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Interessenskonflikt: Thomas Middelhoff lässt sich nicht länger von WMP-Tiedje beraten

Die Wege zweier (einstiger) Powerplayer im Medien- und PR-Sektor haben sich getrennt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, hat der branchenbekannte Strippenzieher und frühere Bild-Chef Hans-Hermann Tiedje sein Beratungs-Mandat für den früheren Bertelsmann- und KarstadtQuelle-Chef Thomas Middelhoff niedergelegt. Grund ist ein Interessenskonflikt. Der Unternehmensberater Roland Berger ist Aufsichtsratschef von Tiedjes PR-Firma WMP Eurocom. Und er versucht Geld bei Middelhoff einzutreiben. Beides geht nicht zusammen.

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Es geht um angeblich 7,5 Mio. Euro, die sich der einstige Manager-Superstar Middelhoff von Berger geliehen haben soll. Berger versucht seit geraumer Zeit, Geld von Middelhoff zurückzubekommen, was nicht ganz einfach zu sein scheint. Berger zwang Middelhoff sogar zum Offenbarungseid. Anschließend flüchtete der frühere Bertelsmann-Chef durchs Fenster des Gerichtsgebäudes in Essen. Kurioser geht’s kaum. Kommunikativ beraten wurde Middelhoff bei seinen Eskapaden stets von Tiedje. Middelhoff und Tiedje sitzen auch gemeinsam im Aufsichtsrats der Marseille Kliniken AG, laut SZ (Freitagsausgabe) sind die beiden Duz-Freunde.

Aber wenn es um Millionen geht, hört so eine Freundschaft schon mal auf – zumindest was den professionellen Teil angeht. Thomas Middelhoff beraten, wie er am besten in der Auseinandersetzung mit Roland Berger taktiert, und dabei von demselben Berger gleichzeitig beaufsichtigt werden – das wäre selbst für einen wenigen PR-Typen wie Tiedje ein bisschen zu viel …

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