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New York Times: Wachstum der Digitalabos nur über neue Angebote

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Nachdem die New York Times im vergangenen Jahr die Erlöse aus dem Verkauf von Digital-Abos um 36 Prozent auf 149 Mio. Dollar steigern und allein im vierten Quartal 33.000 neue Digital-Abonnenten dazu gewinnen konnte, scheint sich das Wachstum der Abonnentenzahl in diesem Jahr deutlich zu verlangsamen – oder gar zu stagnieren.

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Das berichtet die US-amerikanische Technik-Newsseite Re/code. Die New York Times habe vor vier Jahren – bevor sie die Paywall einführte –  die Beratungsfirma McKinsey & Co. um eine Einschätzung gebeten, wie viele digitale Abos die Zeitung im Idealfall verkaufen könne. Das Ergebnis von McKinsey & Co. lag demnach bei einer Abonnentenzahl zwischen 800.000 und 900.000.

Im zweiten Quartal 2014 erreichte die New York Times die untere Grenze der errechneten Abonnentenzahl mit 831.000 Abos. Das war ein Zuwachs gegenüber dem ersten Quartal von 32.000. Dem Bericht von Re/code zufolge, waren die meisten davon jedoch Abonennten der neuen NYT Now App, einer abgespeckten Version der Times für acht Dollar im Monat. Die Zuwächse des Kernprodukts – das Abo-Modell der New York Times – hingegen scheinen zu stagnieren. Dementsprechend werden sich die Berechnungen von McKinsey & Co offensichtlich bewahrheiten.

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Wie Re/code weiter berichtet, wird der allmähliche Rückgang der neuen Abonnenten es der New York Times schwieriger machen, dauerhaft steigende Gewinne zu verzeichnen. Der Gesamtumsatz der NYT fiel im zweiten Quartal 2014 um 0,6 Prozent auf 389 Millionen Dollar, da die Print-Werbeumsätze sanken und die operativen Kosten stiegen.

Online-Erlöse allein könnten die NYT, wie sie heute existiert, nicht über Wasser halten. Wenn die Tageszeitung ein Online-Only-Produkt wäre, könnte sie nur 20 Prozent von den Umsätzen generieren, die sie jetzt erlösen. Doch die 32.000 neuen Abonnenten der kostengünstigen NYT Now App zeigen deutlich, dass die Tageszeitung mit preiswerten Angeboten zahlreiche weitere Kunden dazu gewinnen könnte.

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