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So wird ein Schuh draus: Zalando kündigt Börsengang noch in 2014 an

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Nach dem erstmaligen Erreichen der Gewinnschwelle geht das Samwer-Online-Versandhaus Zalando nun aufs Ganze. Am Mittwoch kündigte das Berliner Unternehmen den Börsengang für das zweite Halbjahr 2014 an. Etliche Großbanken sind mit an Bord und unterstützen die Expansion mit großzügigen Krediten.

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Wie Zalando jetzt bekannt gab, wurde mit den Geldinstituten bereits im Juli eine Einigung über eine Kreditlinie von 200 Millionen Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Die Gelder, so heißt es, können für „allgemeine Unternehmenszwecke“ in Anspruch genommen werden. Damit ist die Kriegskasse für den Ausbau der Geschäftsaktivitäten (derzeit Schuh- und Modeversand) gut gefüllt. Morgan Stanley, Goldman Sachs International und Credit Suisse wurden laut Zalando als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners mandatiert, Deutsche Bank und J.P. Morgan fungieren als Joint Bookrunners.

Das Unternehmen strebt nach eigenen Angaben eine Platzierung von 10 bis 11 Prozent seines Eigenkapitals (nach IPO) an. Geplant ist die Ausgabe von neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Die bestehenden Zalando-Gesellschafter behalten in diesem Zusammenhang ihre Anteile und werden diese im Rahmen des Angebots nicht verkaufen, wobei die derzeit größten fünf Aktionäre Investment AB Kinnevik (36%), Global Founders (17%), Anders Holch Povlsen (10%), DST Europe (8%) und Holtzbrinck Ventures (8%) sind.

„Das Erreichen der Gewinnschwelle im ersten Halbjahr 2014 ist ein wichtiger Meilenstein, der die Attraktivität unseres Geschäftsmodells einmal mehr unterstreicht“, sagte Rubin Ritter, Mitglied des Vorstands von Zalando. „Der Gang an die Börse ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung von Zalando, da er uns – über die Aufnahme von Eigenkapital hinaus – die nötige Flexibilität gibt, um unsere langfristigen Wachstumsambitionen weiterzuverfolgen.“

Das Start-up war 2008 von Robert Gentz und David Schneider gegründet worden und arbeitet inzwischen mit 1.500 Markenherstellern zusammen. Nach eigener Darstellung ist Zalando Europas größter ausschließlich online agierender Anbieter für Schuhe und Fashion. Das Angebot war durch eine großflächige TV-Kampagne („Schrei vor Glück!“) bekannt gemacht worden und setzt auf die Kombination aus kostenlosem Versand und Rückversand sowie einem 100-tägigem Rückgaberecht. Durch hohe Retour-Raten war Zalando bei Analysten immer wieder in die Kritik geraten. Der Geschäftsaktivität des Samwer-Shops tat das keinen Abbruch – so werden seit 2009 auch 14 europäische Länder beliefert.

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