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Deutscher Radiopreis 2014: „Kanzlercheck“ überzeugt Jury, Sonderpreis für Markwort

Georg Mascolo (links) überreichte Nina Zimmermann und André Steins den Deutschen Radiopreis für die beste Sendung – „Der Kanzlercheck“ war eine Sendung von NDR N-Joy gemeinsam mit den jungen Programmen der ARD.
Georg Mascolo (links) überreichte Nina Zimmermann und André Steins den Deutschen Radiopreis für die beste Sendung - "Der Kanzlercheck" war eine Sendung von NDR N-Joy gemeinsam mit den jungen Programmen der ARD.

Am Donnerstagabend wurde in Hamburg zum fünften Mal der Deutsche Radiopreis verliehen. Die Trophäe des deutschen Hörfunks wurde in insgesamt zehn Kategorien vergeben. Den Preis für die beste Sendung erhielten NDR N-Joy und die jungen Programme der ARD für das Format "Der Kanzlercheck".

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Beim „Kanzlercheck“ stellten sich die Kanzlerkandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück im Vorfeld der Bundestagswahl jeweils eine Stunde den Fragen der Zuhörer. Moderiert wurde das Format von Nina Zimmermann und André Steins von NDR NJoy, verantwortlich für das Programm waren alle jungen Programme der ARD. „Radio, wie man es sich alle vier Jahre wünschen würde! Zurückhaltend und souverän moderiert und in den sozialen Netzwerken stark“, so die Begründung der Jury. Besonders überzeugt habe dabei die crossmediale Vernetzung der Sendung. Auch Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und Intendant des Norddeutschen Rundfunks lobte die Preisträger: „Beim Kanzlercheck haben die jungen ARD-Radios ihre Kräfte gebündelt. Die große Resonanz hat uns gezeigt, dass wir damit genau richtig liegen. Radio und Politik – das passt! Es ist eine zentrale Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, auch für die junge Zielgruppe geeignete Angebote zur Meinungsbildung zu entwickeln. Dies ist N-JOY auf hervorragende Weise gelungen. Herzlichen Glückwunsch!“

Von den mehr als 350 Bewerbern wurden insgesamt elf Gewinner in zehn Kategorien gekürt. Der Beirat des Deutschen Radiopreises vergab gleich zwei Sonderpreise: Ein mal an die deutsche Musikgruppe „Die Fantastischen Vier“ für ihre große Bedeutung in der deutschen Musiklandschaft. „Wären Die Fantastischen Vier verheiratet, dann würden sie dieses Jahr ihre Silberhochzeit feiern. Seit 25 Jahren sind die Stuttgarter fester Bestandteil der deutschen Musikszene.“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Den zweiten Sonderpreis erhielt der Journalist Helmut Markwort für sein Lebenswerk. Der Verlagsmanager und Mitherausgeber des Focus wirkte im Hörfunkbereich unter anderem an der Gründung und Entwicklung des Radiosenders Antenne Bayern mit, dem inzwischen meistgehörten private Radiosender in Deutschland. Als geschäftsführender Gesellschafter der Medienpool GmbH hält er noch heute Anteile an dem Privatsender. Die Jury betonte das besondere Gespür des 77-Jährigen für mediale Entwicklungen auch in und für privatwirtschaftliche Organisationsformen. „Er ist ein Vollblut-Journalist, der mit gerade einmal 30 Jahren einer der jüngsten Chefredakteure der Republik wurde.“

Für den musikalischen Rahmen sorgten auf der Gala im Hamburger Hafen Künstler wie Taylor Swift, Die Fantastischen Vier, Revolverheld, Mark Forster oder Jan Delay. Insgesamt 57 Radioprogramme übertrugen die Veranstaltung zudem live. Bilder der Veranstaltung und der diesjährigen Preisträger gibt es in unserer Galerie.

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Der Deutsche Radiopreis zeichnet alljährlich in Deutschland produzierte, beispielhafte Radiosendungen und -leistungen aus, die in besonderer Weise die Möglichkeiten des Mediums hervorheben. Jedes eigenständige Programm kann hierfür fünf Vorschläge einreichen. In diesem Jahr kamen dadurch mehr als 350 Bewerbungen zusammen. Ausgewählt werden die Preisträger von einer unabhängigen Jury des Grimme-Instituts, gestiftet wird der Preis von den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen der ARD, den deutschen Privatradios und dem Deutschlandradio. Zu den Kooperationspartnern zählen neben dem Grimme-Institut die Freie und Hansestadt Hamburg, die Radiozentrale sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Die Federführung liegt beim Norddeutschen Rundfunk.

Die Gewinner des Deutschen Radiopreises 2014:

  • Beste Comeday: Radio ffn – „Guten Morgen Niedersachsen“ – „Günther, der Treckerfahrer“ mit Dietmar Wischmeyer
  • Beste Innovation: WDR KiRaKa und Funkhaus Europa – „Kelebek im Konzert – Kelebek Konserde“ mit Tuba Tunçak und Mirjam von Jarzebowski
  • Bestes Interview: Bayern 3 – „Mensch, Otto!“ mit Thorsten Otto und Julia Liebing
  • Bester Moderator: Kristian Thees – SWR 3 Club (SWR 3 Talk mit Thees, SWR 3 Grillparty)
  • Beste Moderatorin: Diane Hielscher – FluxFM – „FluxFM Superfrüh“
  • Beste Morgendsendung: 104.6 RTL – „Arno und die Morgencrew – Berlins lustigste Morgensendung“ mit Katja Desens und Arno Müller
  • Beste Nachrichtensendung: SR 1 Europawelle / Sr 1 Domino – „Nachrichten für dich – es infoy pour toi“ mit Boris Theobald und Christian Langhorst
  • Beste Programmaktion: Hitradio Ohr – „Die Buchstabenjagd zur 1. Ortender Kreisputzete 2013“ mit Claudia Roggisch und Yannick Steffen
  • Beste Reportage: MDR Sputnik – „Land unter Suchtdruck“ mit Karoline Scheer und Gerald Perschke
  • Beste Sendung: NDR N-Joy, federführend für die jungen Programme der ARD – „Kanzlercheck“ mit Nina Zimmermann und André Steins
  • Sonderpreis der Beirats: Die Fantastischen Vier & Helmut Markwort
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