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Das Spielgeld bleibt auf dem Tisch: Carl Icahn setzt weiter auf Apple-Aktie

Carl Icahn
Carl Icahn

Auch auf Intraday-Basis hat die Apple-Aktie gestern im Handelsverlauf eine neue Rekordmarke aufgestellt. Zeitweise war das Papier über 101 Dollar wert – und notierte damit so hoch wie nie. Groß-Investor Carl Icahn, der mit seinen Tweets das Börsen-Comeback maßgeblich befeuert hat, erklärte auf dem 140-Zeichen-Dienst nun, er sei weiter voll in Apple investiert…


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Sechs Tage fehlten zur hollywoodreifen Punktladung. Am 13. August vergangenen Jahres war es, als der berühmt-berüchtigte Investor Carl Icahn seinen Einstieg bei Apple verkündete – und das via Twitter.

„Wir haben im Moment eine große Position bei Apple. Wir glauben, das Unternehmen ist extrem unterbewertet. Habe heute mit Tim Cook gesprochen“, twitterte Carl Icahn seinerzeit:

Und legte wenige Minuten später dann noch einmal nach: „Ich hatte heute eine nette Unterhaltung mit Tim Cook. Habe ihm gesagt, dass nach meiner Meinung jetzt ein großer Aktienrückkauf geschehen sollte. Wir planen, bald wieder miteinander zu sprechen“, so Icahn seinerzeit in einem Folge-Tweet.

Es war der Auftakt der versuchten Einflussnahme auf den wertvollsten Konzern der Welt, die sich von Telefonaten über offene Briefe bis zu einem „gereizten Dinner“ erstreckte. Der inzwischen 78-Jährige wurde nach leichten Rückschlägen nicht müde, via Twitter herauszustellen, dass das Investment in Apple ein „no brainer“ sei – eine Sache, die sich von selbst versteht.

Wie es scheint, kann die Börse tatsächlich so einfach sein. Ein Jahr und sechs Tage nach dem ersten Tweet des Corporate Raiders schloss die Apple-Aktie gestern auf dem höchsten Stand aller Zeiten, um heute auch im Handelsverlauf bei 101,09 Dollar ein neues Allzeithoch aufzustellen. Nie war die Apple-Aktie wertvoller als heute

„Selbstläufer“ Apple: „extrem unterbewertet“

Carl Icahn hatte jeden, der sich dafür interessierte, wiederholt in wenigen Worten auf Twitter auf Apples Unterbewertung hingewiesen. Zu Kursen von 468 Dollar, die splitbereinigt heute 66 Dollar entsprechen, verkündete der streitbare Großinvestor, der inzwischen mit über 5 Milliarden Dollar im iPhone-Hersteller engagiert ist, seinerzeit im August 2013 den Einstieg.

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Wenig überraschend also, dass Icahn, der zunächst einige Kritik für sein Beharren auf Apple einstecken musste, in der Stunde des Triumphs auf Twitter mitteilsam wurde. Vor einem Jahr haben wir unseren Followern mitgeteilt, dass wir Apple für „extrem unterbewertet halten“, erinnerte Icahn noch einmal an seine Stockpicker-Qualitäten.

„Es war einer der Selbstläufer. Jeder, der investiert hat, liegt heute um 53 Prozent vorne.“

So weit bekannt. Dann kam die Botschaft, auf die Apple-Aktionäre gewartet hatten. Würde der notorisch opportunistische Investor nun Kasse machen? Mitnichten: „Alle Chips liegen weiter auf dem Tisch“, teilte Icahn im Stile eines Spielers mit.

In anderen Worten: Der Wall Street-Veteran ist weiter voll investiert und hat sich bei Kursen von über 100 Dollar nicht von einer Aktie getrennt. Apple-Aktionäre werden es gerne hören.

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