pazifik, Jabong in Indien und Namshi im Nahen Osten) oder Online-Versandhäuser (Jumia in Afrika, Lazada in Südostasien oder Linio in Lateinamerika). Hierzulande sind vor allem die Web-Einrichtungshäuser wie Home24 und Westwing bekannt.

„Wir sind überzeugt, dass das Internet das Leben der Menschen grundlegend verändern wird, vor allem in den Schwellenländern. Wir haben eine einzigartige Plattform entwickelt, die es uns ermöglicht, Geschäftsmodelle in mehr als 100 Länder zu exportieren und auf diesem Wege Grundbedarfsgüter und Basisdienstleistungen unserem vielfältigen Kundenstamm zugänglich zu machen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Oliver Samwer. Für ihn ist der Börsengang „der nächste logische Schritt auf dem Weg zu unserem erklärten Ziel, die weltweit führende Internet Plattform außerhalb der USA und Chinas zu werden.“

Nach Einschätzung des Aufsichtsratsvorsitzenden Lorenzo Grabau hat Rocket bewiesen, „dass ihre operative Plattform eine einzigartige Grundlage ist, um marktführende Franchise-
Unternehmen über fünf Kontinente konsequent aufzubauen und zu skalieren“.

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Zuletzt hatten noch Ralph Dommermuth und United Internet sowie Holtzbrinck Ventures ihre Beteiligungen direkt in die Rocket Internet AG eingebracht. Die letzte Bewertung des Börsenkandidaten Rocket lag nach dem Einstieg von United Internet bei 4,3 Milliarden Euro. Entsprechend liegt die Bewertung der HV-Anteile bei rund 107 Millionen Euro.

Die bisherig Gesellschafterstruktur sieht so aus, dass der Global Founders Fund der Samwers 52,3 Prozent hält, der Kinnevik-Konzern 18,1 Prozent, United Internet 10,4 Prozent, die Philippine Long Distance Telephone Company 8,4 Prozent, Access Industries 8,3 Prozent und Holtzbrinck Ventures 2,5 Prozent.

Begleitet wird der Börsengang von Berenberg, J.P. Morgan und Morgan Stanley als Joint Global Coordinators und fungieren gemeinsam mit BofA Merrill Lynch, Citigroup und UBS Investment Bank als Joint Bookrunners.

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