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Erneuter Vandalismus-Angriff auf Lausitzer Rundschau

In Lübbenau sind in der Nacht zum Dienstag mehrere Gebäude – darunter die Fenster der Lausitzer Rundschau – und Anlagen sowie Wahlplakate mit Nazi-Symbolen beschmiert worden.
In Lübbenau sind in der Nacht zum Dienstag mehrere Gebäude - darunter die Fenster der Lausitzer Rundschau - und Anlagen sowie Wahlplakate mit Nazi-Symbolen beschmiert worden.

Die Lausitzer Rundschau ist erneut Opfer von Nazi-Vandalismus geworden. In der Nacht zum Dienstag beschmierten Unbekannte die Büros im brandenburgischen Lübbenau. Es ist der zweite Angriff dieser Art innerhalb weniger Tage.

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Vergangene Woche erst waren die Gebäude der Lokalredaktion im 50 Kilometer entfernten Spremberg über Nacht mit Nazi-Parolen beschmiert worden. Diesmal wurden die Büros in Lübbenau Opfer von rechtsradikalem Vandalismus. Außerdem beschmierten die Täter andere Gebäude und Anlagen in der Spreewald-Stadt. Das berichtet die Lausitzer Rundschau.

„Der Vorfall in Lübbenau zeigt, dass es sich um ein sehr ernstes Problem handelt, was nicht nur Spremberg betrifft“, sagt der Chefredakteur der Lausitzer Rundschau, Johannes M. Fischer, zum Übergriff. Den erneuten Angriff sehe man als Reaktion auf die klare Position, die die Zeitung gegenüber extremistischen Bestrebungen einnimmt. Unter Druck setzen lasse man sich davon aber keinesfalls.

„Die Lausitzer Rundschau versteht sich als Medium der Aufklärung. Das bedeutet, wir werden uns unter keinen Umständen den Mund verbieten lassen und stets für die Rechte der Bürger, also auch für die Meinungsfreiheit, eintreten“, so Fischer.

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Der Vorfall in Spremberg war nicht der erste seiner Art: Bereits 2012 hatten Unbekannte das Gebäude mit rechtsradikalen Parolen besprüht und die Fenster mit Tierblut und Innereien beschmiert. Damals hatte der Lokaljournalist René Wappler über den Aufmarsch vermummter Jung-Nazis vor dem Bismarck-Denkmal im brandenburgischen Spremberg berichtet. Auch damals ließ man sich von den Drohungen nicht unterkriegen. Fischer bot seinem Mitarbeiter zwar die Versetzung in eine andere Redaktion an, Wappler aber berichtete weiter über die rechte Szene seiner Heimat. Für den unermüdlichen Einsatz für die Pressefreiheit bekam der Journalist 2013 den Henri Nannten Preis verliehen.

Trotz allem betont Redaktionschef Fischer, sei die Lausitz eine offene und tolerante Region. „Wir haben großen Zuspruch nach dem jüngsten Vorfall von der Spremberger Bevölkerung bekommen.“ Der Staatsschutz hat die Ermittlungen zum Fall bereits aufgenommen.

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