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“Rising Star“ bei RTL – nicht das nächste große TV-Ding

The Latonius bei „Rising Star“ – just another Casting-Show
The Latonius bei "Rising Star" - just another Casting-Show

“Rising Star” bei RTL ist im Prinzip “nur noch eine” Musik-Castingshow. Allerdings eine sehr aufwändig produzierte samt moderner Zuschauer-Einbindung via App. Es gab durchaus schon schlechtere Unterhaltungsshows im deutschen Fernsehen. Ob das reicht?

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Moderator Rainer Maria Jilg machte seinen Job ordentlich und unfallfrei, allerdings mit gebremstem Witz. Und es tat gut, mal nicht Daniel Hartwig als Moderator einer RTL-Show zu sehen. “Rising Star” ist, das muss man anerkennen, professionell und aus einem Guss produziert. Zur Premiere gab es keine Patzer. Die beeindruckende Videowand fuhr brav hoch und runter. Darauf wurden Profilbilder jener Zuschauer gezeigt, die mit der dazugehörigen App für die “Talente” abstimmen.

Ein Prozentbalken war eingeblendet, ab 75% Zustimmung hob sich die Wand und das “Talent” war weiter. Die Jury ist mit Anastacia, Sasha, Gentleman und Joy Denalane hinreichend prominent und kompetent. Und es gab einen ausgewogenen Mix aus So lala “Talenten” und wirklichen Fegern wie dem offensichtlichen Profi The Latonius.

Das ist alles – wie gesagt – nicht schlecht. Aber man hat auch das Gefühl, dies alles schon zig mal gesehen zu haben. Promis in Stühlen, die irgendwas Nettes über hoffnungsvolle Nachwuchssänger sagen. Die Erleichterung bei den “Talenten”, wenn sie weiter sind. Die Enttäuschung, wenn es knapp nicht klappt. Der Ausnahme-Sänger, der alle mitreißt. Undsoweiter. In einer der nächsten Folgen kommt vermutlich auch jemand mit Krankheit oder Knast-Aufenthalt oder sonst einem besonderem Schicksal. Aber natürlich zeigt sich vor allem im Vergleich zu dem verkorksten Abklatsch “Keep You Light Shining” bei ProSieben, dass “Rising Star” wohltuend gut produziert ist.

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Aber nur besser zu sein, als die vergeigte Konkurrenz, reicht dann eben auch nicht. Neu, frisch oder originell ist hier leider nichts. Es ist eben noch eine Musik Castingshow. Als ProSieben und Sat.1 “The Voice of Germany” starteten, dachte man schon, das Genre sei nach zig Jahren “DSDS” und “Supertalent” und “X-Factor” und Popstars” ausgelutscht. “The Voice” schaffte es dann dank dem Blind Audition Prinzip, bei dem die Juroren die Sänger zunächst nicht sehen, für einige Zeit das Interesse wieder aufflackern zu lassen. Mittlerweile kämpft auch “The Voice” mit erlahmendem Interesse. Ein Effekt, der sich bei “Rising Star” schon zur Premiere einstellt. Da braucht man sich nur die sehr bescheidenen Quoten zur Auftaktsendung anzuschauen.

“Rising Star” ist zwar nicht peinlich oder schlecht, aber die Show wird auch nicht das erhoffte neue große TV-Ding. RTL muss weiter suchen.

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