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„Promi Big Brother“-Finale überzeugt mehr junge Zuschauer als WWM

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Aaron Troschke gewinnt "Promi Big Brother" und das Preisgeld von 100.000 Euro

Es ist vollbracht: Auf Sat.1 endet die zweite Staffel "Promi Big Brother" als Quotenerfolg, einen weiteren Tagessieg wusste RTL trotz schwerer Quizshow-Geschütze nicht zu vereiteln. Im Gegenteil: Das aus der Sommerpause zurückgekehrte "Wer wird Millionär?" musste sich der Reality-Show bei den jüngeren Zuschauern geschlagen geben.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. „Wer wird Millionär?“ muss sich ZDF-Krimis im Gesamtpublikum geschlagen geben

Mit einem „Highspeed-Special“ ließ RTL „Wer wird Millionär?“ aus der Sommerpause zurückkehren, das bedeutete für die Kandidaten: zackig Antworten geben, sonst drohte der Rauswurf. 4,2 Mio. Zuschauer schalteten ein, der Marktanteil lag bei 15,8%. Damit eroberte Günther Jauch beim Gesamtpublikum den 3. Platz in den Tages-Charts, muss allerdings dem ZDF mit seinen Krimis den Vortritt lassen. 4,48 Mio. und 4,24 Mio. Zuschauer sahen „Der Staatsanwalt“ und „Letzte Spur Berlin“ (16,6% und 15,7%). 3,29 Mio. entschieden sich am Vorabend bereits für „Die Bergretter“ (Platz 5 nach der „Tagesschau“ mit 3,45 Mio.). Im Ersten wollten um viertel nach acht 2,99 Mio. Zuschauer die TV-Komödie „Mit Burnout durch den Wald“ sehen (11,1%).

2. Im jungen Publikum kommt „Promi Big Brother“ vor RTL ins Ziel

Insgesamt waren beim Finale von „Promi Big Brother“ mit 3,03 Mio. leicht weniger Zuschauer dabei als beim Auftakt vor zwei Wochen (3,16 Mio.), was den Sender aber kaum stören dürfte. Eine Fortsetzung der Reality-Show ist gewiss. Zumal am Freitag der Tagessieg bei den 14- bis 49-Jährigen mit 1,64 Mio. und 19,4% unterm Strich stehen. Am Ende siegte ausgerechnet Ex-Quizshow-Kandidat Aaron Troschke, nicht nur gegen seine Mitinsassen, sondern auch gegen seinen ehemaligen – sagen wir: TV-Mentor Günther Jauch, der bei RTL zur gleichen Zeit deutlich weniger junge Zuschauer versammelte (1,2 Mio.). Der Marktanteil fürs „Highspeed-Special“ lag bei 13,6%, in der RTL-relevanten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen sah es mit 13,5% nicht anders aus. Dort hatte Sat.1 mit der langwierigen BB-Schlussprozedur ebenfalls die Nase vorn (17,0% und 2,27 Mio. Zuschauer) und sicherte sich auf diese Weise den Tagessieg in beiden Zielgruppen.

3. ProSieben punktet mit Spielfilm-Kontrastprogramm gegen Shows

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ProSieben setzte das Sci-Fi-Teenie-Abenteuer „Ich bin Nummer Vier“ als Alternative gegen die Shows der Hauptkonkurrenten und erzielte bei den 14- bis 49-Jährigen ebenfalls gute Werte: Zumindest reichten 1,12 Mio. Zuschauer für Platz 3 in den Tages-Charts der Jüngeren (12,8%). Nur noch auf 10,2% kam nachher „Watchmen – Die Wächter“. In schöner Tradition ließ Sat.1 im Anschluss an das „Promi BB“-Finale die Gelegenheit verstreichen, die Zuschauer womöglich von einer neuen Show zu überzeugen. Stattdessen nutzte der Schwung den Wiederholungen von „Switch reloaded“, die immerhin 0,72 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen (12,3%). Bei RTL kam „Dr. Eckart von Hirschhausen live!“ auch nicht auf viel mehr Zielgruppenzuschauer, nämlich 0,92 Mio. und 12,8%. Im Gesamtpublikum lag die Hirschhausen-Show mit 1,96 Mio. Zuschauern freilich deutlich vorn.

4. „Castle“ und „Elementary“ sorgen für gelungenen kabel-eins-Abend

Bevor „Castle“ demnächst wieder an Sat.1 abgegeben werden muss, holte die Serie am Freitag erst noch mal zufriedenstellende Werte für kabel eins: 0,6 und 0,61 Mio. 14- bis 49-jährige Zuschauer reichten diesmal nämlich für 7,1% und 6,7%. Das wiederum von Sat.1 zu kabel eins gewechselte „Elementary“ machte am späteren Abend auch keine schlechte Figur (6,4% und 7,4%). Vox muss mit „Law & Order: SVU“ etwas bescheidener sein, zunächst mit 5,5% und 6,1%, ab 23 Uhr stieg der Marktanteil dann auf 7,9%. RTL II hatte keine Serien im Angebot, sondern Bruce Willis in „Der Schakal“ und überzeugte damit 500.000 junge Zuschaue (5,0%).

5. Nach einer Woche keine Besserung für „Bei Anruf Liebe“ in Sicht

RTL wird sich am Nachmittag was einfallen lassen müssen, auch am Freitag blieb „Bei Anruf Liebe“ nämlich bei eher schwachen 10,0% in der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen stecken, „Verdachtsfälle“ holte danach 9,4% und 10,7%, „Betrugsfälle“ kam auch nur auf 10,9%. Der Scripted-Reality-Zenith scheint eindeutig überschritten zu sein, aber Live-Datingshows sind offensichtlich nicht der ideale Ersatz.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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