Ein einziges Bild verrät, warum die Apple Watch ein missratenes Produkt ist

Viel Marketingaufwand, wenig Käufer: Die Apple Watch bleibt stark unter den Erwartungen zurück
Viel Marketingaufwand, wenig Käufer: Die Apple Watch bleibt stark unter den Erwartungen zurück

Tech Da ist sie also nun: Die lange erwartete iWatch heißt Apple Watch und sie sieht aus wie, ja wie … wie eine Uhr mit Bildschirm eben aussieht. Für Apple ist die Watch extrem wichtig. Ist dies doch seit dem iPad die erste neue Produkt-Kategorie seit dem Tod von Steve Jobs. Vieles spricht aber dafür, dass der Erfolg diesmal ausbleiben könnte.

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1. Eine Uhr ist kein Handy

Eine Binse und doch eines der größtes Probleme der Kategorie Smartwatch. Eine Armbanduhr ist ein sehr spezielles, sehr persönliches Stück. Für Männer ist eine Uhr eines der wenigen, für einige das einzige Schmuckstück, das sie tragen. Eine Uhr ist Ausdruck von Persönlichkeit und Vorliebe. Die reine Funktionalität als Zeitmesser tritt dabei komplett in den Hintergrund. Darum boomen teure, mechanische Uhren auch. Sie sind teuer, sie zeigen die Zeit ungenauer an als billige Digitaluhren, sie sind wartungsaufwändig – trotzdem werden sie gekauft. Weil das Tragen einer solchen Uhr in der modernen, schnellen Zeit ein Statement ist. Darum ist die Präszision der Zeitangabe, mit der Apple während der Präsentation mehrfach angab, auch völlig irrelevant. Die genaue Uhrzeit gibt es heute an jeder Ecke. Eine wertvolle Uhr will man aber nicht alle zwei Jahre wechseln, weil ein neues Modell auf den Markt kommt. Es gibt zwar einen modischen Sektor im Uhren-Business, der von Swatch begründet wurde und in dem sich heute u.a. auch die Ice Watches tummeln. Aber dies ist eher das Low End des Marktes und dürfte nicht Apples Ziel sein. Eine teure, gute Uhr will man behalten, vielleicht sein Leben lang tragen und irgendwann den Kindern vermachen. Wie das mit einem Digital-Produkt möglich sein soll, das von einem Akku abhängt und anfällige Mikrochips verbaut hat, ist nicht vorstellbar.

2. Die Apple Uhr braucht das iPhone

Um die Apple Uhr zu nutzen, ist zwingend ein iPhone nötig. Diesen Makel haben auch schon die Smart Watches von Samsung. Aber wenn ich mein iPhone ohnehin mitnehmen muss, wozu dann noch die Uhr? Die Musik ist ohenhin auf dem iPhone gespeichert, Adressen, Termine ebenso. Künftig kann man das alles eben auch noch über die Apple Watch steuern. Die Uhr wäre dann eine Art stylische Fernsteuerung für das iPhone. Aber dafür ist die Uhr schlicht. zu teuer. Und: Die Uhrzeit hat das iPhone auch …

3. Der Alltagstest steht aus

Apple ist bekannt und zu Recht geachtet für die überragende Verarbeitung der Produkte. Auch die Apple Watch wird ohne Zweifel exzellent gefertigt sein. Aber eine Uhr muss ungleich mehr aushalten als ein Handy. Die Uhr muss herunterfallen können. Sie muss nass werden können. Sie muss jahrelang den Schweiß ihrer Träger aushalten. Das ist nicht ganz ohne. Laut ersten Aussagen ist die Apple Uhr nur wasserabweisend (water resistant), nicht wasserdicht (waterproof) – das allein wird für viele Träger ein Ausschlusskriterium sein. Zumal die Uhr auch als Sport-Gerät verkauft werden soll. Eine nicht wasserdichte Sportuhr, das wäre ein No-go. Und ob so ein High-Tech-Wecker einen Sturz beim Joggen aushält sei mal dahingestellt. Eine mechanische Uhr kann man immer wieder reparieren, zur Not komplett auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Wird das mit einer Apple Watch auch möglich sein? Eher nicht.

4. Der Home-Screen sieht scheußlich aus

Ganz ehrlich: Das erste Foto des Homescreens der Apple Watch konnte man für einen Witz halten. Lauter bunte Bubble-Bläschen, die Apps symbolisieren: wirr und unübersichtlich. Wäre diese Ansicht der Apple Watch vor der Keynote geleaked worden, wäre den Designern die Häme wohl sicher gewesen. So aber wurde vom anwesenden Pressevolk brav Applaus gespendet. Unter Steve Job wäre dieses verkorkste Homescreen-Design der Apple Watch vermutlich niemals veröffentlicht worden. Allein dieses Bild verrät, warum die Apple Uhr vermutlich scheitern wird. Und warum jemand wie Steve Jobs der Firma mehr fehlt., als manche wahrhaben wollen.

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5. Personalisierbarkeit kann die Pest sein

Ein starkes Kauf-Argument für die Apple Watch soll die Personalisierbarkeit sein. Aber ist das wirklich so? Kunden können aus drei Editionen, aus verschiedenen Gehäuse-Größen und unterschiedlichen Armbändern wählen. Dabei war es doch gerade die Stärke von Apple, den Kunden das eine, cleane Design zu präsentieren. Das eine Design, das schlicht und ergreifend das beste ist. Steve Jobs hat mehr als einmal darauf gepfiffen, was “der Markt” oder “der Kunde” angeblich wollte. Die Kunden wissen gar nicht, was sie wollen, bis sie es sehen – war sein Credo. Vorbei. Nun soll sich der Kunde selbst seine Uhr zusammenstellen. Wenn die dann hinterher doof aussieht: selber schuld. Einige der gezeigten Personalisierungs-Varianten wirkten zudem fragwürdig: Eine Apple-Uhr, auf der eine Micky Maus auf dem virtuellen Ziffernblatt rumturnt. Da denkt man eher an Kaugummi-Automat statt an Apple.

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6. Die Gretchenfrage: Wie hältst Du es mit dem Akku?

Die große, unbeantwortete Frage ist die nach der Akku-Laufzeit. Um eine normale Armbanduhr braucht man sich nicht weiter kümmern. Anziehen, fertig. Bei der Apple Watch (und jeder anderen Smartwatch) hat man ein Gerät mehr am Hals, um dessen Ladestand man sich sorgen muss. Fraglich zudem, wie lange die Batterie in einem so kleinen Gehäuse bei ständiger Verbindung zu einem iPhone und allerlei technischen Spielereien überhaupt halten wird. Einen Tag? Zwei? Und wenn man das Aufladen mal vergisst? Apple wird die Frage nach der Akkulaufzeit vermutlich noch nicht beantwortet haben, weil es noch keine befriedigende Antwort gibt. Man kann davon ausgehen, dass die Techniker aus Cupertino bis zum Verkaufsstart 2015 alles daran setzen, eine möglichst lange Laufzeit zu gewährleisten. Das Konkurrenzprodukt mechanische Uhr hat freilich eine Laufzeit von unendlich. Und da kann eine Smartwatch niemals mithalten.

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Alle Kommentare

  1. Natürlich ist es den Hard-Core-Jüngern von Apple egal, aber die Uhr hat das Design eines Kaugummi-Automaten-Produktes!

  2. Schon schwach, dass hier Kommentare gelöscht werden, die Eurem Artikel-Schreiber nicht passen. Dieser Artikel hat einmal gar nichts mit Journalismus zu tun, sondern eher mit Neid, Missgunst und wenig Ahnung vom Produkt.

  3. Was zum Teufel ist MEEDIA, und wer seid Ihr? Bin durch Zufall hier gelandet… es handelt sich m. E. um ein Google-Suchergebnis das niemand benötigt. Aber das ist nur meine Meinung – und die ist für die Entscheidungsfindung andere Leute rein gar nicht von Bedeutung. Viel Spaß noch beim Blödsinn Schreiben… brauchte die 30Sek Auszeit und kann mich nun wieder auf meine Arbeit konzentrieren.

  4. und ich wollte nochmal zur anderen Kritik von der Apple watch mit der Überschrift
    Personaliesierbarkeit etwas sagen.

    1. Mann ist selber schuld? Mann kann es alles ändern die Hintergründe zumindest *ALLE*
    Armbänder sind auch nicht teuer.
    Und das sind wieder Behauptungen um es nicht zu kaufen. Wie gesagt es gehört zum Lifestyle

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