Anzeige

Kandidaten-Revolte bei „Rising Star“: Eklat in der Show, Shitstorm im Web

Kulturjournalist und Moderator Rainer Maria Jilg präsentiert die RTL-Castingshow „Rising Star“
Kulturjournalist und Moderator Rainer Maria Jilg präsentiert die RTL-Castingshow "Rising Star"

Von einem aufsteigenden Stern lässt sich bei RTLs Musikshow-Hoffnungsträger "Rising Star" nun wirklich nicht sprechen. Nach einem eher mäßigem Auftakt und weniger begeisterten Kritiken, geraten die Kölner nun wegen des Umgangs mit Kandidaten in Erklärungsnot. In der zweiten Live-Show erhob ein Sänger-Duo den Vorwurf, ihnen seien die Songs vorgeschrieben worden.

Anzeige
Anzeige

Die erste Sendung brachte nicht die erhoffte Begeisterung bei Zuschauern und Kritikern. Auch die zweite Ausgabe von „Rising Star“, bei der die Produzenten versucht haben, erste Kritiken umzusetzen, konnte nicht überzeugen. Und dann auch noch das: Nur wenige Minuten vor Schluss gerät Moderator Rainer Maria Jilg stellvertretend für RTL in die Bredouille. Nachdem die letzten Kandidaten Micky & Gustavo bei Publikum und Expertenjury durchgefallen sind, machten die Freunde ihrer offenbaren Wut Luft. „Wahrscheinlich werde ich in Zukunft nur noch Songs singen, die mir gefallen“, stellte Gitarrist Gustavo in den Raum.

Shockmoment in der Live-Show. Die Jury reagierte, sprach die Kandidaten auf die Bemerkung an und hinterfragte, ob sie ihren Song nicht selbst aussuchen durften. Kandidaten, Jury und Moderator verzetteln sich in einer Diskussion. „Das war kein Song, den wir auf der Liste hatten“, so die Kandidaten. Jilg versuchte deutlich zu machen, dass den Kandidaten ein musikalischer Leiter zur Seite gestellt wird, der sie bei der Auswahl beraten soll. Bei der Jury stieß die Kritik auf Verständnislosigkeit. Sängerin Anastacia argumentierte, dass man sich nicht in eine Sendung stellen könne, wenn ein Künstler verbogen werden soll. Im Publikum drohte die Stimmung zu kippen. Die Kandidaten erkannten die brenzlige Situation und ruderten zurück. Rising Star sei eine „coole“ Show, ihre Teilnahme habe ihnen großen Spaß gemacht.

Doch RTL hat nun ein Problem. Nun ist es zwar wenig verwunderlich, dass Kandidaten einer Casting-Show keine freie Hand haben und Einschränkungen besonders in einer Live-Sendung groß sein können. In den vergangenen Monaten hatte sich das Genre der Castings allerdings um Authentizität bemüht und versucht sich als kandidatenfreundlich zu präsentieren. Die Revolte im Studio verlagerte sich binnen Sekunden ins Netz. Via Twitter fordern Zuschauer unter anderem eine Erklärung vom Sender und schwören dem neuen Format ab. 

Und auch auf Facebook, wo sich RTL für gewöhnlich mit Sendungsauftritten zurückhält, schreiben Zuschauer ihren Unmut nieder und fordern eine Erklärung.

wasn da los…. zwei Leute haben doch echt deutlich durchblicken lassen dass sie ihren Auftrittssong nicht selbst bestimmen durften…das find ich ja mal richtig daneben… egal ob der oder diejenige(n) dann weitergekommen wären… – Franziska L.

App gelöscht nie wieder. RTL ihr solltet Euch schämen mit dem Traum der Sänger zu spielen um Quoten und Kohle zu verdienen. pfui – Je Nniffer

 Rising Star…. Warum nicht Faking Star? Wenn 2 Sänger schon öffentlich / live über Ihren Unmut der Songauswahl ziehen, da kann doch was nicht stimmen. Ein Armutszeug für den Sender und für das Format. – Rey Fo

Ich find krass, dass die vier „Experten“ scheinbar nicht wissen das die Künstler die Songs aufgedrückt bekommen. Und wie der Moderator versucht das gerade zu biegen!?!?! *kotz* – Tobias H.

Jetzt wird’s langsam total peinlich für RTL! Schön, dass die Kandidaten sich trauen, den Mund auf zu machen! – Malte P.

Wirklich der letzte Dreck sowas! Und die Typen werden auch noch so dermaßen respektlos von der Jury runtergemacht und bekommen den dummen Kommentar von Anastacia. Das Verhalten des Moderators war auch richtig frech, als würde es da etwas zu belächeln geben…  – Timo R.

 

Während des Auftritts der beiden Sänger postete die Redaktion noch ein Foto und schrieb: „Ziemlich beste Freunde bei #RisingStar  Micky & Gustavo performen „Celebration“ von Dragon und sorgen für ordentlich Stimmung in der Bude!“

„Ordentlich Stimmung in der Bude“ trifft’s.

Update, 31. August, 00.16 Uhr:
RTL hat sich bisher nur in einem kurzen Tweet zu den Vorwürfen geäußert und erklärt:

Update, 31. August, 00.29 Uhr:
Mittlerweile hat die Redaktion von Rising Star auch auf Facebook reagiert:

Die komplette zweite Folge von „Rising Star“, inklusive Eklat, lässt sich auch in der Mediathek von RTL ansehen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Und genau DESHALB haben wir keine Lust mehr auf solche Shows. Wem es genauso geht und wer einfach mal ein Zeichen setzen möchte, ist herzlich eingeladen, diese Petition zu unterschreiben und gerne auch zu teilen – vielen Dank! Wir haben zwar gerade erst angefangen, aber zusammen sind wir viele und wir haben einen langen Atem…!

    http://www.change.org/p/die-produzenten-von-musik-castingsshows-und-die-ausstrahlenden-sender-reformieren-sie-endlich-die-formate-der-musik-castingshows

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*