Anzeige

Der Spiegel zwischen Sex-sells und Hitler: Analyse der Titelbilder seit 1947

Der-Spiegel-1.jpg
Spiegel-Titelbilder im Laufe der Zeit

Der freie Spiegel-Grafikredakteur Achim Tack hat sich eine Menge Arbeit gemacht. Mehr als 3.500 Spiegel-Cover hat er ausgewertet, hat sich unter anderem das Geschlechterverhältnis der abgebildeten Personen angeschaut. Frauen sind demnach auf dem Cover des Nachrichtenmagazins traditionell unterrepräsentiert.

Anzeige
Anzeige

Nur ein sehr geringer Anteil der Cover überhaupt zeigt laut Tack Frauen. Seit Mitte der 60er wurden generell weniger Personen gezeigt. Dann aber in der Mehrheit Männer.

Cover, die sich angeblich gut verkaufen, sind laut Tack „Sex sells“-Cover, also mit Nackten drauf, und Hitler-Titelgeschichten. Von den 3.512 Titelbildern ließen sich laut Tack 152 in die „Sex sells“-Kategorie einordnen, mit vermehrtem Aufkommen Ende der 70er und Mitte/Ende der 90er. Mehr als die Hälfte dieser Cover zeigte nur Frauen, ein Viertel Frauen und Männer. Dazu ließe sich freilich anmerken, dass der Spiegel vermutlich im Vergleich etwa zu Focus und stern recht wenige „Sex sells“-Cover produziert.

Anzeige

Insgesamt 48 Titelbilder gab es seit 1947 zu Hitler, keins davon zwischen 1954 und 1963.

Einziger Nachteil der Fleißarbeit am Feierabend – ob „Sex sells“ und Hitler-Cover wirklich besser am Kiosk ziehen, lässt sich anscheinend nicht eindeutig sagen. Bei manchen Titelgeschichten lag die verkaufte Auflage über dem Durchschnitt, bei anderen nicht.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*