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Snapchat plant neue App mit Medien-Nachrichten, die sich selbst löschen

Evan Spiegel, CEO von Snapchat
Evan Spiegel, CEO von Snapchat

Snapchat-CEO Evan Spiegel will mit Werbung Geld verdienen: Einem Bericht des Wallstreet Journal zufolge plant der mobile Foto-Nachrichten-Dienst eine neue App, die sowohl Nachrichten als auch Werbung einbinden soll: Snapshot Discovery. Der Clou: Genau wie die Snapchat-Chats sollen sich auch die News selbst wieder löschen.

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Der neue Dienst soll tägliche Ausgaben von Medienpublikationen bereitstellen sowie Videos von TV-Shows und Filmen. Wie auch in der Original-Version von Snapchat müssten Nutzer dazu ihren Finger auf das Display des Smartphones halten. Lassen sie los, sollen die Nachrichten verschwinden – sie zerstören sich quasi selbst.

In dem Bericht heißt es, Snapchat sei im Gespräch mit mindestens zwölf Zeitungen, Magazinen und TV-Sendern sowie mehreren werbungtreibenden Unternehmen. Als potentieller News-Lieferant wird unter anderem die britische Website MailOnline (gehört zur Daily Mail) genannt. Die Einführung der neuen App sei bereits für November geplant, berichtet das WSJ. Offiziell bestätigt haben das aber bislang weder Snapchat noch MailOnline.

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Mit dem Konzept sich selbst löschender Chat-Nachrichten hat Snapshot 2012 eine Marktlücke besetzt. Erstmals war es möglich, Nachrichten über das Smartphone an andere Nutzer zu verschicken, ohne Angst, diese könnten auf ewig im digitalen Dschungel abgespeichert werden. Besonders profitierte die App von dem „Sexting“-Phänomen – das Verschicken freizügiger Selbst-Aufnahmen im Social-Web.

Mittlerweile sind viele andere Unternehmen, darunter auch Instagram – mit ihrer „One Touch“-App – sowie Mark Zuckerberg – mit Slingshot – auf den Zug aufgesprungen. Die Dienste setzen aber nach wie vor auf persönliche Nachrichten zwischen Nutzern. Snapchat hingegen will das Prinzip auch für allgemeine Nachrichten öffnen – und die App damit für Werbungtreibende attraktiv machen. Das Unternehmen würde damit – sofern der Plan aufgeht – ein Geschäftsmodell aufbauen. Bisher finanziert Gründer Evan Spiegel seinen Dienst über externe Investitionen.

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