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Kartellmacht: Aschendorff darf defizitäre Münstersche Zeitung übernehmen

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Der Aschendorff Verlag darf die Münstersche Zeitung vom Medienhaus Lensing übernehmen. Das Bundeskartellamt gab am Montag grünes Licht. Ausnahmsweise. Eigentlich entsteht durch die Übernahme in einigen Regionen ein Zeitungsmonopol. Aber Lensing hätte die Münstersche Zeitung bei einer Verweigerung der Kartellhüter wohl dicht gemacht.

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Die Münstersche Zeitung hat eine Auflage von knapp 20.000 Exemplaren. Sie arbeite seit Jahren defizitär, sagt das Medienhaus Lensing als Eigentümer. Der Münsteraner Verlag Aschendorff wäre ein idealer Käufer. Allein: Die Westfälischen Nachrichten sind Hauptkonkurrent der Münsterschen Zeitung. Die WN verkaufen täglich rund 115.000 Exemplare.

Der Verkauf darf trotzdem über die Bühne gehen. Obwohl auf leser- wie Anzeigenmarkt nahezu eine Alleinstellung, also ein Monopol, die Folge sei, wie das Kartellamt konzediert. Aber: Lensing habe die Kartellwächter in Bonn „in einem sehr intensiven Prüfprozess“ überzeugt, dass die kleine Zeitung ansonsten vom Markt verschwunden wäre. Eine sogenannte Sanierungsfusion ist erlaubt, wenn „dem Zielunternehmen aufgrund seiner wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Insolvenz bevorsteht, seine Marktposition in diesem Fall ohnehin dem Bewerber zufallen würde und es insbesondere auch keinen alternativen Erwerber gibt“.

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